Der 30. Evangelische Kirchbautag
Köln 2022
Mut baut Zukunft – Strukturwandel gemeinsam gestalten

Multimedia-Dokumentation – Mut baut Zukunft
Der 30. Evangelische Kirchbautag in Köln
www.multimedia.ekir.de

Donnerstag, 8. September 2022

12:00-17:00 Uhr Anreise und Anmeldung

15:00-17:00 Uhr Stadterkundungen die Rheinmetropole

18:00 Uhr Eröffnungsgottesdienst in der Trinitatiskirche Prediger: Präses Dr. Thorsten Latzel

Freitag, 9. September 2022

9:00 Uhr MUT-Probe in der Trinitatiskirche
Eröffnung: Stadtsuperintendent Dr. Bernhard Seiger
Begrüßung: Prof. Dr. Dr. Andreas Barner (Präsident des Kirchbautages) und Gudrun Gotthardt (Baudezernentin der EKiR)

9:30 Uhr Bauen für die Gemeinschaft: Architektur, Stadt und Identität
Vortrag: Gerhard Matzig (Süddeutsche Zeitung, leitender Redakteur Feuilleton)
Häuser und Stadträume dienten zu allen Zeiten der Identifikationsstiftung. Für Sakralbauten gilt das in besonderer Weise. Doch auch abseits von prächtigen Kathedralen und futuristischen Signature- Buildings entsprechen Raumzuschreibungen einem menschlichen Grundbedürfnis nach Verortung. Was bedeutet das in einer Ära, da die Welt vielerorts zu Ende gebaut erscheint?

11:00 Uhr Eine Gemeinde erfindet sich neu:
Über die religiöse, soziale und ästhetische Qualität eines Bauprozesses
Vortrag: Susanne Zimmermann (Pfarrerin, Köln-Mauenheim-Weidenpesch)
und Joel Harris (Architekten Harris und Kurrle, Stuttgart)
Die Gemeinde Köln Mauenheim-Weidenpesch hat sich von der alten Erlöserkirche verabschiedet und neu gebaut: eine Hauskirche 3.0, in der verschiedene Nutzungen zusammengeführt werden. Gemeinde und Architektenteam haben gemeinsam einen Prozess gestaltet, der zeigt: Bauen ist Gemeindeaufbau.

14:00-18:00 Uhr Exkursionen zum Thema »Wandel gestalten«

19:00 Uhr Empfang der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) und des Landes NRW – Fahrt auf der MS RheinFantasie
Thema: Stadt am Fluss – Kirche im Fluss
Wie verändert sich Stadt und mit oder in ihr die kirchlichen Räume?
Podiumsgespräch mit der stellvertretenden Ministerpräsidentin Mona Neubaur, Präses Dr. Thorsten Latzel und Oberbürgermeisterin Henriette Reker

Samstag, 10. September 2022

9:00 Uhr Andachten an verschiedenen Orten

9:30-12:00 Uhr Workshops an verschiedenen Orten

14:30-16:30 Uhr Abschluss und Fazit
Abbau – Umbau – Aufbau in der Trinitatiskirche Konzeptionelle Ideen und praktische Erfahrungen
– architektonische und theologische Perspektiven
mit Vera Hartmann (Sauerbruch Hutton Architekten, Berlin)
und Prof. Dr. Jörg Lauster (Ludwig-Maximilians-Universität München)
Moderation: Prof. Dr. Johann Hinrich Claussen (Kulturbeauftragter der EKD)

16:30 Uhr Verabschiedung des Institutes für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart Marburg
durch Prof. Dr. Dr. Andreas Barner (Präsident des Kirchbautages)

18:00 Uhr Verleihung des Preises RaumWunder Kirche
der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa)
der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
Moderation: Ralf Meister (Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers)

Sonntag, 11. September 2022

10:00 Uhr Abschlussgottesdienst in der Kartäuserkirche
Prediger: Prof. Dr. Dr. Andreas Barner (Präsident des Kirchbautages)

optional Teilnahme am Tag des offenen Denkmals in der Stadt Köln

StE 1 Spuren Kölner Protestanten
Die protestantische Geschichte Kölns hat viele besondere Orte, angefangen bei der Trinitatiskirche (1857–1860), dem »protestantischen Dom«, der ersten für den evangelischen Gottesdienst gebauten Kirche innerhalb der Kölner Stadtmauer, bis zur Antoniterkirche (1350-70/1802-05/1946-52), wo 1805 der erste offiziell genehmigte evangelische Gemeindegottesdienst in einer Kirche gefeiert wurde und eines der berühmtesten Werke des Bildhauers, Zeichners und Dichters Ernst Barlach (1870–1938) zu sehen ist.
Leitung: Dagny Lohff (ACT)

StE 2 Zum 100. Geburtstag von Gottfried Leo Böhm: Böhms Kirchen in Köln
Der Kölner Pritzker-Preisträger Gottfried Leo Böhm (1920–2021) hat, ähnlich seinem Vater Dominikus Böhm (1880–1955), eine Vielzahl von Kirchen- und Profanbauten in Köln und Umgebung entworfen. Der Kölner Kunsthistoriker Thomas van Nies zeigt bei dieser Erinnerungstour an einen der außergewöhnlichsten Architekten nach 1945 einige seiner Bauwerke. Beginnend an St. Gertrud führt die Tour weiter zur Pfarrkirche Christi Auferstehung nach Lindenthal und endet an der Kapelle vom Krankenhaus St. Hildegardis.
Leitung: Thomas van Nies (ACT)

StE 3 Kölns Gestaltung der 50er Jahre – leicht, licht und beschwingt
Was ist vom Generalplan zum Wiederaufbau nach 1945 heute noch sichtbar? Vorgestellt werden Planer und Entwerfer wie Rudolf Schwarz, aufgesucht zwei städtebauliche Konzepte: die Hahnenstraße, erste Flanierzeile Deutschlands nach dem Krieg, und die als Nord-Süd-Fahrt autogerecht ausgeführte Achse. Auf weiteren Stationen wie der Kolumba Kapelle wird der Blick auf architektonische Neuschöpfungen und neue Bauaufgaben gelenkt. Wie sind Rückbau, Erweiterung und Umnutzung dieser Bauten in jüngster Zeit gelungen?
Leitung: Dagmar Lutz (ACT)

StE 4 Der Melatenfriedhof – das Gedächtnis der Stadt
Der Melatenfriedhof, erstmals 1243 als »hoff to Malaten« erwähnt, ist der Zentralfriedhof und gleichzeitig der größte Friedhof der innovativen Rheinmetropole. Seit jeher haben die Kölnerinnen und Kölner ein besonderes Verhältnis zum Gedächtnis. Und so, wie zu Lebzeiten Interesse füreinander besteht, geschieht dies auch nach dem Leben. Eine Friedhofswanderung ist hier immer auch erlebte Stadtgeschichte, Kunstgeschichte, Personengeschichte – eben Gedächtnisgeschichte in R(h)einkultur mit Günter Leitner.
Leitung: Günter Leitner (ACT)

StE 5 Barlach-Kunstwerke in der Antoniterkirche
Die Antoniterkirche beherbergt bedeutende Kunstwerke des Bildhauers, Zeichners und Dichters Ernst Barlach (1870–1938). Das »Kruzifix II« (1918), eines seiner bekanntesten Werke, »Der Schwebende« (1927) und »Der lehrende Christus (1931) sind hier zu sehen und werden vorgestellt. Beleuchtet werden verschiedene Aspekte des Werkes Barlachs und dessen Weg nach Köln sowie die Geschichte der Antoniterkirche von der gotischen Bettelordenskirche des Antoniterordens zur ersten protestantischen Kirche in Köln.
Leitung: Engelbert Broich (ACT)

StE 6 Hinterhöfe in der Südstadt – die verborgene Seite der Südstadt
In der Kölner Südstadt gibt es kleine Parkanlagen, grüne Oasen, graue Häuserschluchten und überraschend bunte Aus- und Einblicke zu erforschen, die das besondere Flair dieses »Veedels« ausmachen, bis heute urkölsche Mentalität atmen und so nicht nur eine besondere Stadtlandschaft, sondern auch das bis heute viel besungene wahre Wesen der Rheinmetropole abbilden. Die »Rückseite« der Südstadt wartet mal ganz privat, mal mit Gewerken und Büros oder im Verborgenen schlummernd auf individuelle Entdeckungen.
Leitung: Asja Bölke (ACT)

