

Zeitschriften und Magazine
2000 bis 2009
Das Münster (2008): Räume zur Disposition?
Das Münster, Zeitschrift für christliche Kunst und Kunstwissenschaft, Heft 1/2008,
Regensburg, 2008
Gothe, Kerstin (Hg.) (2008): Kirche und Quartier.
Forum Stadt, Vierteljahreszeitschrift für Stadtgeschichte, Stadtsoziologie, Denkmalpflege und Stadtentwicklung, Jahrgang 35 (3/2008),
Esslingen, 2008
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Zeitschriften und Magazine
2010 bis 2019
Baukultur Nordrhein-Westfalen (2019): Kirchenumbau.
Baukultur Nordrhein-Westfalen, Heft 3,
Gelsenkirchen, 2019
https://baukultur.nrw/publikationen/magazin-kirchenumbau/
Das monothematische Magazin versammelt Stimmen aus unterschiedlichen Professionen zum Umgang mit leerstehenden Kirchen und zeigt Lösungsansätze für kooperative Prozesse und neue Nutzungsperspektiven auf.
Das Münster (2019): Ausstattung heimatlos?
Das Münster, Zeitschrift für christliche Kunst und Kunstwissenschaft, Heft 3/2019,
Regensburg, 2019
Die Ausgabe beschäftigt sich mit der Frage, was mit sakraler Ausstattung passiert, wenn Kirchen profaniert, geschlossen oder baulich verändert werden – und wie die bildende Kunst im kirchlichen Kontext in Zeiten des Wandels ihre „Heimat“ verliert oder neu findet.
Gallhoff, Joachim und Keller, Manfred (Hg.) (2015): Erweiterte Nutzung von Kirchen. Neue Modelle mit kirchlichen und weltlichen Partnern.
Initiative Kirche öffnen und erhalten, Arbeitshilfen und Materialien, Heft 3,
Berlin, 2015, ISBN 978-3-643-13134-8
Gothe, Kerstin und Gürtler Berger, Theresia (Hg.) (2012): Kirchenräume neu denken.
Forum Stadt, Vierteljahreszeitschrift für Stadtgeschichte, Stadtsoziologie, Denkmalpflege und Stadtentwicklung, Jahrgang 39 (4/2012),
Esslingen, 2012
2012-4 Forum Stadt.indb
Die Ausgabe konzentriert sich auf die Herausforderung, Kirchenräume in einer sich wandelnden Gesellschaft neu zu denken – städtebaulich, kulturell und funktional. Sie dokumentiert Beiträge der gleichnamigen Fachtagung des Forum Stadt – Netzwerk historischer Städte e.V. in Rottweil im Mai 2012.
kunst und kirche (2015): Kirchenumnutzungen. Der Blick aufs Ganze.
Heft 04/2015,
Freiburg, 2015
Kirchenumnutzungen gibt es, seit es Kirchen gibt. Sie sind Ausdruck eines Wandels der Gesellschaft, dem sich die Institution Kirche nicht entziehen kann. Einen Umgang damit zu finden, verlangt einen Blick aufs Ganze, so die These des Ersten Schweizer Kirchenbautags, der am 21. August 2015 in Bern stattfand. Die Beiträge in diesem Heft, die auf den Vorträgen der Tagung basieren, diskutieren Kirchenumnutzungen aus einer kirchlichen, denkmalpflegerischen, theologischen, städtebaulichen, politischen, rechtlichen, volkswirtschaftlichen und soziologischen Perspektive.
Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege (2013): KirchenRÄUMEn. Zukunftsperspektiven für die Nutzung von Sakralbauten.
Tagung 7.-8. Juni 2013, architekturforum oberösterreich, Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege, Band 67 (3-4/2013),
Horn, 2013
Der Blick über die Grenzen zeigt, dass der Erhalt von Sakralräumen immer wieder viele Fragen aufwirft. Das Symposium kirchenRÄUMEn. Zukunftsperspektiven für die Nutzung von Sakralbauten nahm sich mit internationalen Referent:innen dieser Fragestellung an.

