Zusatzmaterial Bedarfe und Realitäten – WS 1-1

Zusatzmaterial Bedarfe und Realitäten – WS 1-2

Zusatzmaterial Bedarfe und Realitäten – WS 2

Zusatzmaterial Nutzungspartnerschaft – WS 4

Zusatzmaterial Teilhabe – kulturelle Bildung – WS 7

Kooperationspartner des Kirchbautages 2025

Akteur:innen 2025

Selection 2025
  • Alle Akteur:innen
  • Impulse aus der Praxis 2025
  • Impulse - Visionen 2025
  • Vorbereitungsteam 2025
  • Workshopleitende 2025
©Heidi Scherm
Workshopleitende 2025

Björn-Olaf Asmus

geboren in Berlin, ist seit 1994 im Bankwesen tätig. Er begann seine berufliche Laufbahn bei der Deutschen Bank AG, wo er bis 2011 verschiedene (Führungs-)positionen innehatte. Anschließend war er Leiter des Mobilen Vertriebs in Berlin sowie Mitglied der Geschäftsleitung der Berliner Bank AG. Von 2016 bis 2020 verantwortete er als Filialgebietsleiter der Postbank AG die Regionen Berlin/Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Seit 2020 ist er Direktor der Vertriebsregion Ost der Evangelischen Bank eG.
(Workshop B 1)

©Roland Stratmann
Workshopleitende 2025

Nike Bätzner

geboren 1961 in Stuttgart, studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie und promovierte zur Arte povera. Seit 2008 ist sie Professorin für Kunstwissenschaften an der BURG Giebichenstein Kunsthochschule Halle (Saale); daneben ist sie als Ausstellungskuratorin und Editorin tätig. Schwerpunkte ihrer Forschungen sind die Geschichte des Präsentierens (seit den Wunderkammern), die Rezeption optischer Medien in der Kunst, das Performativwerden von Skulptur, die Entfaltung von Möglichkeitsräumen sowie ideengeschichtliche Fragestellungen. Sie ist Mitglied im Beirat des Evangelischen Kirchbautags.
(Workshop N 4)

Workshopleitende 2025

Thomas Barnstedt

geboren 1976 in Marburg, studierte Musik und Architektur und begann anschließend mit der räumlichen Inszenierung von Marken und Ausstellungen mit dem Schwerpunkt temporäre Architektur. 2012 gründete er das Büro ACTINCOMMON und beschäftigt sich seitdem mit der Konzeption und Gestaltung von aktivierenden und inspirierenden Arbeits- und Lernumgebungen. Seine aktuelle Arbeit richtet sich auf die Revitalisierung und den Neubau von Arbeitswelten und didaktischen Räumen für Unternehmen, Organisationen, Startups und Bildungseinrichtungen.
(Workshop B 6)

©privat
Workshopleitende 2025

Edouard Barthen

geboren 1987 in Stuttgart, studierte Urban Design (MA) mit einem Fokus auf kooperativer Landschaftsentwicklung. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und widmete sich zuletzt der Entwicklung von Landschaftsszenarien an der Schnittstelle von Landwirtschaft, Klimaschutz und Naturschutz, sowie der Untersuchung von Wirtschaftsförderkriterien für die nasse Moorbewirtschaftung. Über den Umweltkontext hinaus ist Edouard ausgebildeter ‚Design Thinking‘ Coach mit langjähriger Erfahrung als selbstständiger Berater für partizipative Gestaltungsprozesse.
(Workshop N 3)

©chezweitz
Impulse - Visionen 2025

Sonja Beeck

geboren 1965, studierte Architektur an der RWTH Aachen und promovierte zum Thema Theming eine Methode zur semantischen Programmierung von Raum am KIT in Karlsruhe. Für die IBA Stadtumbau 2010 in Sachsen-Anhalt entwickelte sie Szenarien und Projekte für 19 schrumpfende Städte. Nach einer Gastprofessur an der Universität Innsbruck lehrte sie an der Universität Kassel als Vertretungsprofessorin für Stadt- und Regionalplanung. Sie ist seit 2013 geschäftsführende Gesellschafterin des Büros für Szenografie chezweitz GmbH in Berlin. Seit 2015 entstehen für die EKM Kommunikationsformate zur Transformation von Kirchengebäuden.

©Urban Ruths
Impulse aus der Praxis 2025

Almut Bellmann

geboren 1982 in Ost-Berlin, studierte nach einem Freiwilligendienst mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Antwerpen (Belgien) evangelische Theologie in Berlin. Nach dem Vikariat war sie zunächst Pfarrerin in Berlin-Britz und Referentin von Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein, anschließend acht Jahre lang Teil des Pfarrteams in Prenzlauer Berg Nord, unter anderem an der Gethsemanekirche. Seit 2024 ist sie Superintendentin im Kirchenkreis Berlin Nord-Ost mit 52 Kirchengebäuden in 31 Kirchengemeinden, von denen 14 außerhalb der Berliner Stadtgrenze liegen.

©kgb
Workshopleitende 2025

Karin G. Berkemann

geboren 1972 in Alzey, studierte evangelische Theologie und Kunstgeschichte, wurde in Praktischer Theologie promoviert und zur Architekturgeschichte habilitiert. Ihr Spezialgebiet ist der moderne Kirchenbau. Seit Sommersemester 2025 ist sie Professorin für Baugeschichte und Denkmalpflege an der Hochschule Anhalt in Dessau. Für Ausstellungen wie „Turm und Tunnel“, Bücher wie „Kirchen für neue Städte“ und ihre Online-Projekte wie moderneREGIONAL erhielt sie den Deutschen Denkmalschutzpreis und den BDA Architekturkritikpreis (Besondere Auszeichnung).
(Workshop T 5)

©H. Niemeyer
Impulse - Visionen 2025, Workshopleitende 2025

Jörg Beste

geboren 1964 in Düsseldorf, studierte evangelische Theologie, Architektur und Städtebau. 2003 gründete er das Büro synergon – Stadtentwicklung · Sozialraum · Baukultur. Schwerpunkte seiner Arbeit sind Konzeption, Beratung und Organisation von Projekten zur Baukultur, Planungs- und Partizipationsprozesse für Stadtplanung, Freiraumplanung und Stadtentwicklung sowie angewandte Stadt- und Sozialforschung, der Umgang mit dem baulichen Bestand sowie inhaltliche und räumliche Neuorientierungen von Gemeinden und ihren Kirchengebäuden auf organisatorischer Ebene.
(Workshop T 8)

©mansfoto
Impulse aus der Praxis 2025

Anna Maria Binder

geboren 1985 in Sibiu/Hermannstadt in Rumänien, studierte evangelische Theologie in Leipzig, Halle und Hermannstadt. Nach dem ersten theologischen Examen in Jena war sie Vikarin der EKM im Evangelischen Pfarrbereich Laucha an der Unstrut (Burgenlandkreis) und wurde dann Pfarrerin in Gerbstedt (Landkreis Mansfeld-Südharz, Sachsen-Anhalt). Der Pfarrbereich Gerbstedt umfasst 23 Kirchengebäude in einer Einheitsgemeinde mit 25 Dörfern und 8 weitere Dörfer in angrenzenden Kommunen/Landkreisen. Genutzt werden 20 Kirchen, regelmäßige Aktivitäten gibt es in 9-12 Kirchen.

©Marco Kneise-Thüringer Allgemeine
Workshopleitende 2025

Martin Bischoff

geboren 1947 in Ellrich (Südharz), studierte Informationstechnik und Elektroakustik an der TU Dresden und war Assistent an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald. Anschließend war er als Entwicklungsingenieur bei der Reichsbahndirektion Halle und im VEB Robotron Leipzig tätig. Freiberuflich übernahm er literarische Übersetzungen und Nachdichtungen aus verschiedenen Sprachen für DDR-Verlage. Nach 1989 war er im Marketing der IBM Deutschland und in Partnerunternehmen von SAP Deutschland unterwegs. Seit 2012 ist Martin Bischoff Vorsitzender des Glockenturmvereins Ellrich.
(Workshop N 7)

©Peter Adamik
Impulse aus der Praxis 2025

Simon Borutzki

geboren 1981 in Hamm, studierte Blockflöte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main sowie an der Universität der Künste Berlin. Zusätzlich studierte er Gesang an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Er ist Gewinner des Gebrüder-Graun-Preis. Seine CD "Bach all' italiano" erhielt den "Editor's Choice" des Gramophone Magazins und war für den International Classical Music Award nominiert. Als Arrangeur und künstlerischer Leiter des Berliner Blockflöten Orchesters setzte er neue Maßstäbe im orchestralen Blockflötenspiel.