StE 7 Der Kölner Dom, wie ihn keiner kennt
Der Dom ist eine vollendete gotische Kathedrale. Allerdings stammen nicht alle Bauteile aus dem Mittelalter. Die Fertigstellung erfolgte in der Zeit der industriellen Revolution und erstreckte sich über eine Bauzeit von insgesamt 632 Jahren. Nirgendwo wird dies deutlicher als bei einer Führung über die Dächer des Domes. Dombaumeister Peter Füssenich bringt in einem Rundgang zu außergewöhnlichen Orten im Dom die Baugeschichte, die Arbeiten der Kölner Dombauhütte und die Faszination der gotischen Architektur nahe.
Leitung: Dombaumeister Peter Füssenich

StE 8 Erkundung in den Zwischenräumen der Stadt
Zwischenraumerkundungen im öffentlichen Raum loten die Möglichkeiten und Beziehungen zwischen Synagoge und Kirche, zwischen Sakralräumen und öffentlichem Raum, zwischen Zerstörung und Aufbau, zwischen einst und jetzt, zwischen Jüd:innnen und Christ:innen, zwischen dem Herz der Südstadt, dem Rathenauplatz, und dem 1996 eingeweihten Yitzchak-Rabin-Platz, zwischen Ausgrenzung und Eingrenzung mitten in Köln aus und schärfen die Wahrnehmung für das Fluide zwischen dem Festen.
Leitung: Dorothee Schaper (Melanchthon Akademie)

StE 9 Brutalismus zwischen Finsternis und Helligkeit
Kirchenpädagogische Erkundungen suchen den Resonanzraum – dieser hier ist von besonderer Art: die Kirche Johannes XXIII. (1968/69), errichtet nach Plänen und Entwürfen des Bildhauers Josef Rikus und des Architekten Heinz Buchmann. Die Erfahrung und Deutung von Finsternis und Helligkeit und der Kontext der katholischen Hochschulgemeinde Köln steht in diesem eigenwilligen Sakralraum des Brutalismus im besonderen Fokus. Der kirchenpädagogische Ansatz bringt den Raum und seine Besucher ins Gespräch.
Leitung: Hermann Josef Ohagen (Melanchthon Akademie)

StE 10 Romanische Kirchen in Köln
Die romanischen Kirchen in Köln sind in ihrer beeindruckenden Vielfalt und Gestalt einzigartig. Vom Westwerk von St. Pantaleon, der ältesten Kirche Kölns, bis zum Chor von St. Kunibert bilden sie 250 Jahre innovativer Kirchenbaukunst der Romanik in höchster Qualität ab. Anhand einer Kirche und ihrer stilprägenden Formen und Gestaltungselemente wird gezeigt, wie innovativ diese Kirchen immer wieder auf den neusten gestalterisch-architektonischen Stand gebracht worden sind – bis hin zum Wiederaufbau nach 1945.
Leitung: Dr. Thomas Werner (Stadtkonservator)

StE 11 Archäologisches Quartier MiQua
Das römische Praetorium und das mittelalterliche jüdische Viertel gehören zu den bedeutendsten Bodendenkmälern Kölns. Ihre Spuren unter dem Rathausplatz, die die gesamte Kölner Stadtgeschichte umfassen, wurden in den vergangenen Jahrzehnten umfangreich archäologisch untersucht und sind künftig im MiQua museal erschlossen. Der Rundgang zeichnet die Entwicklung des Viertels nach, erläutert das Museumskonzept und den Museumsneubau mit der Ausstellung zur jüdischen Geschichte Kölns nach 1424 bis heute.
Leitung: Dr. Thomas Otten (Museumsdirektor des MiQua)

StE 12 Kronleuchtersaal – Kanalbesichtigung
Der mit der Industrialisierung einhergehende Bevölkerungsanstieg führte Ende des 19. Jahrhunderts zur Erweiterung der Kanalisation im preußischen Cöln. Als Kernstück der Anlage entstand unter dem Theodor-Heuss-Ring ein bis heute genutztes Vereinigungsbauwerk mit Regenüberlaufkante. Für seine Einweihung wurden 1890 Kronleuchter installiert, die dem Bauwerk seinen Namen gaben. Der bis heute erhaltene unterirdische Saal gilt in seiner ausgereiften Form als Zeugnis brillanter Ingenieursplanung seiner Zeit.
Leitung: Stefan Schmitz (Stadtentwässerungsbetriebe Köln)

StE 13 Der protestantische Dom – die Trinitatiskirche öffnet ihre Türen
Die Kölner Trinitatiskirche, der »protestantische Dom« inmitten vieler altehrwürdiger katholischer Kirchen, hat eine im Gegensatz zu ihren vielfach romanischen Geschwistern relativ kurze, aber nicht weniger lebendige und detailreiche Geschichte. Während des Streifzugs durch die protestantische Geschichte der Domstadt stehen sowohl die 1857–1860 im Stil des Klassizismus errichtete Basilika als architektonisches Kleinod als auch die Klangmöglichkeiten der 2010 eingebauten Konzertorgel im Mittelpunkt.
Leitung: Wolf-Rüdiger Spieler

StE 14 Die Kölner Zentralmoschee aus Sicht ihres Architekten
Die Kölner DİTİB-Zentralmoschee (2009–2018) thront mit ihrer riesigen, symbiotisch Tradition und Moderne verbindenden Kuppel und den beiden Minaretten unübersehbar am Eingang von Köln-Ehrenfeld. Die gewaltigen, konzentrisch angeordneten Sichtbetonschalen des Baus bergen einen weiten, hellen Innenraum. Architekt Paul Böhm (*1959) selbst führt durch die Moschee. Der Innenraum wird auf Socken betreten; Besucher:innen tragen bitte eine Kopfbedeckung.
Leitung: n.n. – www.koelnarchitektur.de

StE 15 Die Kölner City: Alt trifft neu
Rund um den alles überragenden Dom und entlang der historischen Hauptachsen der Innenstadt stehen neue und besondere Bauprojekte der vergangenen zwanzig Jahre im Fokus, darüber hinaus aktuelle Planungen, die mit Spannung erwartet und heiß diskutiert werden. Eine Vielzahl von unterschiedlichen Konzepten zur »Vermählung« des historischen Erbes mit der zeitgenössischen Architektur steht zur Diskussion. Die Route führt von der Domumgebung über die »via culturalis« zum Erzbischöflichen Museum Kolumba (Außenbesichtigung).
Leitung: n.n. – www.koelnarchitektur.de

StE 16 Architektur des Wiederaufbaus
Rudolf Schwarz war nach dem 2. Weltkrieg Generalplaner der Stadt Köln und spielte damit eine wichtige Rolle für die städtebauliche Entwicklung der Innenstadt. »Über Grenzen hinweg denken, um vielleicht zum Allereinfachsten zu kommen« beschrieb Schwarz sein Konzept für das ehemalige Wallraf-Richartz-Museum (heute MAKK). Damit scheint die Baukunst der 50er Jahre treffend beschrieben. Was ist vom Geist der Wiederaufbauzeit, den Bauten und Planideen geblieben? Die Tour zeigt einige der wichtigsten Gebäude der 1950er Jahre wie die Oper von Wilhem Riphahn. (nicht barrierefrei)
Leitung: n.n. – www.koelnarchitektur.de

StE 17 Schulbau: Ein innovativer »dritter Lehrer« in der Altstadt Nord
Die Bildungslandschaft Altstadt-Nord (BAN, Kölner Architekturpreis 2021) ist ein Pilotprojekt der Stadt Köln, das neue Wege im Schulbau beschreitet. Der Bildungsverbund ist wie ein Dorf um den Klingelpützpark angelegt: Das Quartier profitiert von der Schule, die Schule vom Quartier. Das Büro gernot schulz : architektur öffnet Türen und Blicke für die »neuen Räume für eine neue Pädagogik« – aus dem herkömmlichen Klassenraum werden Raum-Cluster, die verschiedene Gruppen und Lernformen ermöglichen.
Leitung: n.n. – www.koelnarchitektur.de

StE 18 Besuch im Hafenviertel: der Rheinauhafen
Bei der Radtour durch den einst für die Rheinschifffahrt unverzichtbaren Zoll- und Umschlaghafen wird Transformation sichtbar. Aus und mit der denkmalgeschützten Bausubstanz wurde nach der endgültigen Aufgabe des Hafenbetriebes 2001 ein moderner Standort für Büros, Wohnungen, Museen und Gastronomie. Die am Hafenbecken errichteten drei Kranhäuser Hadi Teheranis (*1954) sind heute weithin sichtbare Landmarken. Wie ist dieses wichtige städtebauliche Projekt aus heutiger Sicht zu beurteilen?
Leitung: n.n. – www.koelnarchitektur.de