Zeitschriften und Magazine
2020 bis 2029
Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne in Nordrhein-Westfalen (2025): Von der Andacht zum Alltag – Kirchliche Immobilien im Wandel.
Journal, Handreichung für Kommunen,
Lemgo, 2025
https://www.hso-nrw.de/fileadmin/media/documents/Dokumente_AG/Kirchen-Journal_Web.pdf
Die Publikation im Zeitungsformat begleitet die Dialogveranstaltungen 2025 zur Umnutzung kirchlicher Immobilien. Sie beleuchtet die Rolle von Kommunen im Transformationsprozess und versammelt Praxisbeispiele und Beiträge aus verschiedenen Perspektiven vom Kirchenimmobilienverband über die untere Denkmalbehörde bis hin zum Eigentümer.
Die Denkmalpflege (2023): Thema: Kirchen neu nutzen.
Die Denkmalpflege, Wissenschaftliche Zeitschrift der Vereinigung der Denkmalfachämter in den Ländern, Band 81 (2/2023),
Berlin, 2023
kunst und kirche (2025): Leere und Fülle. Gegenwart und Zukunft der Kirchengebäude.
Heft 1-2/2025,
Freiburg, 2025

Beiträge in Zeitschriften und Magazinen
2000 bis 2009
Berkemann, Karin und Ludwig, Matthias (2003): Wenig Geld – viele Chancen. Zur künftigen Nutzung (nicht nur) evangelischer Kirchen.
In: Das Münster, Zeitschrift für christliche Kunst und Kunstwissenschaft, Heft 56 (2/2003),
Regensburg, 2003 (S. 198-213)
Berkemann, Karin (2006): Kirchliche Räume (neu) gestalten. Erfahrungen und Perspektiven aus der Beratungspraxis.
In: Pastoraltheologie, Monatsschrift für Wissenschaft und Praxis in Kirche und Gesellschaft,
Wien/Köln, 2006 (S. 425-439)
Lienhardt, Conrad (2006): Pastoralökonomie und Kirchenbau.
In: Tà katoptrizómena, Das Magazin für Kunst Kultur Theologie Ästhetik, Heft 42,
Hagen, 2006
Magazin für Theologie und Ästhetik – Heft 42 – Conrad Lienhardt: Pastoralökonomie und Kirchenbau
Orth, Stephan (2008): Schwierige Transformation. Die Umnutzung von Kirchen ist in der Diskussion.
In: Herder Korrespondenz, Heft 3/2008,
Freiburg im Breisgau, 2008 (S. 623-628)

Beiträge in Zeitschriften und Magazinen
2010 bis 2019
De Wildt, Kim mit Rademacher, Martin und Krech, Volhard und Löffler, Beate und Sonne, Wolfgang (2019): Transformations of ‚Sacredness in Stone‘: Religious
Architecture in Urban Space in 21st Century Germany. New Perspectives in the Study of Religious Architecture.
In: religions, MDPI, Heft 10/2019,
Basel, 2019 (S. 602/1- 602/16)
Der Artikel untersucht, wie sich religiöse Architektur in Deutschland seit 1990 im Kontext von Umnutzung, Neubau und Abriss verändert hat, insbesondere bei Kirchen, Moscheen und Synagogen. Dabei werden die Gestaltung, Positionierung und Wirkung der Gebäude im urbanen Raum analysiert, um ihre Bedeutungen für Gläubige und städtische Räume zu verstehen. Ziel ist es, durch die vergleichende Betrachtung neue Perspektiven auf die Rolle religiöser Architektur in modernen, multireligiösen Städten zu eröffnen.
De Wildt, Kim (2019): Synagogues and Churches. The Transformation of the Religious Cityscape in Germany since 1990.
In: bfo-Journal, Heft 5/2019,
Bern, 2019 (S. 40-60)
bfo_journal_5.2019_de-wildt.pdf
Seit der Wiedervereinigung Deutschlands hat sich die religiöse Topographie des Landes stark verändert. Während Synagogen und Moscheen errichtet werden, und in einigen Fällen auch Kirchen, befinden sich letztere häufig im Prozess der Umnutzung oder des Abrisses. In diesem Beitrag werden einige dieser aktuellen architektonischen Transformationen als Phänomene analysiert, die die religiöse Zusammensetzung der zeitgenössischen deutschen Gesellschaft kennzeichnen.