©Ralf Klöden
Vorbereitungsteam 2025

Klaus-Martin Bresgott

geboren 1967 in Greifswald, studierte Kunstgeschichte und Germanistik, parallel Chorleitung. Nach freiberuflicher Tätigkeit ist er seit 2009 im Kulturbüro der EKD für die Initiierung und Durchführung bundesweiter Projekte im Bereich kultureller Bildung und Teilhabe rund um den Sakralbau tätig. Er veröffentlichte unter anderem »Neue sakrale Räume – 100 Kirchen der klassischen Moderne« (Zürich, 2019), die Reihe »Sehen lernen – die Sprache der Künste in der Welt der Kirche« (3 Bände, 2015–2023) und Arbeitsmaterialien zum Sakralbau. Für Chormusik-Einspielungen erhielt er als Dirigent den »Preis der Deutschen Schallplattenkritik« und den französischen »choc de classica«.

©autorenfoto 2024
Workshopleitende 2025

Holger Brülls

geboren 1962 in Mönchengladbach, studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Psychologie und promovierte über „Neue Dome - Wiederaufnahme romanischer Bauformen und antimoderne Kulturkritik im Kirchenbau der Weimarer Republik und der NS-Zeit“. Seit 1991ist er Konservator am Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt in Halle (Saale) mit zahlreichen Veröffentlichungen zur Kunst- und Architekturgeschichte, Schwerpunkt 19. und 20. Jahrhunderts, sowie zu Fragen der Denkmalpflege, Glasmalerei und Orgeldenkmalpflege und kuratiert Ausstellungen u.a. im Centre international du Vitrail in Chartres und im Naumburger Dom.
(Workshop T 1)

©privat
Workshopleitende 2025

Jörn Budde

geboren 1974 in Ost-Berlin, studierte Maschinenbau mit Schwerpunkt Erneuerbare Energie, arbeitete im Anschluss im Bereich der industriellen Brennstoffzellenforschung und wechselte von dort in die Wissenschaft, ans Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie. Nach seiner Promotion im Bereich der Erneuerbaren Energien in der Landwirtschaft forschte er zum Thema stoffliche Nutzung von Naturfasern, bevor er 2018 ins Umweltbüro der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) wechselte. Seitdem begleitet er dort die Bemühungen der EKBO um mehr Klima- und Umweltschutz.
(Workshop B 7)

©Andreas Schoelzel
Vorbereitungsteam 2025

Johann Hinrich Claussen

geboren 1964 in Hamburg, studierte Evangelischen Theologie in Tübingen, Hamburg und London und habilitierte sich in Systematischer Theologie. Neben publizistischen Arbeiten zu kulturtheologischen Themen für deutsche Zeitungen und Magazine, im Rundfunk und im eigenen Podcast »Draußen mit Claussen« hat er zahlreiche Bücher veröffentlicht über »Gottes Häuser« (2010), »Gottes Klänge« (2014) und zuletzt »Gottes Bilder« (2024) sowie über die Bibel als »Das Buch der Flucht« (2018). Seit 2016 ist er Kulturbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland in Berlin, außerdem Honorarprofessor an der Humboldt-Universität Berlin.

©EKD-Kultur, Ralf Klöden
Vorbereitungsteam 2025

Nina Fischäss

studierte Germanistik, Literatur- und Kulturwissenschaften und Kunstgeschichte in Dresden, Wien und Abu Dhabi. Nach diversen Positionen im privaten und öffentlichen Kunst- und Kultursektor und freier Kuratorinnentätigkeit ist sie derzeit als Elternzeitvertretung im Projektmanagement zur Durchführung des 31. Kirchbautages in Berlin im Kulturbüro des Rates der EKD aktiv.

© Föwe
Workshopleitende 2025

Konstanze Förster-Wetzel

geboren 1963 in Dessau, studierte nach einer Berufsausbildung Bauingenieurwesen in Erfurt. Nach Tätigkeiten in der Industrieprojektierung und am Bauhaus Dessau ist sie seit 1994 im Bauamt der Evangelischen Landeskirche Anhalts tätig, seit 2002 als Kirchenbaurätin. Sie ist Vorstand im Institut für Diagnostik und Konservierung an Denkmalen in Sachsen und Sachsen-Anhalt e.V. und Mitglied im Beratungsausschuss der EKD für das Deutschen Glockenwesen. Neben Vorträgen und Veröffentlichungen zum Kirchenbau begleitet sie seit 2015 das Projekt „Lichtungen“.
(Workshop T 1)

©1zu1
Workshopleitende 2025

Urs Füssler

geboren 1964 am Basler Münsterberg, studierte Architektur an der ETH Zürich, Philosophie und Mathematik an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main, war wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Kassel im Fachgebiet Entwerfen im städtebaulichen Kontext und hatte Lehraufträge an der UdK Berlin, der TH OWL Detmold, der Universität Wuppertal und der RWTH Aachen. Er lebt und arbeitet als freier Architekt in Berlin und ist Mitglied des Kuratoriums der BDA Galerie Berlin. Gemeinsam mit Masen Khattab forscht er seit 2022 zum Architekten und Kirchenbauer Ludolf von Walthausen (1923–2008).
(Workshop N 1)

©hüttenundpaläste
Workshopleitende 2025

Nanni Grau

geboren 1970 in München, studierte Architektur und Design in Berlin, Sydney und Coburg und war unter anderem Mitarbeiterin bei Daniel Libeskind, Peter Eisenmann und Macgabhann Architects. 2017-18 hatte sie eine Gastprofessur für Formen partizipativer Stadtentwicklung an der Universität Kassel inne. 2021 übernahm sie die Professur für Bauen im Bestand an der Hochschule München; seit 2024 ist sie Professorin des Fachgebiets Architektur der Transformation an der TU Berlin. Sie ist Unterstützerin der Initiative StadtNeudenken und Mitglied im Netzwerk Die Nachwachsende Stadt.
(Workshop B 5)

©Moritz Vahlenkamp
Workshopleitende 2025

Mirja Grosskinsky

geboren 1969 in Heilbronn, erlernte das Zimmerer-Handwerk und studierte anschließend Architektur. Einem Stipendium in New York und erster Arbeitserfahrung in Berlin folgte eine Weiterbildung zur Sachverständigen für Immobilienbewertung. Nach zehnjähriger, freiberuflicher Tätigkeit, in der sie diverse Kirchentage planerisch begleitete, arbeitet sie seit 2013 in der Bauabteilung des Kirchenkreises Hamburg Ost. Seit 2022 leitet sie die Abteilung. Beratung zur Gebäudesanierung, Grundstücks- und Projektentwicklung sowie die Generierung perspektivisch kirchensteuerunabhängiger Erträge sind ihre Themenfelder.
(Workshop B 2)

©Bernd Bauerochse
Impulse - Visionen 2025

Almut Grüntuch-Ernst

geboren 1966 in Stuttgart, studierte an der Universität Stuttgart und der School of Architecture der Architectural Association (AA) in London, arbeitete bei Alsop & Lyall in London und gründete 1991 mit Armand Grüntuch das gemeinsame Architekturbüro. Sie ist international gefragte Preisrichterin, war 2006 Generalkommissarin des deutschen Beitrags für die 10. Internationale Architekturbiennale in Venedig und von 2010 bis 2015 Mitglied der Kommission für Stadtgestaltung München. Seit 2011 ist sie Professorin an der TU Braunschweig, seit 2016 Mitglied der Akademie der Künste Berlin.

Workshopleitende 2025

Anne Haertel

geboren 1972 in Blankenburg/Harz, studierte nach dem Freiwilligendienst mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in einer arabischen Stadt in Israel Sozialpädagogik, Sozialmanagement und Journalismus in Aachen, Köln und Berlin. Zwischen 2000 und 2023 war sie bei verschiedenen Trägern in verschiedenen Fachbereichen der sozialen Arbeit und der Bildungsarbeit sowie als Geschäftsführerin in einem vielfältig aufgestellten Berliner Verein tätig. Seit 2023 ist die Autorin verschiedener Wanderführer (unter anderem Grünes Band) Geschäftsführerin des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V.
(Workshop N 8)

©Klaus-Martin Bresgott
Impulse aus der Praxis 2025

Matthias Hartig

geboren 1966 in Neustrelitz, erlernte nach einem Kirchlichen Abitur in der DDR den Beruf des Zimmerers, studierte anschließend einige Semester Geschichte und Philosophie, machte sich dann aber selbständig und führt seit 1994 als Meister des Zimmererhandwerks die Zimmerei Matthias Hartig GmbH & Ko. KG– Handwerk in der Denkmalpflege, mit der er insbesondere in der Renovierung und Restaurierung von Kirchenbauten tätig ist und mehrfach den Bundespreis des Handwerks in der Denkmalpflege erhielt. Mit einem Freundeskreis betreibt er die Kinokirche Lansen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte).