StE 19 Brutalismus
Das wesentliche Merkmal der Architekturströmung des um 1950 aufkommenden Brutalismus ist der rohe, unbearbeitete und unverputzte Baustoff. Seine »Betonmonster« sind in unseren Städten auf den ersten Blick alles andere als Sympathieträger. Spannend werden sie, wenn man sich ihnen von der Architektur- und Sozialgeschichte her nähert und ihre Intention begreift, das Raue mit dem Ehrlichen zu verbinden. Die »Tour brut« mit dem Rad führt zu den Universitätsbauten in Lindenthal und zu Kölner Kirchen aus Beton.
Leitung: n.n. – www.koelnarchitektur.de

StE 20 Kölner Kirchen der Moderne
Die Radtour zu Kirchen der Moderne führt zum Trümmerziegelbau Neu St. Alban (1958/59), mit dem sich Hans Schilling (1921–2009) in Grund- und Aufriss von allen Traditionen löste. Ein völlig anderes Raumerlebnis ermöglicht St. Mechtern (1954) in Ehrenfeld, der »Festsaal Gottes« von Rudolf Schwarz (1897–1961). Mit dem Betonbau »Christi Auferstehung« (1968–1971) wartet Gottfried Leo Böhm (1920–2021) auf, von dem auch das letzte Ziel der Tour stammt, die Marienkapelle »Madonna in den Trümmern« (1947–1957). (Radtour)
Leitung: Dr. Martina Langel – www.koelnarchitektur.de

StE 21 Das jüdische Köln
Bereits für das Jahr 321 ist die Existenz einer jüdischen Gemeinde in Köln belegt. Der Spaziergang durch das jüdische Köln führt an Orte, an denen Geschichte über Gedenktafeln oder »Stolpersteine« hinaus sichtbar und erlebbar wird. Am Beginn steht das Werk »Ma’alot« (1981–1986) des israelischen Künstlers Dani Karavan (1930–2021). Im Bereich des ehemaligen Ghettos entsteht heute das »MiQua – LVR Jüdisches Museum im archäologischen Quartier«. (nicht barrierefrei)
Leitung: n.n. – www.koelnarchitektur.de

StE 22 Dom-Führung
Der Kölner Dom – die Hohe Domkirche Sankt Petrus – ist die Bischofskirche des Erzbistums Köln. Er wurde 1996 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Mit dem Bau des Wahrzeichens der Stadt wurde 1248 begonnen. 632 Jahre dauerte es, bis der Dom vollendet wurde. Vorangegangen war 1164 die Übertragung der Gebeine der Heiligen Drei Könige von Mailand nach Köln. Im eigens geschaffenen goldenen Reliquienschrein fanden sie hier ihren Ruheort. Durch sie wurde Köln zu einem der wichtigsten Wallfahrtsorte Europas.
Leitung: DOMFORUM

StE 23 Der Kölner Dom und »die Juden«
Viele Kunstwerke im Kölner Dom setzen sich mit den jüdischen Wurzeln des Christentums auseinander. Einige Darstellungen sind erschreckende Zeugnisse einer über die Jahrhunderte tradierten Judenfeindschaft der Kirche, die zu Ausgrenzung und Verfolgung von Jüdinnen und Juden geführt hat. Auswirkungen dieses christlichen Antijudaismus sind bis heute im Antisemitismus deutlich. Die entsprechenden Ausstattungsstücke im Dom sind Anlass für Auseinandersetzung mit der Geschichte und der eigenen Verantwortung.
Leitung: DOMFORUM

Ex 1 Immanuelkirche Stammheim (Sauerbruch Hutton Architekten)
Von der Gebäudestrukturanalyse zum Neubau – ein Entstehungsprozess.
Nach der Fusion zweier Gemeinden und dem Abriss zweier Bestandsbauten wollte die evangelische Brückenschlag-Gemeinde Köln-Flittard/Stammheim ein Gotteshaus mit integriertem Gemeindezentrum errichten. Um einen erhaltenswerten Baumhain auf der früheren Gemeindewiese in Köln-Stammheim gruppiert sich heute ein 2013 in Nutzung genommenes Gebäudeensemble aus Kirche, Gebetskapelle und Glockenturm.
Leitung: Christa Hastedt

Ex 2 Willkommenskirche Overath (Springer Architekten)
Neue sakrale Räume – Spiegel einer veränderten Spiritualität.
Im Zuge der aktuellen Debatte um den Verlust von Kirchengebäuden und Kirchenumnutzungen gerät der Neubau von Kirchen wie der 2021 in Overath fast aus dem Blickfeld. Die neuen Kirchenräume sind keine nüchternen Mehrzweckräume mehr, sondern richten sich wieder stärker auf die gottesdienstliche Feier aus. Es entstehen atmosphärisch verdichtete Orte der Stille und Spiritualität.
Leitung: Ursula Kleefisch-Jobst (Baukultur NRW), Gerhard Wallmeroth

Ex 3 Erlöserkirche Weidenpesch (Harris und Kurrle Architekten)
Partizipation, Partizipation, Partizipation – wie eine Gemeinde konsequent in den Planungs- und Gestaltungsprozess eingebunden wird.
Der in einen Binnenreim gefasste Leitsatz »Umgeben von Leben« steht sinnbildlich für den Entwurf der Erlöserkirche in Weidenpesch. Konkret heißt dies, dass der Gottesdienstraum als Herz des Neubaus (2022) von den alltäglichen Funktionen wie Kinderbetreuung, Wohnen, Gemeindearbeit und Öffentlichkeit räumlich umhüllt wird.
Leitung: Susanne Zimmermann

Ex 4 Altenberger Dom und Haus Altenberg (Architekt Gernot Schulz)
Die Geschichte des Simultaneums Altenberger Dom und der ehemaligen Zisterzienser-Abtei.
Der Altenberger Dom, Eigentum des Landes NRW, wird von evangelischer und katholischer Gemeinde gemeinsam genutzt. Er wurde zuletzt bis 2005 umfassend saniert. Die übrigen klösterlichen Gebäude wurden für das Tagungshaus Haus Altenberg nach Plänen des Kölner Architekten Gernot Schulz neustrukturiert, saniert und erweitert. Die Fertigstellung erfolgte 2018.
Leitung: Claudia Posche, Udo Casel

Ex 5 Epiphaniaskirche Bickendorf zwischen Tradition und Wandel (LEPEL & LEPEL)
Nachkriegskirchen weiter gebaut I.
Um zukunftsfähig zu werden, stärken die vier eigenständigen Bickendorfer Gemeindebezirke ihre Zusammenarbeit. Aufbauend auf vorhandenen Strukturen der Kirche aus den 1960er Jahren entstand das Entwurfskonzept »Kirche weiterdenken«. Der Neubau erweitert den Bestand und gibt der Kirchengemeinde eine stärkere Präsenz im Stadtraum. Die alte Fassade bleibt erhalten und wird zur Innenwand mit Durchblick in den Kirchraum.
Leitung: Uta Walger

Ex 6 Auferstehungskirche Buchforst (Georg Rasch und Winfried Wolsky)
Nachkriegskirchen weiter gebaut II.
Die Buchforster Auferstehungskirche (1968) gilt mit ihrem Gemeindezentrum als herausragendes Beispiel evangelischer Kirchenarchitektur der Nachkriegszeit. 2005 von der Kirchengemeinde aufgegeben, wurde der Bau im Rahmen eines Modellprojektes einer neuen Nutzung zugeführt. Das denkmalgeschützte Kirchengebäude und die Pflasterung des Hofes blieben erhalten, die Nebengebäude wurden erneuert (Schultearchitekten 2014).
Leitung: Jörg Beste

Ex 7 Christuskirche (Maier Hollenbeck Architekten)
Wohnen in der Kirchenmauer.
Der Neubau der Christuskirche (2017) zeigt, wie gemeindliche und kommunale Interessen verbunden und umgesetzt werden können. Das Presbyterium hat die besondere Lage der Christuskirche in der Stadt erkannt und für kirchliches Engagement genutzt. Zwei langgestreckte Gebäude begrenzen den Straßenraum wie große Kirchmauern. Im Hof befindet sich die Christuskirche, deren historischer Turm das sichtbare Zentrum bildet.
Leitung: Christoph Rollbühler

Ex 8 Lutherturm Mülheim (Maier Hollenbeck Architekten)
Die evangelische Lutherkirche (1895) im damaligen Stadtzentrum wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Nur der Turm blieb bestehen und wurde in den folgenden Jahren als Denkmal Instand gesetzt. Als Ersatz wurde die »Luthernotkirche« aus Trümmermaterialien errichtet. Im Bereich des zerstörten Kirchenschiffs der alten Lutherkirche wurden 2020 neue Räume geschaffen. Es entstand eine lebensnahe Mischung von Räumen zum Wohnen und Arbeiten.
Leitung: Ines Lenze, Walter Maier