Gärtner, Stefan (2019): Liturgische Räume als historische Lernorte – am Beispiel der niederländischen Kirchengeschichte der Neuzeit.
In: Liturgisches Jahrbuch, Vierteljahreshefte für Fragen des Gottesdienstes, Heft 2/2019,
Trier, 2019
Gerhards, Albert (2018): Alte Kirchen versilbern? Umnutzung von Sakralgebäuden.
In: Herder Korrespondenz, Heft 1/2018,
Freiburg im Breisgau, 2018 (S. 40-43)
Umnutzung von Sakralgebäuden: Alte Kirchen versilbern?
Albert Gerhards beschreibt, wie aus dem Problem vieler leerstehender Kirchen seit den 1990er-Jahren ein wachsender Markt für ihre kommerzielle Umnutzung geworden ist, etwa als Co-Working-Space oder Veranstaltungsort, und warnt davor, sakrale Gebäude zu schnell aus kirchlicher Hand zu geben. Gleichzeitig betont er, dass trotz neuer Nutzungsformen der sakrale Charakter und gesellschaftliche Wert dieser Räume erhalten bleiben sollten und alternative, gemeinschaftsnahe Modelle der Nachnutzung stärker berücksichtigt werden müssen.
Jarlert, Anders (2018): De-sacralisation and new „Sacralisation” of religious buildings.
In: Kirchliche Zeitgeschichte, Band 31 (2),
Göttingen, 2018 (S. 390-397)
Potz, Petra (2019): Starker Partner im Quartier.
In: zeitzeichen, Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft, Heft 12/2019,
Berlin, 2019 (S. 32–33)
https://www.location3.de/wp-content/uploads/Potz_zeitzeichen_12-2019.pdf
Petra Potz beschreibt Kirchen als oft unterschätzte Akteure der Quartiersentwicklung, die über Gebäude, Netzwerke und soziale Erfahrung verfügen. Angesichts gesellschaftlicher Veränderungen plädiert sie dafür, diese Ressourcen aktiv für neue Formen von Nachbarschaft, Teilhabe und Kooperation zu nutzen, um lebendige und solidarische Stadtquartiere zu fördern.
Schäfer, Eva (2016): Kirchenumnutzung – eine anspruchsvolle Aufgabe.
In: Heimatschutz / Patrimoine, Band 111 (2/2016),
Zürich, 2016 (S. 18–19)
https://doi.org/10.5169/seals-658118
Eva Schäfer erläutert, dass Umnutzungsprozesse von Kirchengebäuden aufgrund ihres symbolischen, kulturhistorischen und denkmalpflegerischen Werts besondere Anforderungen stellen und nicht mit anderen Baugattungen vergleichbar sind. Anhand von Erfahrungen aus dem Ausland und mit Blick auf die Schweiz zeigt sie, dass Kirchenumnutzungen oft langwierig und konfliktträchtig sind, aber bei sorgfältiger Abwägung ein wichtiges Instrument zum Erhalt dieser Baudenkmäler sein können.
Stückelberger, Johannes (2016): Transformation städtischer Sakraltopographien. Wie wird es mit den Kirchen weitergehen?
In: Praktische Theologie, Zeitschrift für Praxis in Kirche, Gesellschaft und Kultur, Heft 51 (1/2016),
Gütersloh/München, 2016 (S. 6-11)

Beiträge in Zeitschriften und Magazinen
2020 bis 2029
Bergt, Elke (2022): Die Kirchen auf dem Land. Zukunftsorte oder Lost Places?
In: Das Münster, Zeitschrift für christliche Kunst und Kunstwissenschaft, Heft 75 (2/2022),
Regensburg, 2022 (S. 123-130)
Berkemann, Karin (2022): Was von uns bleibt. Orte der Öffentlichkeit und ihre pastoraltheologischen Potenziale.