©kiba
Workshopleitende 2025

Catharina Hasenclever

geboren 1970 in Lemgo, studierte Kunstgeschichte in Köln, Paris, Marburg und Berlin. Nach einem Volontariat bei den preußischen Schlössern und Gärten in Berlin und Potsdam war sie wissenschaftliche Assistentin am Deutschen Forum für Kunstgeschichte in Paris. Anschließend war die Mutter zweier Kinder in der Leitung eines DFG-Forschungsprojektes und verantwortete verschiedene Museums- und Ausstellungsführungen. Seit 2018 ist Catharina Hasenclever Geschäftsführerin der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (KiBa). Sie ist Mitglied im Beirat des Kirchbautages.
(Workshop T 3)

©privat
Impulse aus der Praxis 2025, Workshopleitende 2025

Stephan Heinlein

geboren 1974 in Potsdam, studierte nach längerem Auslandsaufenthalt in verschiedenen Projekten in Lateinamerika und Zivildienst in der Altenpflege Architektur an der Bauhaus Universität in Weimar und gründete 2003 sein eigenes Büro in Potsdam. Bei zahlreichen Projekten, insbesondere im Bereich der denkmalgerechten Sanierung, beschäftigt sich das Büro unter anderem mit der Sanierung und Umnutzung von Kirchen und Gemeindehäusern. Ein besonderes Projekt dabei war die Erschließung der Ausgrabung unter der Erlöserkirche in Jerusalem. Er ist Mitglied im Beirat des Kirchbautages.
(Workshop N 6)

©Klaus-Martin Bresgott
Workshopleitende 2025

Andreas Hillger

geboren 1967 in Dessau, arbeitete nach einem Kirchlichen Abitur in der DDR in verschiedenen Berufen, anschließend als Journalist, derzeit als Autor und Dramaturg. Er ist Autor mehrerer Romane (unter anderem „gläserne zeit“ [2013], zuletzt „Totale“ [2024]) und hat zahlreiche Theaterstücke verfasst – darunter diverse Uraufführungen für Wittenberg, wo er auch die Escape-Ausstellung im Lutherhaus konzipierte. Gemeinsam mit dem Komponisten Christoph Reuter hat er mehrere Oratorien verfasst, aktuell „So lange ihr Tag habt“ (UA Allstedt) und „Unter dem Morgenstern“ (UA Sindelfingen) zum Bauernkriegs-Jubiläum.
(Workshop T 2)

©privat
Workshopleitende 2025

Uschi Hoffmann

geboren 1965 in Hamburg, studierte Sozialpädagogik und Diakonie am Rauhen Haus Hamburg und arbeitet seit 1994 in der kirchlichen Gemeinwesenarbeit. Sie war am Aufbau verschiedener Projekte der Stadtteildiakonie in der Region Harburg beteiligt und ist aktiv im Kooperationsprojekt NEW HAMBURG inklusive der Organisation von Festivals in Kooperation zwischen dem Deutschen Schauspielhaus, dem Kirchenkreis Hamburg Ost und der Kirchengemeinde Hamburg Veddel. Als Aktivistin im Öffnungsprozess der Kirche für den Stadtteil hat sie das Stadtteilcafé café nova initiiert.
(Workshop B 4)

©Diana Zolotarova
Workshopleitende 2025

Masen Khattab

geboren 1980 in Berlin (West), studierte Architektur an der Universität der Künste in Berlin (UdK Berlin) und gründete 2013 sein Architekturbüro. Schwerpunkte seiner Arbeit bilden der vorbeugende Brandschutz, die Umnutzung von Gebäuden und das Bauen im Bestand. Neben seiner Tätigkeit als Architekt lehrte er im Fachbereich Architektur und der Fakultät der Bildenden Kunst an der UdK Berlin. Gemeinsam mit Urs Füssler forscht er seit 2022 zum Architekten und Kirchenbauer Ludolf von Walthausen (1923–2008).
(Workshop N 1)

©privat
Impulse - Visionen 2025

Anna Körs

studierte Soziologie und promovierte über die „Gesellschaftliche Bedeutung von Kirchenräumen. Eine raumsoziologische Studie zur Besucherperspektive“. Als wissenschaftliche Geschäftsführerin/Vizedirektorin der Akademie der Weltreligionen der Universität Hamburg veröffentlichte sie „Religiöse Architekturen in multireligiösen säkularen Gesellschaften. Räumliche Governance religiöser Diversität“ (2023) und „Citykirchen aus soziologischer Perspektive: zwischen Profilierung, Selbstsäkularisierung und Stabilisierung“ (2024). Sie forscht und lehrt zur Governance religiöser Diversität in institutionellen Feldern wie Religion, Politik und Bildung.

©privat
Workshopleitende 2025

Martina Langel

geboren 1964 in Köln, studierte Kunstgeschichte, Geografie, Germanistik und Kulturelles Management und promovierte über den „Taufort im Kirchenbau“. Als Kunsthistorikerin führt sie Menschen in vielen Städten, leitet Studienreisen und kunsthistorische Seminare, berät Kultureinrichtungen und Tourismusverbände und entwickelt Ausbildungsformate, insbesondere auch für Kinder und Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Als Trainerin und Coach ist sie in der Aus- und Weiterbildung tätig (Systemischer Coach (INeKO), Kompetenztrainerin, BGM)
martina-langel.de | coaching-langel.de
(Workshop T 6)

©Hedrich Mattescheck
Workshopleitende 2025

Lorna Manjana Langner

geboren 1993 in Berlin, studierte Architektur an der RWTH Aachen und der TU Wien und arbeitete im Anschluss in Büros in Berlin und Potsdam. Besondere Auszeichnungen waren die Ausstellung ihrer Diplomarbeit im Architekturzentrum Wien sowie bei BauNetz und die Vorstellung ihrer Arbeit beim Herrenhäuser Symposium 2021 der Volkswagen Stiftung. 2023 nahm sie als Stipendiatin der aac Stiftung (gmp Architekten) am Workshop Residenzschloss Dresden teil. Sie ist zertifizierte Energieeffizienzberaterin für Wohngebäude und arbeitet für die dena im Bereich Klimaneutrale Gebäude.
(Workshop N 6)

©Silke Schmidt
Workshopleitende 2025

Albrecht Lindemann

geboren 1975 in Lutherstadt Wittenberg, studierte Evangelische Theologie an der Humboldt-Universität in Berlin. Er ist Pfarrer der Evangelischen Landeskirche Anhalts, seit 2013 an St. Marien in Zerbst/Anhalt, außerdem Stiftspropst am Geistlichen Stift St. Bartholomäi Zerbst und begleitet (überwiegend sehr kleine) Gemeinden bei der Suche nach Wegen zur Gestaltung und Nutzung von Kirchen im ländlichen Bereich. Dafür arbeitet er im Kontext des seit zehn Jahren aktiven Projektes „Lichtungen“ unter anderem mit der BURG Giebichenstein Kunsthochschule Halle (Saale) zusammen.
(Workshop T 1)

Workshopleitende 2025

Matthias Ludwig

geboren 1964 in Kassel, studierte Bauingenieurwesen, evangelische Theologie und Kunstgeschichte und promovierte zur Kirchennutzung am Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart. Nach langjähriger Tätigkeit an diesem Institut und bei der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (KiBa) ist er heute in der freien Beratung zur Nutzung, Erhaltung und Gestaltung von Kirchenbauten aktiv. Neben zahlreichen Projekten hat er etliche Beiträge zum religiösen Bauen, besonders zur Kirchennutzung, veröffentlicht. kirchenbauludwig.de
(Workshop N 1)

©Duygu Atceken
Workshopleitende 2025

Leona Lynen

geboren 1988 in München, studierte Südasienstudien und Politische Ökonomie in Heidelberg und Delhi, sowie Stadt- und Regionalplanungsstudien in London und unterstützt Orte in ihrem Prozess des Werdens: Sie ist Vorständin zweier Genossenschaften und berät bundesweit Kommunen zu gemeinwohlorientierter Stadtentwicklung und langfristig tragfähigen Träger- und Betreibermodellen. Neben ihrem Wirken in der ZUsammenKUNFT Berlin eG hat sie mit der PFHAU eG einen ehemaligen Pfarrhof in der Uckermark in Erbpacht übernommen. Dort entsteht heute ein Ort für gemeinschaftliche Wohn- und Arbeitsformen.
(Workshop N 2)

©Christian Boerger
Workshopleitende 2025

Elisabeth März

geboren 1992 in Neuendettelsau, studierte evangelische Theologie in Heidelberg und Leipzig und ist aktuell Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Teilprojekt 2 „Sakralraumtransformation im säkularen Kontext am Beispiel hybrider Räume“ der DFG-Forschungsgruppe „Sakralraumtransformation“. Im Rahmen ihres Promotionsprojektes am Institut für Praktische Theologie der Universität Leipzig forscht sie zum Überschneidungsfeld von Kirche und sozialen Bewegungen und fragt nach der kirchentheoretischen Einordnung der Aktivität dieser Bewegungen.
(Workshop N 5)

©Katja Hentsche
Vorbereitungsteam 2025

Konstantin Manthey

geboren 1980 in Ost-Berlin, studierte katholische Theologie und Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt Mittelalterkunstgeschichte in Berlin und promovierte über Carl Kühn (1873-1942) – Kirchen für das junge Bistum Berlin. Nach erster Station als Jugendbildungsreferent für das Erzbistum Hamburg, ist er seit 2015 Referent an der katholischen Akademie in Berlin e.V., betreibt einen Blog zur (katholischen) Kulturgeschichte (kirchenbauforschung.info), ist in der Erwachsenbildung im Kontext des Sakralbaus aktiv und hat das Berliner Kirchbauforum an der Katholischen Akademie ins Leben gerufen.