Ex 9 AntoniterQuartier. Kirche. Platz. Leben in der Stadt. (trint + kreuder)
Vom »teuersten Parkplatz Kölns« zur »ältesten Bibliothek Deutschlands« und einem der vielseitigsten Gemeindestandorte mitten in der Fußgängerzone Kölns. Auf dem 3.300m² großen Grundstück an der Schildergasse entstand 2020 ein attraktives Ensemble mit einem exklusiven Kirchplatz für die Antoniterkirche, einem modernen Citykirchenzentrum und vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten (Gastronomie, Dienstleistung, Wohnen und Handel) sowie eine Tiefgarage.
Leitung: Markus Herzberg

Ex 10 Projekt Campus Kartause (Kaspar Kraemer Architekten)
Auf dem »Campus Kartause« wird das neue »Haus der Bildung« der Evangelischen Kirche Köln und Regionentstehen. Hier sollen ab 2026 die Melanchthon-Akademie, die Evangelische Familienbildungsstätte, das Evangelische Jugendpfarramt, das Schulreferat, das Pfarramt für Berufskollegs und ein Wohnheim ihr Zuhause finden. Vorgestellt werden der Architektur-Wettbewerb, das Planungskonzept und das Baugelände mit den Resten des ehemaligen Kartäuserklosters.
Leitung: Dr. Bernhard Seiger

Ex 11 Kunst-Station Sankt Peter
In der Kunst-Station Sankt Peter genießen Gegenwartskunst und Neue Musik bedingungslose Gastfreiheit. Neben regelmäßigen Ausstellungen und Konzerten prägen drei besondere Kunstwerke die ästhetische und geistliche Dynamik des Kirchenraums: Die »Kreuzigung Petri« (1640) von Peter Paul Rubens (1577–1640), die umstrittene Altarskulptur »Gurutz-Aldare« (2000) von Eduardo Chillida (1924–2002) und »Grauer Spiegel« (2018) von Gerhard Richter (*1932).
Leitung: Stephan Kessler SJ

Ex 12 Emmanuelkirche Köln-Rondorf
Ein besonderes Orgelprojekt ist durch eine Leihgabe des Museums Schnütgen an die Gemeinde der Rondorfer Emmanuelkirche möglich. Um 1760 kam die Orgel in die Kirche Kaldenkirchen nahe der holländischen Grenze und geriet zwischenzeitlich in Vergessenheit. 2004 wurden Teile wiederentdeckt und deren Bedeutsamkeit erkannt. Die Rondorfer Gemeinde übernahm die Finanzierung der Restaurierung und hat dadurch einen besonders klingenden Gast in ihrer Kirche.
Leitung: Roman Michelfelder, Dr. Hans-Wolfgang Theobald

Ex 13 Evangelische Kirche Frechen (Umgestaltung Gabriele Wilpers)
1517 – ‍1717 – ‍2017 – 300 Jahre lebendige Steine, Kirche im Wandel der Zeit. Eine Kirchenpädagogische Entdeckung.
Die Kirche Frechen ist eine der ältesten evangelischen Kirchen in der Kölner Region und enthält eine Fülle baugeschichtlicher und theologischer Geschichten von ihren Anfängen bis zur Umgestaltung durch Gabriele Wilpers, die vor allem durch raumbezogene Konzepte, in denen sie die Grundbedingungen menschlicher Existenz reflektiert, überzeugt.
Leitung: Reinulf Padberg

Ex 14 »Die Eisheiligen« Ehrenfeld
Ein großer Garten des Lebens – in Ehrenfeld fand sich 2020 eine Gemeinschaft, die sich unter dem Namen »Die Eisheiligen« in einem Urbanen Familien Kloster ausprobiert. Diese Gemeinschaft aus acht Erwachsenen und drei Kindern, benannt nach dem Namen der Straße, an der das ehemalige Gemeindehaus und die Versöhnungskirche stehen, erprobt eine neue Form von Gemeinde, wie sie im Rahmen des Projekts »Erprobungsräume« 2019 von der Landessynode angestoßen wurde.
Leitung: Stefan Dross

Ex 15 Böhm-Kirchen: Großvater, Vater, Sohn
Eine Familie prägt den modernen Kirchenbau in Köln – die Böhm-Kirchen, ihr Bezug zu Stadt, Gesellschaft und Religion. Dominikus Böhm und St. Engelbert in Riehl (1930-32) als ein Ursprungsbau moderner Kirchenarchitektur. Gottfried Böhm und Christi Auferstehung in Lindenthal (1968-70) mit der skulpturalen Weiterentwicklung der Einraumidee. Paul Böhm und St. Theodor in Vingst (bis 2002) mit der komplementären Verbindung von Diakonie und Liturgie im Zentralbau.
Leitung: Markus Eckstein (Domforum)

Ex 16 Stephanuskirche und Gemeindehaus Köln Riehl (Architekt Klaus Zeller)
Nachhaltigkeit und klimagerechtes Bauen.
Mit großem Respekt vor der Architektur der 1960er Jahre, gleichzeitig selbstbewusst von der Gemeinde geplant, ist es 2020 mittels Um- und Neubau gelungen, den Kirchenraum durch eine Angleichung an heutige raumklimatische Standards wieder nutzbar zu machen und im erweiterten Gemeindezentrum die aktuellen Bedürfnisse des Gemeindelebens mit einer anspruchsvollen Architektur zu verbinden.
Leitung: Uwe Rescheleit

Ex 17 Neubau und Umgestaltung im Braunkohlerevier (LEPEL & LEPEL, office03)
Unabhängig vom nahen Tagebau wurde die kleine evangelische Lutherkirche in Elsdorf überzeugend neugestaltet. Dafür erhielt sie 2015 den EKiR-Architekturpreis. Die katholische Kirche St. Albanus und Leonhardus musste wegen des Tagebaus umgesiedelt und in Neu-Manheim (Kerpen) neu errichtet werden. Vor zwei Jahren wurde die alte Pfarrkirche (1900) profaniert. Taufbecken, Kreuz, Chorfenster, Kirchenbänke und Glocken wurden in den neuen Bau (2021) integriert.
Leitung: Martin Trautner, Ludger Möers

Ex 18 Neue Stadt Chorweiler
Stadtentwicklungsbauten der 1970er Jahre als Zukunftsbauten für das 21. Jahrhundert.
Das Zentrum Chorweilers entstand beispielhaft für die Städte- und Wohnungsbaupolitik der Nachkriegszeit. Das ev. Gemeindezentrum (1977) neben der kath. Kirche Hl. Johannes XXIII. (1977) muss an heutige Erfordernisse angepasst werden. Durch die abnehmende Zahl der Gemeindeglieder werden weniger Flächen benötigt – Flächen, die der Nutzung durch diakonische Arbeit zugutekommen.
Leitung: Erwin Wittenberg, Friederike Fischer

WS 1 Baustelle Theologie – Werkzeugkasten Architektur?
Präsentation und Diskussion der Ergebnisse und Entwürfe zur Umgestaltung der Friedenskirche Worringen (1961) aus einer gemeinsamen Lehrveranstaltung von Studierenden der Architektur und der Theologie der Universitäten Wuppertal und Bonn – Im Rahmen des Workshops präsentieren die Studierenden das Ergebnis eines Semesters gemeinsamen Austauschs anhand architektonischer Entwürfe zur Umgestaltung der Friedenskirche Worringen sowie räumlich dargestellter theologischer Konzepte von Kirche, Gemeinde und Gottesdienst. Den Workshopteilnehmenden soll die Möglichkeit gegeben werden, mit den Studierenden und Dozierenden ins Gespräch zu kommen und zu diskutieren sowie die Entwürfe zu erkunden und virtuell eigene Raumeindrücke zu erproben.
Leitung: Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Ulrich Königs (Bergische Universität Wuppertal), Daniel Rossa (Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)

WS 2 Künstlerische Impulse für den Kirchenraum
Im Herbst 2021 hat Dorothee Bielfeld in Essen-Kettwig die denkmalgeschützte Evangelische Kirche am Markt wachgerüttelt und dabei viel Staub aufgewirbelt. Sie hat einen dynamischen Raum im Zentrum der Kirche erschaffen, der die starre Ordnung aufbricht und zur Kommunikation einlädt. Sie berichtet über den Entwurfsprozess, die einzelnen Schritte auf dem Weg zur Realisierung und die Begegnungen mit der Gemeinde. In der Immanuelkirche in Köln-Longerich stellt Dorothee Bielfeld ihre aktuelle Arbeit »spielraumaltar« vor, die extra für diesen Raum konzipiert wurde. Die Teilnehmenden entwickeln weitere Visionen für den Raum und erproben diese mit dem »spielraumaltar« und am Modell. Die gemeinsame Diskussion gibt Impulse für Kirchen im Aufbruch.
Leitung: Dorothee Bielfeld (Bildhauerin und Architektin, Bochum)