In: Pastoraltheologie, Monatsschrift für Wissenschaft und Praxis in Kirche und Gesellschaft, Band 111 (7/2022),
Wien/Köln, 2022 (S. 301-318)
Im Sinne der Öffentlichen Theologie definiert der Beitrag historische Kirchenbauten als Orte der Öffentlichkeit. Damit gehören sie allen und alle sind für ihren Erhalt verantwortlich. Dieser Gemeinschaftscharakter wird am Begriff des Kulturerbes entfaltet: Was Menschen sinnstiftend geschaffen und gedeutet haben, muss sich jede Generation neu aneignen. Anhand von Praxisbeispielen aus der kirchlichen Kulturerbe-Arbeit werden zuletzt drei pastoraltheologische Potenziale herausgearbeitet – Multiperspektivität, Partizipation und Transformation.
Bresgott, Klaus-Martin (2026): Von Seele und Substanz im Hier und Heute. Modellhafte Kirchbau-Transformation in Stadt und Land.
KUNST-und-KIRCHE_BEITRAG-Berlin-Dresden_2026-02_KMB.pdf
In: kunst und kirche, Heft 2/2026,
Freiburg, 2026 (S. 36-41)
Bresgott, Klaus-Martin (2025): „Wirklichkeiten und Wege“ – Der Kirchbautag war wieder in Berlin.
In: kunst und kirche, Heft 4/2025,
Freiburg, 2025 (S. 54-57)
Bresgott, Klaus-Martin und Keller, Claudia (2025): Wir haben Platz, wer hat Ideen?
In: chrismon, Das Evangelische Magazin, Heft 9-10/2025,
Frankfurt am Main, 2025 (S. 66-71)
Kirchengemeinden schrumpfen, Gebäude werden nicht mehr gebraucht. Wie Kirchen neu aufleben können, weiß der Kunsthistoriker Klaus-Martin Bresgott.
Deeg, Alexander und Menzel, Kerstin (2021): Für Soziales (um)genutzt. Wie diakonische Projekte neues Leben in alte Kirchengebäude bringen.
In: zeitzeichen, Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft, Heft 12/2021,
Berlin, 2021 (S. 46-48)
Viele Kirchengebäude sind zu groß geworden für schrumpfende Gemeinden. Doch wenn diakonische Projekte in die Kirchen einziehen, entstehen neue lebendige Orte, die auch die Profilbildung in der Diakonie unterstützen, meinen Kerstin Menzel und Alexander Deeg vom Institut für Praktische Theologie der Universität Leipzig. Sie stellen einige Beispiele dafür vor.
Deeg, Alexander (2022): Zwischen-Räume: Wir – Ich – die Anderen. Zu gegenwärtigen Transformationsdynamiken sakraler Räume zwischen Entgrenzungen und Grenzziehungen.
In: Theologie der Gegenwart, Band 65 (4/2022),
Erfurt, 2022 (S. 285-301)
Microsoft Word – ThG 4_2022_19.12.2022
Der Beitrag von Alexander Deeg beschäftigt sich mit der Transformation sakraler Räume in der gegenwärtigen Kirche. Er entwickelt eine theologische Perspektive darauf, wie Kirchenräume heute verstanden, erlebt und genutzt werden – insbesondere im Spannungsverhältnis zwischen Abgrenzung und Öffnung, und wie sie als Räume für das Gemeinschafts-„Wir“, das individuelle „Ich“ und die „Anderen“ außerhalb der kirchlichen Gemeinschaft fungieren können.
De Wildt, Kim (2020): Ritual Void or Ritual Muddle? Deconsecration Rites of Roman Catholic Church Buildings.
In: religions, MDPI, Band 11 (10/2020),
Basel, 2020
Geiser, Ellen (2023): Möglichkeiten-Eröffnen als pastoraltheologische Praktik. Überlegungen im Anschluss an Judith Butler.
In: Zeitschrift für Pastoraltheologie, Band 43 (2/2023),
Münster, 2023 (S. 57-66)
Gerhards, Albert (2022): Transformation von Kirchengebäuden.