©Nico Herzog Fotografie
Workshopleitende 2025

Peter Meißner

geboren 1966 in Oldenburg, studierte an der Evangelischen Fachhochschule Hannover. Er ist Dipl. Sozialarbeiter/Sozialpädagoge und seit 2015 Berater und Prozessbegleiter in kirchlichen und gemeindlichen Transformationsprozessen im Themenfeld Gemeinwesendiakonie und Kirche im Sozialraum. Er arbeitet in der Service Agentur / Organisationsberatung der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und berät kirchliche Einrichtungen bei der Erarbeitung und Umsetzung sozialräumlicher Gebäudekonzepte.
(Workshop T 4)

©promo+
Workshopleitende 2025

Kerstin Menzel

geboren 1981 in Leipzig, studierte evangelische Theologie in Marburg, New York, Leipzig und Berlin. Promoviert wurde sie mit einer Arbeit über den Pfarrberuf in ausgedehnten Verantwortungsbereichen in ländlichen Räumen Ostdeutschlands. 2017 wurde sie zur Pfarrerin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz ordiniert. Nach einer Zeit an der Humboldt-Universität war sie seit 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der DFG-Forschungsgruppe „Sakralraumtransformation“. Seit 2024 vertritt sie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die Professur für Praktische Theologie.
(Workshop N 5)

©privat
Workshopleitende 2025

Folker Metzger

geboren 1967 in Rinteln, studierte Geschichte, Deutsch und Pädagogik. Er war unter anderem Leiter der Abteilung Bildung und Vermittlung am Deutschen Hygiene-Museum Dresden, Leiter des Fachgebietes Pädagogik an der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland sowie Berater im Programm »Vor-Ort-Beratung« an der Bundesakademie für kulturelle Bildung im Auftrag der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Seit 2007 leitet Folker Metzger das Referat Kulturelle Bildung an der Klassik Stiftung Weimar. Einer seiner Schwerpunkte ist das Thema Inklusion.
(Workshop T 7)

©Simon Gebler
Impulse aus der Praxis 2025

Gerd Meyerhoff

geboren 1960 in Emden, studierte Architektur an den Technischen Universitäten in Braunschweig und Berlin. Neben seiner Tätigkeit als Referent für Bau- und Gestaltungsmaßnahmen an Denkmalen und Kirchen im Kirchenkreis Pommern – er ist tätig im Dezernat Bauwesen, Bau- und Denkmalpflege des Landeskirchenamts der Nordkirche, Standort Greifswald – ist er unter anderem Vorstandsmitglied der Europäischen Vereinigung der Dombaumeister, Münsterbaumeister und Hüttenmeister (Dombaumeister e.V.) und Vorsitzender des Stiftungsvorstands der Stiftung Kulturkirche St. Jakobi Stralsund.

©Norbert Krines
Workshopleitende 2025

Marion Munz-Krines

geboren 1974, wuchs in München auf. Sie studierte Diplom-Germanistik und Kunstgeschichte und absolvierte Ausbildungen zur Coachin, Supervisorin und Organisationsentwicklerin. Als Teil der Geschäftsleitung der KIPS GmbH, dem Consulting-Unternehmen für Immobilienthemen und Veränderungsprozesse in Kirchen und Sozialwirtschaft, verantwortet sie die Bereiche Vertrieb und Marketing sowie alle Beratungsformate. Gemeinsam mit ihrem Team begleitet sie Projekte von der Konzeption, über die Analysephase und Strategieentwicklung bis zur Umsetzung.
(Workshop B 1)

©Lidia Tirri
Impulse - Visionen 2025

Reiner Nagel

geboren 1959 in Remscheid, studierte Architektur und Städtebau. Seit 2013 ist er Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur. Er ist Lehrbeauftragter an der TU Berlin im Bereich Urban Design und Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung, außerordentliches Mitglied des Bundes Deutscher Architekten und Ehrenmitglied der Brandenburgischen Ingenieurkammer sowie Mitglied im Beirat Innenstädte und dem IBA Expertenbeirat des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. 2020 wurde er als Mitglied in die Freie Akademie der Künste Hamburg, Sektion Baukunst, berufen.

Workshopleitende 2025

Ajna Nickau

geboren 1981 in Braunschweig, studierte Architektur und ist eine Digitalisierungsenthusiastin. Sie begleitet die Wertschöpfungskette Bau, engagiert sich ehrenamtlich in der Architektenkammer Berlin, der Bundesarchitektenkammer, dem VDI e.V. und dem DIN e.V., hat Hochbauprojekte begleitet, als Dozentin gelehrt, Architekturbüros, Bauherren und Baufirmen beraten und in den vergangenen Jahren den Weg in die Immobilienverwaltung gefunden: digitale Methoden begleiten den Lebenszyklus der Bauwerke optimal und nehmen deren ganzheitliche (Weiter-) Entwicklung in den Fokus.
(Workshop B 8)

©Jennifer Aengst
Impulse aus der Praxis 2025

Marcus Nitschke

geboren 1965 in Berlin, studierte evangelische Theologie, Architekturgeschichte und klassische Archäologie, war Kurator des Forschungs- und Ausstellungsprojekts „Raum und Religion“ (von der EU ausgezeichnet als best practice im interkulturellen Dialog), hat Lehraufträge an der Humboldt-Universität Berlin und der Donau-Universität Krems, ist Vorstandsmitglied der Fédération Européenne des Sites Le Corbusier und leitet seit 1997 mit Jörn Focken D:4 Architektur, ein interdisziplinär arbeitendes Büro zur Konzeption und Durchführung partizipatorischer Projekte in der Stadtentwicklung und der sakralen Topographie.

©Thomas Nitz
Workshopleitende 2025

Barbara Perlich-Nitz

geboren 1976 in Hannover, studierte Architektur, Denkmalpflege und Kunstgeschichte an der TU Berlin und war frühzeitig an Forschungsprojekten im Bereich der historischen Bauforschung beteiligt. Sie habilitierte sich zur mittelalterlichen Backsteintechnik in Europa und frühislamischen Bauwesen; weitere Forschungsprojekte sind unter anderem der mittelalterliche Sakralbau und jüdische Gemeinden in Erfurt im Mittelalter. Seit 2022 arbeitet Barbara Perlich-Nitz im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, zuständig für den Prozess Gebäudekonzeption.
(Workshop B 3)

©Bank für Kirche und Diakonie eG
Workshopleitende 2025

Carsten Pierburg

geboren 1970 in Mülheim an der Ruhr, ist seit 1993 bei der Bank für Kirche und Diakonie eG – KD-Bank beschäftigt. Als leitender Vertriebsmanager ist er unter anderem für die bedarfsgerechte Finanzierung von Bauprojekten bei Kirche und Diakonie zuständig. In seine Expertise bringt er sowohl die Erfahrung aus über zwanzig Jahren Kundenbetreuung der kirchlichen Sozialwirtschaft als auch als ehemaliger Finanzkirchmeister einer westfälischen Kirchengemeinde mit ein.
(Workshop B 1)

©eb-promo
Workshopleitende 2025

Johannes Reinsch

geboren 1969 in Aachen, studierte Physik und Architektur in Austin, Texas (USA) und Erfurt, anschließend über zwei Jahrzehnte als Architekt tätig, davon fünfzehn Jahre in leitenden Funktionen bei KSP Engel Architekten. 2014 erfolgte die Berufung in den BDA, danach die Geschäftsführung einer auf Immobilienprojektentwicklung und -beratung spezialisierten Gesellschaft des SPUDY Multifamily Office. Seit 2020 ist er Geschäftsführer der EB-Sustainable Real Estate GmbH, einer Tochtergesellschaft der Evangelischen Bank mit Schwerpunkt auf Immobilienprojektentwicklung und -beratung für Kirche, Sozial- und Gesundheitswirtschaft.
(Workshop B 1)

©privat
Workshopleitende 2025

Kerstin Renz

geboren 1969 in Stuttgart, studierte Kunstgeschichte und Germanistik. Sie promovierte und habilitierte sich in Architekturgeschichte und ist Autorin zahlreicher Publikationen. Nach langjähriger Lehre und Forschung im Bereich Architektur und Stadtplanung ist sie Studienleiterin für Gebaute Umwelt, Wohnen und Kultur an der Evangelischen Akademie Bad Boll mit dem Schwerpunkt Kirche und Quartier, in Kooperation verantwortlich für das jährliche Kirchbauforum der Akademie, die Reihe Quartier Safari, die Fachtagungen IMPULSE der IBA und den Kirchendialog mit der Architektenkammer Baden-Württemberg.
(Workshop B 5)

©kommrhein
Vorbereitungsteam 2025

Stefan Rhein

geboren 1958 in Stuttgart, studierte Klassische Philologie, Philosophie, Mittel- und Neulatein. Von 1988 bis 1997 arbeitete er als Kustos am Melanchthonhaus Bretten und war Leiter der Reuchlin-Forschungsstelle der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. 1998 übernahm er als Vorstand und Direktor die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, die er aufbaute und 25 Jahre lang leitete. In dieser Funktion war er als Bauherr für die Sanierung und Erweiterung der Museen in Wittenberg, Eisleben und Mansfeld verantwortlich. Im Ruhestand beschäftigt er sich mit kulturgeschichtlichen Themen und Fragen der Transformation. Er ist Mitglied im Beirat des Kirchbautages.