WS 3 Der Architekturpreis der EKiR als Beispiel für die Umsetzung von »Mut baut Zukunft«
Seit zehn Jahren verleiht die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) für die Bauprojekte ihrer Gemeinden regelmäßig einen Architekturpreis in folgenden drei Kategorien: Kirchenumgestaltung, Neubau Gemeindehaus und Künstlerische Gestaltung. Der Preis will das besondere Engagement der Gemeinden als Bauherrinnen würdigen, die Qualität ihrer Gebäude auszeichnen und wertschätzen. In diesem Workshop sollen in einer Ausstellung die Preisträger der letzten Jahre vorgestellt werden. Im Hinblick auf die Entstehung des Architekturpreises soll außerdem die Motivation der Kirchenleitung dazu erläutert werden. Der Workshop möchte die Teilnehmenden zur Aufnahme ähnlicher Verfahren in anderen Landeskirchen und Bistümern ermutigen.
Leitung: Ilka Gebauer, Gernot Bräker (Bauberatung EKiR), Architektin Gabriele Salberg, Baukirchmeister Rudolf Thieme

WS 4 Neuer Wind in alten Mauern. Erfolgreiche Modelle der Partnerschaft mit Unternehmern
Kirchengebäude haben eine starke Symbolkraft – oft sind sie Mitte und Orientierungspunkt im vielfachen Sinn: als geografische und ideelle Markierung, als Wahrzeichen von Heimat und Glaube. Wie schön, wenn es gelingt, dass sie diese Bezugspunkte wahren können, auch wenn die ursprüngliche gottesdienstliche Nutzung nicht mehr im Vordergrund steht. Aber auch wie herausfordernd, neue Konzepte, Ideen und Prägungen mutig und gleichsam wertschätzend in Einklang zu bringen mit den Glaubensaussagen der Architektur. Anhand eines Beispiels aus Essen sollen hier Chancen, Risiken und Herausforderungen einer Partnerschaft von Kirche und kreativen Köpfen beleuchtet werden, die dem Bedürfnis nach Stetigkeit und Geborgenheit mit tätiger Lebendigkeit begegnen.
Leitung: Antje Hieronimus (Dezernat Kirchenkreise, EKiR), Reinhard Wiesemann (Kunstförderer und Unternehmer)

WS 5 Erfolgsgeschichte Ökumenische Partnerschaften
Wie gelingt die gemeinsame Nutzung von (Kirchen)-räumen? Statt Gebäude aufzugeben, lassen sie sich in Kooperation mit Gemeinden anderer Konfession weiternutzen. Einige evangelische und katholische Gemeinden nutzen gemeinsam Gebäude und erleben im Alltag neue Wege der Zusammenarbeit, Arbeitsteilung und Stellvertretung. Dabei machen sie unterschiedliche Erfahrungen. Ein katholisch-evangelisches Moderator:innen-Trio lädt ein, angesichts schwindender Ressourcen mehr über eine vertiefte ökumenische Zusammenarbeit durch die gemeinsame Nutzung von Gebäuden nachzudenken. Dazu gibt es Hintergründe, Erfahrungen und praktische Tipps. Es werden sowohl theologische als auch praktische, baufachliche, gestalterische und rechtliche Fragen behandelt.
Leitung: Marcus Schaefer (Dezernat Ökumene, EKiR), Cornelia Böhm (Dezernat Kirchenkreise, EKiR), Diözesanbaumeister Thomas Tebruck

WS 6 Prozesswege – Umnutzungskonzepte für Kirchengebäude und ihre Quartiere
Außer Dienst gestellte Kirchen zu erhalten kann durch neue oder erweiterte Nutzungen erreicht werden. Die dafür oft notwendigen baulichen Anpassungen bedingen einen Prozess, der vorab aller konkreten Planungen erfolgen muss. Wesentlich dafür sind visionäre Zukunftspotentiale der bisherigen architektonischen, kirchengemeindlichen und sozialräumlichen Entwicklungspfade der Kirche. Der Workshop bietet Einblicke in das von Baukultur NRW initiierte Projekt »Zukunft – Kirchen – Räume. Kirchengebäude erhalten, anpassen und umnutzen« und das Unterstützungsprogramm »Zukunftskonzept Kirchenräume«. Ein Augenmerk liegt auf der Lukaskirche in Köln-Porz. Pfarrer Dr. Theobold berichtet von Erfahrungen und Ergebnissen des begleiteten Prozesses.
Leitung: Esther Heckmann (Baukultur NRW), Pfarrer Dr. Theobold (Ev. Kirchengemeinde Porz)

WS 7 Soziale Präsenz im Quartier
In vielen Kirchengemeinden stellen sich heute Fragen zum nötigen neuen Umgang mit Gemeindestandorten und ihren Kirchen, Gemeinde- und Pfarrhäusern. Oft werden Gebäude wegen eines zahlenmäßigen Substanzverlusts als finanzielle Last empfunden. Aber in den Gebäuden steckt auch die Chance, wieder mehr in das öffentliche Leben eingebunden und integrativer Bestandteil dessen zu sein. So stecken in Zwängen zu Veränderungen auch Chancen, beispielsweise mit neuen Partnerschaften eine stärkere Präsenz im Quartier zu erreichen und es in seiner sozialen Entwicklung mitzugestalten. Diskutiert werden Möglichkeiten und Potentiale eines Dreiklangs aus Standort- und Gebäudeentwicklung, inhaltlicher Gemeindeentwicklung und Partnerschaften in der Gemeinwesendiakonie.
Leitung: Jörg Beste (Büro synergon), Elisabeth Selter-Chow (Diakonie RWL), Mirjam Steinhard (Gemeindeberatung)

WS 8 Kommt Kirche ohne Räume aus?
Neue Gemeindeformen in Erprobungsräumen anhand konkreter Beispiele: Die beymeister, Interkulturelle Gemeinschaft Wuppertal, Digital Church lab. Wo braucht Kirche Raum? Was macht den Raum zur Kirche? Und wo finden wir im Sozialraum, im Viertel, im Quartier heilige Orte? In diesem Workshop werden Beispiele von Kirche (fast) ohne Raum gezeigt. Wenn wir die Entstehung von Gemeinden und Gemeinschaft ernstnehmen, stehen Fragen nach dem, was trägt, stärkt und zusammenhält an erster Stelle. Das kann in Verbindung mit einem Kirchraum, einem Ladenlokal oder einer Holzhütte im Wald sein – oder aber gänzlich anderen, unvermuteten Orten. Wir nähern uns dem Thema Raum, in dem wir uns das andere »Baumaterial« anschauen, das die Menschen zusammenführt.
Leitung: Rebecca John-Klug, Johanna Kalinna (Projekt Erprobungsräume, Wuppertal)

WS 9 Wohnungsbau finanziert Kirche
Kirchengemeinden verfügen oftmals auch über Liegenschaften, die keiner Nutzung mehr obliegen und für die Erfüllung der ureigenen Aufgaben der Kirche nicht mehr benötigt werden. Für sie stellt sich die Frage der zukünftigen Nutzung und / oder sinnvollen Verwertung, verbunden mit dem notwendigen Ziel, damit auch einen Beitrag zur Finanzierung von Kirche zu leisten und dadurch wesentliche Aufgaben kirchlicher Arbeit und kirchlichen Handelns sinnvoll zu unterstützen. In diesem Workshop werden an verschiedenen Beispielen die Möglichkeiten und Modelle konkreter Umsetzungen aufgezeigt. Dabei werden unterschiedliche Konzepte erläutert sowie Chancen und Risiken dargestellt, die gemeinsam vertieft und diskutiert werden können.
Leitung: Guido Stephan, Michael Kress (Antoniter Siedlungsgesellschaft Köln), Carsten Pierburg (Bank für Kirche und Diakonie)

WS 10 Vom Spiel zur gebauten Form – Kirchenbau von A-Z
Kirchenbau ist heute weit mehr als Sanierung oder Erweiterung bestehender Bauten. Wir verstehen ihn als Prozess, der sich mit komplexen Themen befasst und nach dem Umbau in gleicher Weise fortsetzt. Im ersten Teil des Workshops stehen Einblicke in den Umbau der Martinskirche (Stuttgart) – ein zehnjähriger partizipativer Prozess, zu dem alle eingeladen waren, um den Kirchenraum (neu) zu gestalten. Aus diesem Prozess heraus hat sich ein Katalog an Themen – von Aneignung bis Zufall – entwickelt, welche uns im Umgang mit Kirchen immer wieder begleiten. Der zweite Teil lädt ein, sich mit jeweils einem Thema auseinanderzusetzen und auszutauschen, sowie eigenen Erfahrungen aus anstehenden, laufenden oder abgeschlossenen Projekten einzubringen.
Leitung: Aaron Werbick, Gerald Klahr (Studio Prinzmetal, Köln)