In: Lebendige Seelsorge, Band 73 (2/2022),
Würzburg, 2022 (S. 115-119)
Gerhards, Albert (2022): Die Zukunft der Kirchengebäude. Zu einem Forschungsprojekt „Sakralraumtransformation“.
In: Liturgisches Jahrbuch, Vierteljahreshefte für Fragen des Gottesdienstes, Band 72 (1/2022),
Trier, 2022
Hillger, Andreas (2025): Wirklichkeiten und Wege.
In: zeitzeichen, Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft, zeitzeichen-Serie I-IV,
Berlin, 2025, Februar (S. 47-48), März (S. 50-51), April (S. 50-51), Mai (S. 50-51)
zeitzeichen_2025-Feb-Mai_Transformation Kirchen_Hillger.pdf
In der vierteiligen zeitzeichen-Serie befasst sich der Andreas Hillger mit den Themen des Kirchbautags 2025 in Berlin. So berichtet er über die Kirchenbaulandschaft Thüringens, das Glaskunst-Projekt „Lichtungen“ in Sachsen-Anhalt, die Stadtpfarrkirche im brandenburgischen Müncheberg als Beispiel gemeinschaftlicher Nutzung und die Kirchenlandschaft Mühlhausens, die wegen vielfältiger Kirchennutzung als Musterkatalog für Umnutzungen betrachtet werden kann.
Hillger, Andreas (2026): Kleine Kirchen im großen Kaufhaus.
„Seele und Substanz“ in Dessau. Ausstellung vor dem Thementag Kirchbau. Serie (1/3) zum Thementag Kirchbau 2026 des Kulturbüros des Rates der EKD.
In: zeitzeichen. Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft. Webversion. Z(w)eitzeichen. 04.05.2026
Hillger, Andreas (2026): Platz und Sinn stiften.
Die Naumburger Dombaumeisterin Regine Hartkopf über bunte Fenster und graue Energie. Serie (2/3) zum Thementag Kirchbau 2026 des Kulturbüros des Rates der EKD.
In: zeitzeichen. Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft. Webversion. Z(w)eitzeichen. 26.05.2026
Hillger, Andreas (2026): Alles auf Gelb.
Der erste „Thementag Kirchbau“ der EKD diskutierte in Dessau das Verhältnis von „Seele und Substanz“.. Serie (3/3) zum Thementag Kirchbau 2026 des Kulturbüros des Rates der EKD.
In: zeitzeichen. Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft. Webversion. Z(w)eitzeichen. 22.06.2026
Hoepfner, Bernd (2020): Kirchen im Ausverkauf?
In: im immobilienmanager, Heft 11-12/2020,
Köln, 2020
Der Autor plädiert für ein innovatives Portfoliomanagement der kirchlichen Immobilien. Dazu gehören eine gründliche Bestandsanalyse, die Kategorisierung der Gebäude nach Nutzung, Zustand und Wirtschaftlichkeit sowie klare strategische Entscheidungen. Auf dieser Basis sollen frühzeitig tragfähige Nutzungs- und Verwertungskonzepte entwickelt werden, statt Einzelentscheidungen unter Zeitdruck zu treffen.
Köster, Norbert (2025): Ein Himmelsdach über dem Alltag. Kirchengebäude als christliches Kulturerbe.
In: Herder Korrespondenz, Heft 5/2023,
Freiburg im Breisgau, 2025 (S. 49-51)
Das 2024 veröffentlichte „Kirchenmanifest“ hat eine Debatte darüber ausgelöst, inwieweit Kirchenbauten als Kulturerbe zu erhalten sind und wie man mit ihnen in säkularen Gesellschaften umgehen sollte. Köster plädiert dafür, die strikte Trennung zwischen Sakral- und Säkularraum zu überwinden und die Nutzung von Kirchen für unterschiedliche Alltags- und Gemeinwohlzwecke zuzulassen, statt sie ausschließlich auf fromme Funktionen zu beschränken.
Lange, Jannika und Paul, Stephen (2025): „Fischen ist die Werkstatt des WEG-Rechts“.