©Jean Noel Ledoux
Workshopleitende 2025

Miguel Rothschild

geboren 1963 in Buenos Aires, studierte Bildende Kunst an der Escuela Nacional de Bellas Artes in Buenos Aires und an der Universität der Künste in Berlin und lebt als freischaffender Künstler in Berlin. Er erhielt Stipendien vom Kultursenat in Berlin, der Stiftung Kunstfonds und der Stiftung Kulturfond in Deutschland, außerdem den Karl-Hofer-Preis und Stipendien für Artist-in-Residence-Aufenthalte im Civitella Ranieri Center in Italien, für die Villa Aurora in Los Angeles und Schloss Werdenberg in der Schweiz. 2018 setzte er mit „De profundis“ eine Installation im Chorraum der St. Matthäus-Kirche in Berlin um.
(Workshop N 4)

©musicafantastica
Impulse aus der Praxis 2025

Arno Schneider

geboren 1965 in Stade, studierte Orgel, Cembalo und Kirchenmusik. Neben seiner Lehrtätigkeit an der Universität der Künste Berlin ist er bei zahlreichen namhaften Orchestern ein gefragter Orgel- und Continuospieler. Er konzertiert regelmäßig mit den Berliner Philharmonikern, dem Deutschen-Symphonie-Orchester, dem Ensemble Resonanz sowie zahlreichen Barockensembles wie dem Ensemble Musica Fiata und der Lauttencompaney. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Begleitung von Sängern und Vokalensembles wie dem RIAS-Kammerchor, dem Rundfunkchor-Berlin und dem Athesinus Consort Berlin.

©Besim Mazhiqi
Workshopleitende 2025

Daniel Schröter

geboren 1975 in Witten, studierte Architektur an der TU Dortmund, der Universität Stuttgart sowie der Arizona State University. Nachdem er im Architekturbüro concrete Amsterdam, bei Erick van Egeraat in Rotterdam und bei Jo Coenen & Co. Architekten in Luxemburg projektleitend tätig war, leitet Daniel Schröter die Abteilung Kirchengemeindliche Immobilien im Erzbistum Paderborn. Nachdem er zunächst mit der Entwicklung der Immobilienstrategie des Erzbistums betraut war, verantwortet er aktuell die Prozessleitung und damit die kontinuierliche Weiterentwicklung.
(Workshop B 3)

©Ralf Klöden
Impulse aus der Praxis 2025

Uwe Steinmetz

geboren 1975 in Bremervörde, studierte Saxofon in Berlin, Bern, Boston und Göteborg und ist Mitbegründer des internationalen Netzwerks für Jazz und Christliche Spiritualität BlueChurch. Als promovierter Musikwissenschaftler und Musiker forscht er über die Berührungspunkte von sakraler Musik und Jazz. Konzertreisen führten ihn in über 35 Länder auf fünf Kontinente, zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen belegen die Qualität seiner künstlerischen Arbeit. Seit 2024 ist er Dekanatskirchenmusiker in Bayern. 2025 erschien die jüngste, vielbeachtete CD „the pilgrimage“ mit den Jazz-Größen Arne Jansen und Anders Jormin.

©privat
Workshopleitende 2025

Valerie Stephani

geboren 1986 in Göttingen, studierte Design an der Bauhaus-Universität in Weimar. Sie arbeitete zunächst am Institut für Partizipatives Gestalten in Oldenburg, wo sie sich mit partizipativer Stadt- und Regionalplanung auseinandersetzte, und anschließend als Bauhaus-Agentin mit dem Schwerpunkt partizipativer Museumsentwicklung. Seit 2020 ist sie Referentin der Kulturellen Bildung bei der Klassik Stiftung Weimar und beschäftigt sich hier insbesondere mit Fragen der produktiven Teilhabeorientierung, der strukturellen Öffnung von Kulturinstitutionen und der Bespielung öffentlicher Räume.
(Workshop T 7)

©Nike Bätzner
Workshopleitende 2025

Roland Stratmann

geboren 1964 in Südlohn, studierte Bildende Kunst an der Universität der Künste Berlin. Als freischaffender Künstler befasst er sich unter anderem mit partizipatorischen Fragestellungen in der Kunst. Hierzu hat er Projekte im In- und Ausland entwickelt, so in Bolivien, Paraguay, der Türkei und Skandinavien. Das Projekt Dilemma in Buchholz i.d.N. regte 2018 einen weitreichenden, interdisziplinären Dialog zwischen Kunstverein, Kulturkirche und Realschule an. Seine Werke werden in nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt und befinden sich in bedeutenden öffentlichen Sammlungen.
(Workshop N 4)

©Werner Rolli
Impulse - Visionen 2025

Johannes Stückelberger

geboren 1958 in Schaffhausen, studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie in Basel und München. Er ist emeritierter Titularprofessor für Neuere Kunstgeschichte an der Universität Basel und emeritierter Dozent für Religions- und Kirchenästhetik an der Theologischen Fakultät der Universität Bern. 2015 gründete er den alle zwei Jahre stattfindenden „Schweizer Kirchenbautag“ (schweizerkirchenbautag.unibe.ch/). Im Portfolio seiner Publikationen findet sich aktuell „Moderner Kirchenbau in der Schweiz“ und „Die Stadt als religiöser Raum. Aktuelle Transformationen städtischer Sakraltopographien.“

©Smits-Tandler
Workshopleitende 2025

Peter Tandler

geboren 1965 in Bleicherode (zweitgrößte Landgemeinde in Thüringen), studierte Hochbau an der Hochschule für Architektur und Bauwesen in Weimar, war seit 1992 als Architekt bei Smits + Partner tätig und übernahm 2016 in Partnerschaft das Architekturbüro. Seine Tätigkeitsbereiche sind die Instandsetzung, die Modernisierung und der Umbau historischer Bausubstanz und deren Einbeziehung in neuzeitliche Nutzungskonzepte mit architektonischer und innenarchitektonischer Ausgestaltung. 2022 wurde er in den BDA berufen und ist seit 2025 Mitglied des Denkmalbeirates der Stadt Erfurt.
(Workshop N 7)

©Klaus-Martin Bresgott
Impulse aus der Praxis 2025

Ulrike Wendland

geboren 1960 in Braunschweig studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Italianistik und wurde mit einer Arbeit über deutschsprachige Kunsthistoriker im Exil promoviert. Nach einem Aufbaustudium Denkmalpflege schlug sie zunächst die universitäre Laufbahn ein, bevor sie 2002 Landeskonservatorin im Saarland und 2005 Landeskonservatorin für Sachsen-Anhalt wurde. 2020 übernahm sie die Geschäftsführung des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz in Bonn. Von 2005-2009 und seit 2019 ist sie Teil der Expert:innengruppe Städtebaulicher Denkmalschutz im Bundesministerium des Inneren und für Heimat.