WS 11 Erfolgsgeschichte AntoniterQuartier – von der Idee bis zur gelungenen Umsetzung
Kirche kann viel – aber kann sie auch bauen? Lange wurde überlegt, lange geplant, endlich gebaut und am Ende wurde alles gut?! Dieser Workshop stellt die Frage, warum das Bauprojekt AntoniterQuartier (trint + kreuder d.n.a. architekten, 2018–2020) so erfolgreich wurde. Das Bauensemble, das aus einem Kirchplatz für die Antoniterkirche, einem hochmodernen Citykirchenzentrum und vielfältigen weiteren Nutzungsmöglichkeiten unter anderem für Handel, Gastronomie, Dienstleistung und Wohnen besteht, muss inmitten vieler Angebote der Kölner Innenstadt tagtäglich bestehen – und es gelingt. Die Genese des gesamten Projekts wird in einem umfassenden Überblick vorgestellt – von der Planung, über den Architektenwettbewerb bis zur Realisierung.
Leitung: Pfarrer Markus Herzberg

WS 12 Prinzipalien Raum Identiät – wie im Dialog Neues entsteht
Anhand vielfältiger Projektbeispiele werden hier die Grundlagen für eine erfolgreiche Um- und Neugestaltung von Gottesdiensträumen gezeigt und beispielhaft dargestellt, wie präzise formulierte liturgische Anforderungen das Endergebnis beeinflussen können. Was braucht welchen Raum? Wie werden Gemeinden zu sprachfähigen Partnern für kreative Beteiligte? Was macht diese Sprachfähigkeit aus? Welche Wünsche sind wesentliche Grundbedürfnisse? Wieviel Tradition brauchen wir? Wieviel engt uns ein? Was hat der aktive Dialog für einen Einfluss auf das Ergebnis? Wem soll was gefallen? Wie viel Kompromiss verträgt eine gute Entscheidung? Fragen werden gestellt und sind willkommen – und werden gemeinsam diskutiert.
Leitung: Monika Lepel (Innenarchitektin, LEPEL & LEPEL, Köln)

WS 13 Architekturwettbewerbe als Möglichkeit einer partizipativen Ideenfindung
Mit der Idee zu einem neuen Bauvorhaben beginnt der aufwändige Planungsprozess in der Kirchengemeinde. Wichtig ist, den Architekturwettbewerb als Bestandteil des Planungsprozesses frühzeitig mitzudenken. Die Formulierung der Auslobung des Wettbewerbs kann als partizipativer Prozess gestaltet werden, an dem verschiedene Parteien mitwirken, und kann so die verschiedenen Interessensgruppen an einem kirchlichen Bauvorhaben erfolgreich miteinander vereinen. Gleichwohl dient er als gutes Instrument für die Projektleitung und zur Steuerung des gesamten Neubauplanungsprozesses. In diesem Workshop wird dieser Prozess an dem Beispiel des 2017 entstandenen Evangelischen Gemeindehauses in Altenessen-Karnap erläutert und dargestellt.
Leitung: Pfarrerin Ellen Kiener, Oliver Conzelmann (Bauberatung EKiR, Düsseldorf)

WS 14 Kirchen vermitteln³
Kirchen verstehen sich nicht mehr von selbst. Ihre Inhalte und ihre symbolische und architektonische Gestalt müssen neu vermittelt werden. Das gilt für alten Kirchen ebenso wie für moderne Sakralbauten. Der über historische Fakten weit hinausgehende Gehalt alter Kirchen ist wie die sakral-säkulare Kühnheit der Moderne oft eine Überforderung im Wahrnehmen und Begreifen. Wenn wir unsere Räume neu verstehen, neu nutzen und zukunftsfähig machen wollen, brauchen wir fachliche Kompetenz, neues Sehen lernen und ein neues Verständnis, das sich der Geheimnisse der Räume annimmt, den aktiven Umgang mit ihnen befördert und neue praktikable Formen findet, die die Menschen vor Ort beteiligt, bei Außenstehenden Neugier weckt – und allen Freude bereitet.
Leitung: Klaus-Martin Bresgott M.A. und Josephine Paetzel B.Sc. B.A. (Kulturbüro der EKD, Berlin)

WS 15 Dorfkirchenvision FriedO hybrid. Regional zusammenarbeiten und teilen
Es braucht Lust und Energie, wenn sich 15 Kirchengemeinden (pro)aktiv und freiwillig zusammenschließen, um ihre 20 Dorfkirchen gemeinsam und durch erweiterte Nutzungen in die Zukunft zu führen. Dazu haben Studierende Befragungen durchgeführt, Ideen gesammelt, visioniert und zur Diskussion gestellt. Im Dorf gemeinsam, in einem sich ergänzenden Selbstverständnis zu agieren, den Ideen junger Menschen nachzugehen, Standpunkte zu reflektieren, eine offene Beteiligungskultur aufzubauen, sind dabei zentrale Themen – ein gemeinschaftliches Projekt der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst – Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK) und der Arbeitsgemeinschaft evangelischer Kirchen in der Region Friedland-Obernjesa (FriedO), in Zusammenarbeit mit Gerald Klahr (Prinzmetal) und Steven Koop (OED Office for Emotional Design).
Leitung: Prof. Dr.-Ing. Birgit Franz (Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst), Moritz Flechtner, Dagmar Henze, Georg Maybaum, Sonja Tinney

WS 16 RUACH.Atem.Wind.Geist – ein Kunstprojekt der Evangelischen Kirche im Rheinland 2022
2022 führt die EKiR mit fünf Künstler:innen das Kunstprojekt »RUACH.Atem.Wind.Geist« durch. Alle Exponate sind »in situ« geplant und wurden für einen bestimmten Kirchenraum konzipiert. Die Kunstwerke akzentuieren unterschiedliche Aspekte eines Verständnisses von Geist: Es geht um Wind, um Atem, um die Sprache, um das Licht und das Verständnis von Leben. Die vielfältigen Spannungsmomente zwischen Kunstwerken und kirchlichen Räumen kommen zur Geltung. Unterstützen sich beide in der Ausdruckskraft, bilden sie gegenseitig ein erweitertes Verständnis ab? Wie verhalten sich religiöse Aussageabsicht und autonome Ausdruckskraft? Welchen Bezug nehmen sie auf die Wirklichkeit, aus der heraus Besucher:innen den Kirchenraum betreten?
Leitung: Johanne Reich (Künstlerin, Köln), Dr. Frank Vogelsang (Evangelische Akademie im Rheinland)

WS 17 Sakraler Raum oder Gemeinschaftsort – wie wandeln sich kirchliche Räume?
Mit der Wandlung der Institution Kirche und Verzahnung theologischer und architektonischer Fragestellungen verändern sich sakrale Räume, mit ihnen die sakrale Baukunst selbst. Dazu gehört das offene Miteinander aller Akteur:innen einer Gemeinde. Die Gebäude selbst – Kirchen wie Gemeindehäuser – müssen vielfältige Nutzungen und räumlichen Überlagerungen ermöglichen. Dies ist ein wichtiges baukulturelles Anliegen und eine große Herausforderung – für die betroffenen Kirchengemeinden, wie für die Gesellschaft als Ganzes. Was muss Kirche in Zukunft räumlich bereithalten, um als offene Begegnungsstätte und als Gotteshaus zu funktionieren? Wie bleibt der sakrale Raumeindruck ablesbar? Ist alles gemeinsam ein Widerspruch – oder nicht?
Leitung: Reinhard Lepel (Architekt, LEPEL & LEPEL), Hans Mörrter (Pfarrer) und Barbara Schlei (Geschäftsführerin BDA NRW)

WS 18 Orgelneubau
Gelingende Zusammenarbeit zwischen Orgelbauwerkstatt, Architekt und Gemeinde?! Der Orgelprospekt ist sowohl wesentlicher Teil des Instrumentes als auch wesentlich für die ästhetische Wirkung des ganzen Kirchenraumes. Seine Gestaltung kann nur gelingen, wenn Orgelbauwerkstatt, Architektenteam und Gemeinde eine gelingende Kommunikation anstreben und sich auf eine Kooperation einlassen, die musikalische, architektonische und gemeindliche Aspekte respektvoll miteinander verbindet. Am Beispiel der Evangelischen Heilandskirche (1955) in Bad-Godesberg, einem Spätwerk Otto Bartnings (1883–1959), soll dieser nicht immer selbstverständliche, gemeinsame Gestaltungsprozess beispielhaft erläutert und diskutiert werden.
Leitung: Tilmann Späth (Freiburger Orgelbau Hartig und Tilmann Späth, OHG), Annette Paul (Lorber Paul Architekten, Köln)