In: AIZ – Das Immobilienmagazin, Heft 9/2025,
Berlin, 2025 (S. 48-49)
Seit mehr als 50 Jahren gilt das Fachgespräch des eid Evangelischer Immobilienverband Deutschland in Fischen als die „Werkstatt des Weg-Rechts“. Dieses Jahr steht das Thema „5 Jahre WEMoG – eine Zwischenbilanz“ im Fokus. Im Interview spricht eid-Geschäftsführerin Jannika Lange über die Bedeutung der Tagung, die kirchliche Immobilienwirtschaft und die Herausforderungen beim Umgang mit den Immobilien in Gemeinden und Kirchenkreisen – und wie Makler und Verwalter unterstützen können.
Lieb, Stephanie (2021): Vom Konzertsaal ins Kirchenschiff. Die wunderbare Metamorphose einer Walcker-Orgel.
In: Das Münster, Zeitschrift für christliche Kunst und Kunstwissenschaft, Heft 74,
Regensburg, 2021 (S. 222-229)
Lieb, Stefanie (2023): Kirche, Kita, Kolumbarium. Sakralraumtransformationen.
In: Herder Korrespondenz, Heft 7/2023,
Freiburg im Breisgau, 2023 (S. 34-37)
Der Transformation von Kirchengebäuden müssen sich immer mehr Gemeinden stellen. Sie sollten dabei von Bedürfnissen vor Ort ausgehen und die Gesellschaft mit einbeziehen: Resonanzräume sind mehr gefragt denn je.
Lieb, Stephanie (2023): „Das Zerbrochene und Verwundete aufzuheben und es lieben zu lernen…“ Kirchenruinen als Orte der Transformation.
In: Das Münster, Zeitschrift für christliche Kunst und Kunstwissenschaft, Heft 76 (3/2023),
Regensburg, 2023 (S. 166-171)
Lieb, Stephanie (2024): „Gott wohnt auch im Bimsbeton“. Der Diskurs zum Sichtbeton als Ausdrucksträger im Kirchenbau der 1950er bis 70er Jahre.
In: Berliner Theologische Zeitschrift, Band 41 (1/2024),
Berlin, 2024 (S. 110-126)
Lieb, Stefanie (2023): Sakralraumtransformation. Überlegung zu Umnutzung von Kirchenbauten.
In: Aus Politik und Zeitgeschichte, Heft 39/2023,
Bonn, 2023
Sakralraumtransformation | Kirche in Deutschland | bpb.de
Lieb beschreibt, wie Kirchengebäude infolge von Säkularisierung und Mitgliederschwund zunehmend umgenutzt oder aufgegeben werden. Er zeigt, dass solche Veränderungen historisch nicht neu sind, heute jedoch stark zunehmen. Dabei diskutiert der Beitrag die Spannungen zwischen theologischer Bedeutung, architektonischer Gestaltung und Denkmalschutz und plädiert dafür, Kirchen als kulturell und sozial bedeutsame Räume verantwortungsvoll weiterzuentwickeln.
Menzel, Kerstin (2023): Die Kirche offen lassen.
In: kunst und kirche, Heft 4/2023,
Freiburg, 2023 (S. 20-23)
Menzel, Kerstin (2023): Ausgeräumt. Eine kleine Typologie von Kirchenräumen ohne Kirchenbänke.
In: Das Münster, Zeitschrift für christliche Kunst und Kunstwissenschaft, Heft 76,1 (2023),
Regensburg, 2023 (S. 38-43)
Plum, Robert J. J. M mit de Wildt, Kim und Gerhards, Albert (2020): Sakralraumtransformation Über die Verortung und das Relationale des Sakralen. Auf der Suche nach einem progressiven Begriff von Ort des Sakralen.
In: Tà katoptrizómena, Das Magazin für Kunst Kultur Theologie Ästhetik, Heft 124,
Hagen, 2020
Sakralraumtransformation. Über die Verortung und das Relationale des Sakralen: auf der Suche nach einem progressiven Begriff von Ort des Sakralen
Plum, Robert und Gerhards, Albert (2021): Stadt und Religion. Ansätze zu einer Theologie des Wohnens.