©ekiba
Workshopleitende 2025

André Witthöft-Mühlmann

geboren 1969 in Wuppertal, studierte Biologie in Köln und Konstanz. Nach Forschungsjahren als Gewässerbiologe am Institut für Seenforschung in Langenargen und an der Universität Konstanz sowie am Wuppertal-Institut zu den Themen Landwirtschaft und Klimaschutz wurde er 2004 zum Umweltbeauftragten der Evang. Landeskirche in Baden berufen und baute dort das Büro für Umwelt BUE im Referat für Finanzen, Bauen und Umwelt auf. Seit 2011 ist dort das Erreichen der Klimaneutralität zentrale Querschnittsaufgabe in den Sektoren Gebäude, Mobilität und Beschaffung.
(Workshop B 7)

©PicturePeople GmbH
Workshopleitende 2025

Axel-H. Wittlinger

geborgen 1948 in Hamburg, studierte nach einer handwerklichen und einer kaufmännischen Lehre Betriebswirtschaft. Seit über 45 Jahren ist er als selbstständiger Immobilienkaufmann tätig (Makler, Verwalter, Projektentwickler und Bestandshalter von Wohn- und Gewerbe-Immobilien). 2015 wurde er Vorsitzender des Branchenverbandes IVD-Nord und Bundesvorstand des IVD Berlin – Die Immobilienunternehmer. 2023/24 war er Mitglied im Board des europäischen Berufsverbandes CEPI. Axel-H. Wittlinger ist zweiter Vorsitzender im Förderverein Mahnmal St. Nikolai in Hamburg.
(Workshop B 8)

©Dinkel
Workshopleitende 2025

Nicole Zahner

geboren 1969 in Luxemburg, studierte Bauingenieurwesen an der ETH Zürich und lebt seit 1993 in Berlin. Neben Lehrtätigkeiten an der TU Berlin und der Fachhochschule Trier ist die Mutter dreier Kinder Inhaberin eines Büros für Tragwerksplanung. Sie erarbeitet Tragstrukturen unterschiedlicher Größen und Materialien und implementiert die Erfahrungen aus der Kooperation mit Handwerker:innen in die Entwicklung neuer Tragwerke. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die intensive Auseinandersetzung mit Bestandsbauwerken und ihren Möglichkeiten zur Transformation.
(Workshop N 1)

©Jule Roehr DK
Impulse aus der Praxis 2025

Olaf Zimmermann

geboren 1961 in Limburg an der Lahn, war nach Besuch einer Berufsfachschule und Fachoberschule zunächst Kunsthändler und Geschäftsführer mehrerer Galerien, parallel eröffnete er ein Journalisten- und Beratungsbüro. 1997 wurde er Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates e. V. Er ist Publizist und Herausgeber der Zeitung Politik & Kultur des Deutschen Kulturrates, Vorsitzender des Stiftungsbeirats der Kulturstiftung des Bundes und seit 2022 im Beirat Innenstadt des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie einer der drei Sprecher des Kulturbeirats der EKBO.

DO 11 WILLKOMMENS-TAG
10.00–22.00 Ankunft und Anmeldung Teilnehmende Tagungsbüro Villa Elisabeth
15.00–17.00 24 Stadtexkursionen Berlin, Potsdam – Treffpunkt jeweils vor Ort
17.45–18.30 Führung Zionskirche Dr. Jens Birnbaum (leitender Architekt) – Zionskirche
18.45–19.30 Eröffnungsgottesdienst Zionskirche
20.00–22.00 Willkommen in Berlin St. Elisabeth

FR 12 FACH-TAG
Zionskirche
8.00–9.30 Lieder ohne Worte Ankommen im Tag
9.30–11.00 Begrüßung
+ 3 Impulse Reiner Nagel, Sonja Beeck, Jörg Beste
11.30–12.30 Debatte 4 Dialog-Rückmeldungen Stadt–Land, Handwerk–Bauverein, Amt–Architekt,
Denkmalpflege-Kultur
> Trennung in 3 Gruppen anhand der Schwerpunktthemen
St. Elisabeth Humboldt-Universität Katholische Akademie
Teilhabe (kulturelle Bildung) Nutzungspartnerschaften Bedarfe und Realitäten
Expert:innengruppe Expert:innengruppe Expert:innengruppe
+ Stefan Rhein + Klaus-Martin Bresgott + Konstantin Manthey
14.00–15.00 Diskussion Perspektiven Diskussion Perspektiven Diskussion Perspektiven
15.30–17.30 8 Workshops 8 Workshops 8 Workshops
> gemeinsamer Abschluss
Villa und St. Elisabeth
19.30–19.45 Transformation saitenweise Benedikt Reidenbach (Gitarre)
19.45–20.30 Preisverleihung Stiftung KiBa Ralf Meister (Bischof und Vorsitzender der Stiftung KiBa)
20.30–22.30 Architecton (Victor Kossakovsky, 2024), alternativ Abendausklang beim Wein auf der Wiese

SA 13 INSPIRATIONS-TAG
Zionskirche
8.00–9.30 Lieder ohne Worte Ankommen im Tag
9.30–10.30 Begrüßung
+ Kurzbericht Thema 1: Teilhabe (kulturelle Bildung) Stefan Rhein (Expert:innengruppe)
+ Kurzbericht Thema 2: Nutzungspartnerschaften Nike Bätzner (Expert:innengruppe)
+ Kurzbericht Thema 3: Bedarfe und Realitäten Marina Wesner (Expert:innengruppe)
11.00–12.30 3 Impulse Zukunft: Bau, Soziologie, Kirche
Almut Grüntuch-Ernst, Anne Körs, Johannes Stückelberger
12.45–13.15 Abschlussandacht Johann Hinrich Claussen in Kooperation
mit Zentrum Predigtkultur (Lutherstadt Wittenberg)

Ex 1: Expressionistische Aufbrüche – St. Augustinus und Kirche Heilige Familie
Leitung: Pf. Dr. Michael Höhle, Barbara Sarnes-Schmidt und Michaela Lazinka-Paar

Die beiden katholischen Kirchen St. Augustinus und Kirche Heilige Familie am S-Bahn-
Ring an der Peripherie zwischen Prenzlauer Berg und Pankow sind exklusive Ort der
klassischen Moderne mit einer klaren theologisch-konzeptionellen Haltung, deren
Aufbruchsgedanke eindrücklich die 1920er-Jahre spiegelt. Josef Bachim (1881–1946) und
Heinrich Horvatin (1890–1970), Architekten von St. Augustinus (1928), stehen wie Carl
Kühn (1873–1942), Architekt der Kirche Heilige Familie (1930), für eine ausdrucksstarke
Verbindung von Tradition und Moderne, die vorgestellt und befragt wird.

Ex 2: Früher: Eliaskirche heute: MACHmit! Museum für Kinder
Leitung: Uta Rinklebe M.A., Direktorin des MACHmit! Museum für Kinder gGmbH

Die ehemalige Eliaskirche im Berliner Prenzlauer Berg ist im roten Backsteingewand und
der für Berlin typischen Art der Eingliederung des Baus in die Straßenflucht ein klassischer
Bau der Neogotik (1909/10 von Georg Dinklage und Ernst Paulus). 2001 wurde die
Kirche aufgegeben und für 75 Jahre an das »MACHmit! Museum für Kinder« verpachtet.
Der Berliner Architekt Klaus Bock hat 2003 mit dem Einbau zweier begehbarer
Holzregale einen neuen kreativen Ort geschaffen, der seinen Ursprung nicht leugnet.
Museumsleiterin Uta Rinklebe gibt Einblick in den Bau und die aktuelle Nutzung.

Ex 3: Die Kirchen der Siemensstadt
Leitung: Christian Fessel, Architekturvermittler und -fotograf

Mit dem Bau der Siemensstadt in Berlin Spandau hatte sich Siemens 1914 mit Hans
Hertlein (1881–1963) für einen gleichermaßen innovativen, wie pragmatischen Architekten
entschieden, der im Rückblick Industriebaugeschichte geschrieben hat. Neben seinen
großen Industriebauten hat er für die Siemensstadt auch zwei Kirchen entworfen: die
evangelische Christophoruskirche (1931) und die katholische Kirche St. Joseph (1935) –
beiden hat er ein spezifisches Gewand gegeben, das sich harmonisch in das Bauensemble
einfügt und im Innenraum vielfältige Nutzungskonzepte ermöglicht.

Ex 4: St. Thomas – Transformation für eine gemeinsame Zukunft
Leitung: Urs Füssler Dipl. Architekt ETH BDA, Masen Khattab Dipl.-Ing. Architekt,

Dr. Matthias Ludwig und Nicole Zahner Dipl.-Bauing.
1869 bildete St. Thomas das Zentrum einer der größten evangelischen Gemeinden
weltweit. Der zweitgrößte Sakralbau Berlins wurde im Krieg stark zerstört, aber
transformierend wieder aufgebaut, bis mit dem Mauerbau die Gemeinde 1961 in ihrer
Mitte entzweit und in der Folge die Kirche bis heute ihrer einstigen Bedeutung beraubt
wurde. Das Planungsteam Füssler Khattab Ludwig Zahner stellt das Projekt einer
erneuten Transformation vor, mit der St. Thomas an zentraler Stelle gegenwärtigen und
zukünftigen Anforderungen aus Kirche und Stadtgesellschaft gerecht werden kann.
24 Stadtexkursionen
11.9.2025: Willkommens-Tag 10

Ex 5: Vom Gefängnis zum Wohlfühlort: das Hotel Wilmina
Leitung: Prof. Almut Grüntuch-Ernst, Architektin BDA

Wie geht man mit dem 1896 von Adolf Brückner und Eduard Fürstenau als Strafgericht
mit Gefängnis errichteten Komplex um, der noch im Nationalsozialismus Ort der Gewalt
war? Sind solche Räume heil- und transformierbar? Grüntuch Ernst Architekten haben im
guten Glauben daran dem Gebäude eine neue Orientierung gegeben und 2022 dafür den
Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur erhalten. Almut Grüntuch-Ernst führt durch
diesen einzigartigen architektonisch-dialektischen Ort und regt zum Nachdenken über
das Wesen von Gemeinschaft, Generationen und städtischen Gegensätzen an.