WS 19 Kirche neu denken – Wandel mutig im Team gestalten
Partizipation und Teambuilding sind Primärtugenden in Veränderungsprozessen, die diese wesentlich unterstützen und lenken können, Kreativität und Ideen freisetzen, Verantwortung bündeln und teilen. Sich neu erfinden – aber wie? Kreativität entfachen, Ziele entdecken, ins Handeln kommen, Abschiede gestalten, Erreichtes feiern, im Prozess bleiben – all das passiert nicht einfach so und ist kein Zufall. Wandel ist eine Gestaltungsaufgabe! Am besten spielerisch – dem Ernst der Lage angemessen – mit Übungen, im Austausch und mit innovativen Ideen zur Umsetzung. Im Workshop werden Ansätze partizipatorischen Bauens und Umbauens vorgestellt. Mit exemplarischen Übungen am eigenen Leib lässt sich erfahren, wie Veränderung beginnen kann.
Leitung: Susanne Zimmermann (Gemeindepfarrerin und Team-Bauherrin) und Doris Ritter (Pfarrerin)

WS 20 Textile Utopien – Paramente für Weidenpesch: Experimentelle Arbeit der Werkstatt Darmstadt
Paramente sind die »Kleider Gottes«, die symbolhaft und meist in der jeweiligen Farbigkeit der Kirchenjahreszeit der Liturgie wechselnde Gewänder schenken. Immer sind es künstlerisch aufwendig gestaltete Werke. Immer Originale. Paramentik ist ebenso eine freie Kunstform, die einen Kirchenraum durch textile Interventionen neu akzentuiert und inszeniert. Im Workshop in der neuen Erlöserkirche in Köln-Weidenpesch (2022), der »Hauskirche 3.0« von Harris + Kurrle Architekten (Stuttgart), werden ein neues Kanzelparament und eine experimentelle Rauminszenierung vorgestellt. Anhand dieser Stücke werden die vielfältigen Möglichkeiten der Paramentik für die Gestaltung von Kirchenräumen und Gottesdiensten gezeigt und diskutiert.
Leitung: Claudia Breinl (Marburg), Gabriele Wilpers (Raumkünstlerin, Essen) und Marie-Luise Frey (Paramentikerin, Guntersblum)

WS 21 Missionarisch durch den Verzicht auf Mission
Gegenwärtigkeit und Leere als ästhetischer, pastoraler und geistlicher Stil. In der Kunst-Station Sankt Peter genießen Gegenwartskunst und Neue Musik bedingungslose Gastfreiheit. Neben Ausstellungen und Konzerten prägen drei Kunstwerke die ästhetische und geistliche Dynamik des Kirchenraums: Die »Kreuzigung Petri« (1640) von Peter Paul Rubens (1577–1640), die umstrittene Altarskulptur »Gurutz-Aldare« (2000) von Eduardo Chillida (1924–2002) und »Grauer Spiegel« (2018) von Gerhard Richter (*1932). Anhand der bildnerischen und temporären musikalischen Gewandung des Raumes werden dessen Aussage und Wirkung, ihre Grenzen und Möglichkeiten im Kontext missionarischer Wirkung beispielhaft diskutiert und erörtert.
Leitung: Pater Stephan Kessler SJ

WS 22 Ortsverlust als Chance begreifen und gestalten – Sakralraumtransformation als interaktiver Prozess
Der Workshop beleuchtet Erfahrungen und Perspektiven der interdisziplinären Forschungsgruppe »Transara« zur »Sakralraumtransformation« in Deutschland in Zusammenarbeit mehrerer Universitäten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und gibt Einblicke in die Vorgehensweise der Forschungsgruppe anhand dieses Projekts. Dabei werden die Teilnehmenden in die Kriterienfindung einbezogen, indem es nicht nur um die Transformation des Gebäudes geht, sondern auch um die Entwicklungsprozesse der handelnden Personen und die Auswirkungen auf den Sozialraum. Die beiden Untersuchungsräume Aachen und Leipzig ermöglichen einen Vergleich zwischen Regionen mit unterschiedlichen konfessionellen Prägungen, Ost und West, städtischen und ländlichen Räumen.
Leitung: Prof. em. Dr. Albert Gerhards (Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Bonn) Prof. Dr. Stefanie Lieb (Kunsthistorisches Institut der Universität zu Köln), Dr. Kerstin Menzel (Institut für Praktische Theologie der Universität Leipzig)

WS 23 Macht, Gift und Chancen der Bilder
Der Kölner Dom, seine antijüdischen Artefakte und das Projekt eines neuen Kunstwerkes. Erst seit wenigen Jahren wird öffentlich wahrgenommen, dass der Kölner Dom antijüdische Artefakte aus Mittelalter und Neuzeit – Darstellungen wie die »Judensau«, der Hl. Werner von Bacherach (1271–1287) sowie auf dem »Kinder-Fenster« (1960-1965, Bernhard Kloss) – birgt. Im Rahmen des Festjahres »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland« hat das Domkapitel die Initiative zu einem neuen Kunstwerk ergriffen, das das Verhältnis von Juden und Christen vom heutigen Standpunkt des christlich-jüdischen Dialoges darstellen soll. In einer interreligiösen Projektgruppe wird ein Weg erarbeitet, Künstler:innen für ein solches Kunstwerk zu gewinnen.
Leitung: Dr. Martin Bock (Pfarrer und Akademieleiter, Melanchton-Akademie), Peter Füssenich (Dombaumeister) und Harald Schlüter (stellv. Leiter des Domforums Köln)

WS 24 Frohe Botschaft in neuem Licht
Wie kann die hochentwickelte Beleuchtungstechnik, wie sie bei Rockkonzerten, in Shows etc. vielfältig wirksam eingesetzt wird, auch als »Lichtinstrument« für liturgische Gestaltungen, kirchenmusikalische Veranstaltungen oder neue Citykirchenformate so genutzt und gestaltet werden, dass die Verkündigungen der frohen Botschaft in alten und neuen Kirchenräumen dramaturgisch und inszenatorisch adäquat flankiert wird? Der Workshop stellt Kirchenräume als Räume für das Licht und die Architektur mancher Kirchen als eine gebaute Theologie aus Licht vor. Mit dezidierten Impulsen, biblischen Textbezügen und ausgewählter Technik schärft der Workshop den Blick für die Wahrnehmung von Licht und die bewusste Gestaltung durch Licht im Kirchenraum.
Leitung: Mario Haunhorst (Glas- und Lichtarchitekt und -choreograph, Osnabrück)

Akteur:innen

Selection-2022
  • Alle Akteur:innen
  • Vorbereitungsstab 2022
  • Vortragende 2022
  • Workshopleitende 2022
©Thomas Ott
Workshopleitende 2022

Dorothee Bielfeld

1973 geboren, studierte nach der Ausbildung zur Steinbildhauerin Architektur in Darmstadt und London. Seit 2000 ist sie freiberufliche Bildhauerin mit Projekten im öffentlichen Raum, für die Bühne und im Sakralraum sowie Ausstellungen und Wettbewerben. Von 2009 bis 2020 war sie Mitglied im Gestaltungsbeirat der Stadt Dortmund, seit 2010 Dozentin für Bühnenbild am Theater Total Bochum. Seit 2013 ist sie Mitglied im Gestaltungsbeirat der Evangelische Landeskirche im Rheinland und Dozentin für Bildhauerei an der Ruhr-Universität Bochum. (WS 2)

©privat
Workshopleitende 2022

Martin Bock

1966 geboren, ist Pfarrer in der EKiR und seit 2008 Leiter der Kölner Melanchthon-Akademie und dort verantwortlich für die Arbeitsbereiche Christlich-jüdischer Dialog und Ökumene. Er ist Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln, Mitglied des Vorstandes der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und Teil der Arbeitsgemeinschaft »Der Dom und die Juden«. Er gehört der Fachgruppe Christen und Juden der Evangelischen Kirche im Rheinland an, von 2017-2021 war er deren Vorsitzender. (WS 23)

©EKiR
Workshopleitende 2022

Cornelia Böhm

1968 geboren, studierte Jura in Köln und arbeitete zunächst als Rechtsanwältin. Seit 2014 ist sie Juristin im Landeskirchenamt, seit 2016 Mitglied der Grundstücks- und Baurechtskommission der EKD. Ihre Zuständigkeit betrifft insbesondere die Beratung von Kirchengemeinden und Genehmigungsverfahren nach kirchlichem Recht. Nach der Miterarbeitung von kirchlichen Vertragsmustern für die ökumenische Nutzung von Kirchen, begleitet sie diese Projekte in der rechtlichen Beratung im Team mit dem Dezernat Theologie und der landeskirchlichen Bauberatung. (WS 5)