In: Forum Wohnen und Stadtentwicklung, Heft 1/2021,
Berlin, 2021 (S. 7-11)
Rammelmeier, Maria (2025): Revitalising Rural Areas: Churches as Cultural
Hubs for Youth Engagement and Spatial Transformation.
In: Rural Theology, International, Ecumenical and Interdisciplinary Perspectives, Heft 23 (2/2025),
London, 2025 (S. 126-142)
Der Artikel untersucht, wie in ländlichen Regionen Kirchenräume jenseits klassischer Gottesdienste als kulturelle Treffpunkte für junge Erwachsene genutzt werden und so zur Stärkung des sozialen Raums beitragen. Anhand einer Thüringer Initiative zeigt die Studie, wie junge Menschen Kirchen für kulturelle und gemeinschaftliche Projekte öffnen, welche Bedingungen solche Transformationen begünstigen und welche Herausforderungen dabei bestehen. Dabei betont sie die Rolle junger Akteur:innen als Initiator:innen, Netzwerkende und Brückenbauer:innen zwischen kirchlicher Tradition und neuem Engagement.
Rammelmeier, Maria und Lehmann, Antonia (2025): Kultur unterm Kirchturm?
In: LandInForm, Magazin für Ländliche Räume, 2/2025,
Bonn, 2025 (S. 44-45)
Der Artikel beschreibt das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Kultur unterm Kirchturm“, das untersucht, wie Kirchenräume in ländlichen Regionen Deutschlands als Orte für Kultur und Regionalentwicklung genutzt werden können. Die Wissenschaftlerinnen analysieren hierfür qualitative Daten, Interviews und Netzwerkstrukturen, um Gelingens‑ und Hemmungsfaktoren für kulturelle Nutzungskonzepte herauszuarbeiten, und zeigen, dass erfolgreiche Initiativen dort entstehen, wo Kirche aktiv mit Kulturakteuren kooperiert und lokale Netzwerke stärkt.
Schmidt, Adalbert und Schiemann, Karl (2022): Kirchliche Baudenkmale – Kulturelles Erbe auf einem steinigen Weg in die Zukunft.
In: Kirche & Recht, Zeitschrift für die kirchliche und staatliche Praxis & Beihefte, Band 28 (2/2022),
Münster, 2022 (S. 176-190)
Die christlichen Kirchen in Deutschland sind sich ihrer Mitverantwortung zur Bewahrung ihres großen kulturellen Erbes bewusst. Aber ihr gemeinsamer Bestand an kirchlichen Gebäuden geht weit über den künftigen pastoralen Bedarf hinaus. Dabei sind angemessene Folgenutzungen zum Teil deutlich erschwert, weil insbesondere der größte Teil der Kirchen unter Denkmalschutz steht. Dies führt für die kirchlichen Eigentümerinnen und Eigentümer zugleich zu erheblichen Problemen bei der Unterhaltung bestehenbleibender Gebäude. Die Zusammenarbeit zwischen staatlichen und kirchlichen Denkmalbehörden ist sehr unterschiedlich und bisweilen problematisch. Zudem reklamieren große Teile der Gesellschaft wie auch der Politik wegen des ortsbildprägenden Charakters von Kirchen ein öffentliches Interesse und ein Beteiligungsrecht. Ein zukunftstauglicher Denkmalschutz kann mit Blick auf die Dimension der Veränderungen im kirchlichen Immobilienbestand nur auf Augenhöhe und in gemeinsamer Verantwortung von Staat und Kirche gelingen. Daher bedarf er einer verwaltungsrechtlichen Weiterentwicklung von der bisherigen Über- und Unterordnung hin zu einem partnerschaftlichen und konsensualen Miteinander in einem eigenen Einigungsverfahren.
Schramm, Steffen (2023): Kirchentheorie in Stein (I). Warum es schwer fällt, sich von Gebäuden zu trennen, und die Aufgabe eine andere ist.