Ex 6: Radialsystem – vom Wasserwerk zum Kulturhotspot
Leitung: Matthias Mohr und Merit Vareschi

Das Radialsystem Berlin ist ein Kulturzentrum in Berlin-Friedrichshain. Es besteht aus
einem bis 1999 genutzten Abwasserpumpwerk, 1880 von Richard Tettenborn (1857–1923)
errichtet, und einem 2004 bis 2006 hinzugefügten neuen Gebäudeteil von Gerhard
Spangenberg (1940), der den Altbau einfasst und überbrückt. Getragen von der Radial
Stiftung, die vor allem modellhafte, genreübergreifende künstlerische Produktionen
fördert, ist die Radialsystem V GmbH, die die Hälfte des Jahresumsatzes selbst
erwirtschaften muss, einer der populärsten Kultur- und Veranstaltungsorte in Berlin.

Ex 7: Vom Ort des Glaubens zum Ort der Kunst: Galeriekirche St. Agnes
Leitung: Lea und Johann König, Galerist:innen

St. Agnes in Berlin-Kreuzberg, 1965 bis 1967 von Werner Düttmann (1921–1983) erbaut,
gilt als typisches Beispiel des Brutalismus. 2005 wurde die Kirche vom Erzbistum Berlin
aufgegeben. 2012 pachtete der Galerist Johann König die Kirche für 99 Jahre. Die Transformation
des Bauensembles erfolgte nach Plänen von Arno Brandlhuber, Markus Emde
und Thomas Burlon und wurde 2014 bis 2015 von Riegler Riewe Architekten und eins bis
neun Architekten ausgeführt. Der Umbau zeigt, wie Transformation gelingen kann, das
Gesicht des Gebäudes überzeugend gewahrt bleibt und neue Nutzung zum Mehrwert wird.

Ex 8: Ort der Erinnerung und der Versöhnung: die Versöhnungskapelle
Leitung: Esther Schabow M.A.

Auf dem Fundament der ehemals auf dem Mauer-Todesstreifen befindlichen historischen
Versöhnungskirche, 1892 im Stil der Neogotik von Gotthilf Ludwig Möckel (1838–1915)
errichtet und 1985 gesprengt, entstand nach Plänen von Peter Sassenroth und Rudolf
Reitermann durch Lehmbauer Martin Rauch die Versöhnungskapelle. Am 9. November
2000 wurde sie eingeweiht. Der ovale Kirchenraum, von Holzlamellen ummantelt, ist Teil
der Gedenkstätte Berliner Mauer, zentraler Erinnerungsort an die deutsche Teilung und
die Todesopfer an der Berliner Mauer und spirituelles Zentrum, in dem Gottesdienste
gefeiert werden.
24 Stadtexkursionen
11.9.2025: Willkommens-Tag 11

Ex 9: Offene Orte der Gemeinschaft – Gemeindezentren der DDR
Leitung: Prof. Dr. Karin G. Berkemann

In den 1980er Jahren genehmigte die DDR-Regierung eine begrenzte Zahl neuer christlicher
Kirchen – gegen Westgeld. Im Rahmen dieses Sonderbauprogramms entstanden
in Ost-Berlin gleich zwei bemerkenswerte Bauensembles: das zeltförmige, evangelische
Gemeindezentrum Am Fennpfuhl (1984) nach Plänen von Horst Göbel, und die expressive,
katholische Heilig-Kreuz-Kirche (1988). Beide sind geprägt durch das Werk des Bildhauers
Friedrich Press (1904–1990) – vom hölzernen, lächelnden Jesus im Kreis seiner Jünger am
Fennpfuhl bis zum monumentalen Backsteinkreuz als Glockenturm von Heilig Kreuz.

Ex 10: Lernort der Demokratie mit ambivalenter Geschichte – Garnisonkirche Potsdam
Leitung: Peter Leinemann, Verwaltungsvorstand Stiftung Garnisonkirche Potsdam

Die Garnisonkirche Potsdam, 1730 bis 1735 von Philipp Gerlach (1679–1748) errichtet und
bedeutendes Bauwerk des norddeutschen Barocks, galt als ein Wahrzeichen Potsdams.
In ihrer Geschichte war sie Abbild von Krieg und Frieden, Diktatur und Demo­ kratie,
Schrecken und Schönheit. Die Kirche wurde 1945 zerstört, die Überreste 1968 gesprengt.
Der Wiederaufbau des Turmes seit 2017 und die Wiedereröffnung 2024 werden sehr
ambivalent diskutiert. Heute wird die Garnisonkirche als Ort ideeller Trans­ formation
genutzt – ein Ort der Erinnerung in der Auseinandersetzung um Frieden und Demokratie.

Ex 11: Karl Friedrich Schinkel – der Architekt der Vielseitigkeit
Leitung: Dr. Irina Rockel und Prof. Hartmut Stechow

Die Traditionslinie berühmter berlin-brandenburgischer Architekten setzt mit einem ihrer
bedeutendsten ein: Karl Friedrich Schinkel (1781–1841). Niemand hat in der Mitte Berlins
so nachhaltig seine Handschrift hinterlassen wie er. Im Mittelpunkt stehen die Neue
Wache Unter den Linden (1815), die Friedrichswerdersche Kirche (1824) und die legendäre
Bauakademie (1835) am Werderschen Markt sowie das Schauspielhaus/Konzerthaus
auf dem Gendarmenmarkt (1821). Sie sind Abbild der Vielseitigkeit Schinkels sowohl im
Mahn- und Erinnerungsbau als auch im Kirchen- und Theater- und Hochschulbau.

Ex 12: St.-Hedwigs-Kathedrale
Leitung: Dompropst Prälat Tobias Przytarski mit Roland Metzler und Therese von Hesler

Die St.-Hedwigs-Kathedrale, 1747 bis 1773 nach Plänen von Georg Wenzeslaus von
Knobelsdorff (1699–1753) als Rundbau im Stil des Friderizianischen Rokoko erbaut, ist die
katholische Bischofskirche Berlins. Sie wurde 1952 bis 1963 von Hans Schippert (1899–
1973) wieder aufgebaut, 2018 bis 2024 mit dem neuen Altar von Leo Zogmayer (*1949)
umgebaut. Dieser Umbau hielt Gerichte und Politik in Atem. Nun erstrahlt das katholische
Gotteshaus in neuem Glanz. Der Umbau wird die Glaubenspraxis verändern. War die
radikale Umgestaltung Wagnis, Fehler oder geniale Anpassung an die neue Zeit?
24 Stadtexkursionen
11.9.2025: Willkommens-Tag 12

Ex 13: St. Adalbert Berlin-Mitte – versteckt und vergessen?
Leitung: Dr. Konstantin Manthey, Berliner Kirchenbauforum
an der Katholischen Akademie in Berlin

Die 1934 dem Patron Preußens geweihte Kirche von Clemens Holzmeister (1886–1983),
ein beeindruckender Bau des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit, entstand
auf dem Grund einer ehemaligen Fabrik und steht heute auf einem Hinterhof – nur die
südliche Giebelfront, plan in die Straßenfront der Fahrradstraße Linienstraße eingepasst,
ist öffentlich sichtbar und spricht – gegenüber der Volkshochschule von Ludwig Hoffmann
(1852–1932) – wie aus einer anderen Zeit. Welchen Platz kann der besondere Bau in der
neu formierten und fusionierten Pfarrei Bernhard Lichtenberg einnehmen?

Ex 14: Centrum Judaicum
Leitung: Dr. Silvia Cresti

Die Neue Synagoge, mit 3.200 Plätzen einst größtes jüdisches Gotteshaus Deutschlands,
ist ein bedeutender Ort des Erinnerns und Vermittelns jüdischer Kultur. Der Bau, 1859
bis 1866 als ein Hauptwerk des orientalisierenden Historismus von Eduard Knoblauch
(1801–1865) und August Stüler (1800–1865) errichtet und nach Kriegszerstörung teilweise
rekonstruiert, bietet heute wieder Raum für Gottesdienste und Veranstaltungen. Was hat
Moses Mendelssohn mit der Synagoge zu tun? Wie hat sie das Novemberpogrom 1938
überstanden? Was bedeutete es damals und heute, Jude in Deutschland zu sein?