In: Deutsches Pfarrerinnen- und Pfarrerblatt, Heft 1/2023,
Berlin 2023, (S. 5-10)
pfarrerverband.de – Archiv
Steffen Schramm zeigt, dass der große kirchliche Gebäudebestand vor allem Ergebnis historischer Kirchenkonzepte ist, die auf Wachstum setzten und ihre jeweilige Vorstellung von Kirche baulich verankerten. Weil Gebäude nicht neutral, sondern Ausdruck gelebter Kirchenbilder sind, fällt ihr Abbau so schwer – doch angesichts von Mitglieder-, Finanz- und Personalrückgang braucht es weniger eine bloße Verwaltungsoptimierung als vielmehr eine grundlegende Erneuerung des Kirchenkonzepts.
Schramm, Steffen (2023): Kirchentheorie in Stein (II). Warum es schwer fällt, sich von Gebäuden zu trennen, und die Aufgabe eine andere ist.
In: Deutsches Pfarrerinnen- und Pfarrerblatt, Heft 2/2023,
Berlin 2023, (S. 87-97)
pfarrerverband.de – Archiv
Der Artikel von Steffen Schramm argumentiert, dass die aktuellen kirchlichen Gebäude- und Gemeindekonzepte aus den 1960er Jahren angesichts tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen nicht mehr tragfähig sind und daher nicht nur eine ressourcenbedingte Verkleinerung, sondern eine auftragsorientierte Reform mit neuem Kirchenverständnis nötig ist. Gebäude sollen dabei nicht primär erhalten oder verwaltet, sondern im Rahmen eines integrierten, theologisch reflektierten Entscheidungsprozesses so genutzt, umgestaltet oder aufgegeben werden, dass sie dem kirchlichen Auftrag und dem Sozialraum bestmöglich dienen.
Seip, Jörg (2024): Versuch über die Leere. Zum Mangel der Religion.
In: Lebendige Seelsorge, Band 75 (1/2024),
Würzburg, 2024 (S. 20-23)
Weiß, Johann (2023): Social Impact Investing. Wie man das Potenzial kirchlicher Immobilien ausschöpft.
In: KPMG AG, Real Estate Bulletin, Sonderausgabe Most Aspiring Talents (MATs),
Frankfurt am Main, 2024, (S. 46–51)
https://mat-award.de/wp-content/uploads/2024/02/608740_MAT_Bulletin_2023_SDC_v10_BF.pdf
Der Artikel verdeutlicht, dass kirchliche Immobilien aufgrund ihres umfangreichen Bestands, ihres sozialen Wertegerüsts und ihres baukulturellen Werts großes Potenzial für Social Impact Investing besitzen, das Rendite und gesellschaftliche Wirkung verbindet. Praxisbeispiele machen deutlich, dass sozial orientierte Umnutzungen von Kirchen nachhaltige Quartiersentwicklung und Akzeptanz vor Ort fördern.
Welzel, Barbara (2025): Zukunft und Wandel unserer Kirchen. Kirchen sind Gemeingüter.
In: Heimat Westfalen, Zukunftsort Kirche? – Räume für Wandel und Begegnung, Heft 6/2025,
Münster, 2025 (S. 4-13)
HW_6_25_Internet.pdf
Welzel hebt hervor, dass die zahlreichen Kirchenbauten in Deutschland ein kulturelles und gesellschaftliches Gemeingut darstellen, dessen Erhalt für das kollektive Gedächtnis und den sozialen Zusammenhalt wichtig ist. Angesichts schrumpfender Gemeinden und leerstehender Räume plädiert sie dafür, Kirchen als offene Orte der Begegnung („Vierte Orte“) neu zu denken, die über religiöse Nutzung hinaus als Treffpunkte für Gesellschaft, Kultur und Austausch dienen. Der Schutz und die Weiterentwicklung dieser Bauwerke erfordern eine breite Verantwortungsgemeinschaft von Kirchen, Staat, Zivilgesellschaft und Politik sowie neue Nutzungs- und Trägerschaftsmodelle. Ohne diesen gemeinschaftlichen Ansatz droht der Verlust eines bedeutenden Teils unseres kulturellen Erbes.