Ex 15: Maria Martyrum und Gedenkkirche Plötzensee
Leitung: Thomas M. Krüger, Architekt BDA, und Pf. Michael Maillard

Die demonstrativ blockhaft wirkende Kirche Maria Martyrum (1963), nahe dem Gefängnis
Plötzensee, das 1933 bis 1945 Hinrichtungsstätte für 2.891 Menschen war, ist einer der
wichtigsten Bauten im Stil des Brutalismus von Hans Schädel (1910-1996) und vereint
mehrere Funktionen: Mahnmal, Gedenkstätte und Gemeindekirche – eine Kirchenanlage,
die als Prozess angelegt ist. Neben ihr findet sich das Evangelische Gemeindezentrum
Plötzensee mit der Gedenkkirche (1970) von Dietmar Grötzebach, Gerd Neumann und
Günter Plessow mit dem Plötzenseer Totentanz von Alfred Hrdlicka. Beide Bauten eint
eine Aufgabe.

Ex 16: Brandenburgische Baugeschichte – die Kirchenlandschaft Potsdams
Leitung: Joris Hunold, Johanna Wemhoff und Gereon Wemhoff,

Evangelisches Gymnasiums Potsdam-Hermannswerder
Die Kirchenlandschaft der Landeshauptstadt Potsdam ist von den preußischen
Königen geprägt, die zwischen Toleranzedikt und Gottesgnadentum verschiedene
Modelle monarchischer Beteiligung und Unterstützung gewährten und dabei mit Georg
Wenzeslaus von Knobelsdorff (1699–1753), Karl Friedrich Schinkel (1781–1841) und seinen
Schülern Ludwig Persius (1803–1845) und Friedrich August Stüler (1800–1855) immer
exzellente, epochenprägende Architekten an ihrer Seite hatten. Mit St. Peter und Paul, der
Nikolaikirche und der Friedenskirche werden drei besondere Kirchen vorgestellt.
24 Stadtexkursionen
11.9.2025: Willkommens-Tag 13

Ex 17: Die Kirchen der Interbau im Hansaviertel – St. Ansgar und
Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche

Leitung: Gabriele Cocozza, Bürgerverein Hansaviertel e.V.
Die St.-Ansgar-Kirche, 1957 von Willy Kreuer (1910–1984) errichtet, ist einer der
Sonderbauten der Internationale Bauausstellung Interbau 1957 im Hansaviertel.
Entscheidend für den Grundriss ist die Form der Parabel. Die evangelische
Schwesterkirche Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche mit dem Glasornament »Sieg des
Lichts« von Georg Meistermann (1911–1990) entstand zeitgleich im selben Kontext
als Werk von Senatsbaudirektor Ludwig Lemmer (1891–1983). Beide Kirchen spiegeln
den Aufbruch Westberlins in den 1950er Jahren und dokumentieren das Form- und
Materialverständnis der Zeit.

Ex 18: Kulturforum St. Matthäus
Leitung: Anne-Catherine Jüdes und Pf. Hannes Langbein

Die Kunst- und Kulturstiftung St. Matthäus ist die Kunst- und Kulturstiftung der Evangelischen
Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Ihr Hauptwir­ kungsort
ist die St. Matthäus-Kirche, entworfen von Friedrich August Stüler (1800–1865). Sie
steht im Kulturforum, umgeben von bedeutender Kunst und Bauten des 20. Jahrhunderts:
der Neuen Nationalgalerie von Mies van der Rohe, der Philharmonie und der Neuen
Staatsbibliothek von Hans Scharoun, der Gemäldegalerie und dem Kupferstichkabinett
von Hilmer und Sattler. Wie ist sie hier integriert? Wie kann sie sich behaupten?

Ex 19: Kreuzberg und seine Gotteshäuser – eine Topografie
Leitung: Dr. Marina Wesner, Architektin

Der zentrale Berliner Bezirk Kreuzberg hat noch immer eine sehr hohe Kirchendichte,
die sich gut erlaufen lässt. Während des Erkundungsspaziergangs wird sichtbar, wie
Sakralbauten als prägende Ortsmarken des Stadtbildes errichtet wurden. Beziehungen
der Gebäude untereinander werden deutlich. Dabei öffnet die Geschichte der
Bauten gleichzeitig ein Fenster in die Stadtgeschichte, die Sozialgeschichte und die
Religionsgeschichte vor Ort. Diese Wechselwirkungen sind es, die im Rahmen von (Um-)
Nutzungsüberlegungen, Gemeindefusionen und -entwicklungen wichtige Anhaltspunkte
geben können.

Ex 20: Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche – lebendige Geschichte und Gegenwart
Leitung: Katharina Schröter-Vastano, Baureferentin, und Pf. Martin Germer

Die 1895 geweihte Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, ein neoromanischer Bau von Franz
Schwechten (1841–1924) wurde bis auf das Turmsegment zerstört – Egon Eiermann
(1904–1970) oblag es, einen Ort zu schaffen, der das Gedächtnis auf neue Art und Weise
in den Bau integriert und für die Gegenwart lebendig macht. Mit dem gerasterten,
oktogonalen Kirchenschiff, eingefasst von 20.000 blaufarbigen Glasfenstern von Gabriel
Loire (1904–1996), und der schwebenden Christusfigur von Karl Hemmeter (1904–1986)
ist das gelungen. Die Kirche ist Publikumsmagnet und spirituelles Zentrum zugleich.
24 Stadtexkursionen
11.9.2025: Willkommens-Tag 14

Ex 21: Stephanuskirche Berlin-Gesundbrunnen – auf dem Weg zu neuer Lebendigkeit
Leitung: Pfarrerin Johanna Hestermann

Die Stephanuskirche im Soldiner Kiez im Stadtteil Gesundbrunnen ist eine markante
Eckbebauung im Stil der Neogotik von Adolf Bürckner (1846–1932), seinerzeit Mitarbeiter
der Kirchenbau-Abteilung im preußischen Kultusministerium. Der 76 Meter hohe Turm ist
ein weithin sichtbares Wahrzeichen des Viertels. Ab 2025 wird das denkmalgeschützte
Gebäude saniert und im Hinblick auf eine erweiterte Nutzung neu konzeptioniert. Für die
Kirche soll ein neuer Träger gefunden und die bisherige Nutzung für soziale Zwecke sowie
Kunst und Kultur geöffnet werden. Wie kann das gelingen?

Ex 22: Heilig-Kreuz-Kirche – offene Kirche für die Stadt mit besonderem Konzept
Leitung: Dipl.-Ing. Herbert Rebel und Pfarrerin Dörthe Gülzow

Die Heilig-Kreuz-Kirche mit dem markanten Vierungsturm wurde 1885 bis 1888 von
Johannes Otzen (1839–1911) als neogotischer Bau errichtet. In den 1990er Jahren wurde
sie von der Architektengruppe am Wassertorplatz (Heinrich Burchard, Uwe Evers,
Wolfgang Göschel, Herbert Rebel, Joachim von Rosenberg) umfassend umgebaut:
Der Gottesdienstraum kann für Veranstaltungen genutzt werden, daneben entstanden
Büroräume und ein Café. Die Gemeinde engagiert sich für Arme und Geflüchtete und neue
Gottesdienstkonzepte. Sind die verschiedenen Nutzungen miteinander kompatibel? Ist
das Konzept aufgegangen?

Ex 23: Genezarethkirche – Kirchenraum neu aufgeschlossen
Leitung: Pf. Moritz Kulenkampff und Nehemia Turban (studio karussell)

Die 1905 geweihte Genezarethkirche ist ein am Eisenacher Regulativ orientierter
Bau von Franz Schwechten (1841–1924), der wenige Jahre zuvor die Kaiser-Wilhelm-
Gedächtniskirche errichtet hatte. 2002 schuf Anna Franziska Schwarzbach (*1949) ein
eindrückliches Kruzifix für diese Kirche. 2021 gestaltete das Berliner studio karussell die
Kirche um. Ziel war es, den Kirchraum zum Kiezmittelpunkt zu machen. Mit geringem
Budget kamen neue Farben, Stoffe und leichte Einbauten zum Einsatz und ermöglichen
heute neben Gottesdiensten genauso Dinnerpartys, Konzerte und andere kulturelle
Veranstaltungen. Das funktioniert?!

Ex 24: Campus Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg – auf dem Weg zur neuen Mitte
Leitung: Ajna Nickau (Ev. Immobilienwerk) und Superintendent Michael Raddatz

Der Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg besteht aus 15 sehr unterschiedlichen
Ortsgemeinden und einer virtuellen Gemeinde mit verschiedenen Schwerpunkten
und Aufgaben. Der Campus des Kirchenkreises – 1965/66 nach einem Entwurf von
Ewald Bubner (1932–2021) errichtet – soll im Werkstattverfahren zur »neuen Mitte
Tempelhof« entwickelt und angepasst werden. Wie lässt sich das in der Verantwortung
für den Bestand und mit Blick in die Zukunft praktisch realisieren? Vor dem Hintergrund
notwendiger Wirtschaftlichkeit stehen Gegebenheiten und Ideen auf dem Prüfstand.