©EKiR
Workshopleitende 2022

Gernot Bräker

1962 geboren, nach Tischlerausbildung und mehrjähriger Tätigkeit mit anschließender Meisterprüfung Studium der Architektur in Wuppertal. Während des Studiums und danach Arbeit in einem Architekturbüro mit Schwerpunkt kirchliches Bauen. Nach Erfahrung im kommunalen Bereich 2001 Wechsel ins Baudezernat der EKiR mit den Schwerpunkten Unterhaltung und Weiterentwicklung des landeskirchlichen Gebäudebestands, Beratung von Kirchengemeinden in baulichen und ge-
stalterischen Fragen sowie Begleitung in Gebäudestrukturprozessen. (WS 3)

© Christian Brand, Monika Nonenmacher
Vorbereitungsstab 2022

Christian Brand

1967 geboren, studierte Medienwissenschaften an der Technischen Universität Berlin. Im Anschluss war er zunächst Produktionsleiter in der Filmbranche und in einer Agentur für Medienbeobachtung tätig, dann im Organisationsbüro der Evangelischen Kirchentage in Bremen (2009) und Dresden (2011), ehe er als Referent bei einem medizinischen Dienstleister der DKMS in Köln und Fundraiser für gemeinnützige Organisationen in Düsseldorf und Bonn aktiv war. 2021 übernahm er die Geschäftsführung des Kirchbautages 2022 in Köln.

©privat
Workshopleitende 2022

Claudia Breinl

1959 in Düsseldorf geboren, studierte Germanistik und Komparatistik in München und Mainz. Es folgten die Ausbildung zur Paramentenstickerin und anschließend die Leitung der Textilwerkstatt Elisabethenstift in Darmstadt. Von 1990 bis 2022 war sie Mitarbeiterin am Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart an der Philipps-Universität Marburg, jetzt im Kulturbüro der EKD. Seit 2017 verantwortet sie den Berichtsteil des Quartalmagazins »Kunst und Kirche«, das sich aktuellen Themen aus Kunst und Architektur im kirchlichen Kontext widmet. (WS 20)

© EKD-Kultur, Ralf Klöden
Vorbereitungsstab 2022, Workshopleitende 2022

Klaus-Martin Bresgott

1967 geboren, studierte Germanistik und Kunstgeschichte, parallel Chorleitung. Nach freiberuflicher Tätigkeit ist er seit 2009 im Kulturbüro der EKD für die Initiierung und Beratung bundesweiter Projekte im Bereich kultureller Bildung aktiv. Er veröffentlichte unter anderem »Neue sakrale Räume – 100 Kirchen der klassischen Moderne« (Zürich, 2019) und die Reihe »Sehen lernen – die Sprache der Künste in der Welt der Kirche«. Für CD-Einspielungen erhielt er 2009 den »Preis der Deutschen Schallplattenkritik«, 2019 den »choc de classica«. (WS 14)

© EKD-Kultur, Andreas Schoelzel
Vorbereitungsstab 2022, Workshopleitende 2022

Johann Hinrich Claussen

1964 geboren, studierte evangelische Theologie in Tübingen, Hamburg und London. Er promovierte und habilitierte in Systematischer Theologie, ist Honorar-Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin, publiziert zu kulturtheologischen Themen in überregionalen Zeitungen und ist seit 2016 Kulturbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. Bekannt wurde er mit einer Geschichte des Kirchenbaus und der Kirchenmusik, zuletzt (2021) mit Ulrich Lilie »Für sich sein: Ein Atlas der Einsamkeiten.« (WS 14)

©EKiR
Workshopleitende 2022

Oliver Conzelmann

1970 geboren, absolvierte eine Ausbildung zum Restaurator für moderne Kunst im Restaurierungszentrum in Düsseldorf. 2000 folgte der Abschluss des Architekturstudiums an der FH Düsseldorf. Anschließend arbeitete er im Architekturbüro Hentrich Petchnigg und Partner in Köln. Seit 2008 ist er Architekt in der Bauberatung der Ev. Kirche im Rheinland. 2010 wurde er Mitglied im Presbyterium der Evangelischen Erlöserkirchengemeinde Holsterhausen und arbeitet seit 2018 in der Gemeinde- und Organisationsentwicklung. (WS 13)

© Thomas Erne
Vorbereitungsstab 2022

Paul Thomas Erne

1956 geboren, studierte evangelische Theologie und Schulmusik in Stuttgart, war nach seiner Promotion zunächst Gemeindepfarrer und wurde 2007 Professor für Praktische Theologie und Leiter des EKD-Instituts für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart an der Philipps-Universität Marburg. Diese Stelle hatte er bis zur Schließung des Instituts und seiner Emeritierung 2022 inne. Bekannt wurde er unter anderem durch »Grundwissen Christentum: Kirchenbau« (2012) und »Hybride Räume der Transzendenz. Wozu wir heute noch Kirchen brauchen.« (2017)

©Bernd Stoll, Fotostudio Deidesheim
Workshopleitende 2022

Birgit Franz

1960 geboren, studierte Architektur und ist Professorin für Denkmalpflege und Bauwerkserhaltung an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim (HAWK).
Im kirchlichen Kontext bekannt ist sie durch ihre langjährige Mitarbeit in der Initiative »Kirchen öffnen und erhalten für eine erweiterte Nutzung der Evangelischen Akademikerschaft in Deutschland«, außerdem durch ihre Tätigkeiten als Preisrichterin, sowie zahlreiche Vorträge, Workshops, Moderationen und Publikationen. (WS 15)

©privat
Workshopleitende 2022

Marie-Luise Frey

1958 geboren, studierte nach der Ausbildung zur Paramentenstickerin freie Textilkunst und Flächendesign an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Neben temporären Raum- und Lichtinstallationen lässt sie unter anderem auch Lichtobjekte in Verbindung mit textilem Material für den öffentlichen Raum entstehen. Seit 2004 ist sie Werkstattleiterin und Geschäftsführerin der Textilwerkstatt am Elisabethenstift in Darmstadt, wo sie vorher künstlerisch beratend tätig war. (WS 20)

©privat
Workshopleitende 2022

Ilka Gebauer

1968 geboren, studierte Architektur und Kommunikationsdesign in Wuppertal. Seitdem arbeitete sie überwiegend als Architektin. 2000 gewann sie den ersten Preis bei Stadt, Land Form im Bergischen Land und den Red Dot Award für höchste Designqualität in Essen. Seit 2017 ist sie als Architektin in der Bauberatung der Evangelischen Kirche im Rheinland tätig und berät Kirchengemeinden in baulichen Angelegenheiten und in der Neuorientierung kirchlicher Gebäude. (WS 3)

©privat
Workshopleitende 2022

Albert Gerhards

1951 in Viersen-Dülken geboren, studierte Katholische Theologie in Innsbruck, Rom und Trier. Nach Promotion und Pfarrdienst von 1984 bis 2017 war er Professor für Liturgiewissenschaft an den Universitäten Bochum und Bonn. Von 1985 bis 1995 leitete er die Arbeitsgruppe für kirchliche Architektur und sakrale Kunst der DBK und ist Mitglied des Ökumenischen Arbeitskreises evangelische und katholische Theolog:innen.
Er ist Sprecher der DFG-Forschungsgruppe Sakralraumtransformation (Transara). (WS 22)

© EKiR, Michael Schier
Vorbereitungsstab 2022

Gudrun Gotthardt

1964 geboren, studierte nach einer Schreinerausbildung Architektur in Aachen. Nach dem Referendariat in der staatlichen Bauverwaltung war sie in Architekturbüros und der kommunalen Bauverwaltung tätig, bevor sie 2001 zur EKiR kam. Das dortige Baudezernat leitet sie seit 2009. Zu ihren Aufgaben zählen die Erhaltung und Weiterentwicklung des landeskirchlichen Gebäudebestandes sowie die Beratung der Kirchengemeinden und -kreise bei deren Bauvorhaben, insbesondere an Kirchen und Denkmälern.

© Joel Harris
Vortragende 2022

Joel Harris

1963 geboren, studierte Architektur an der University of Portsmouth und an der TU Stuttgart, war zunächst in verschiedenen Architekturbüros und am Institut für Städtebau der TU Stuttgart im Lehramt tätig und eröffnete 2000 in Partnerschaft mit Volker Kurrle ein eigenes Büro in Stuttgart. Zwei Wettbewerbserfolge waren Ausgangspunkt für die gemeinsame Arbeit, die seitdem von der Planung öffentlicher Gebäude bestimmt wird. 2005 wurde er in den BDA berufen und ist seit 2008 auch als Fachpreisrichter tätig.

© Urban Zintel
Vortragende 2022

Vera Hartmann

studierte Architektur an der BTU Cottbus, an der ETSAB in Barcelona sowie an der UdK Berlin. Sie arbeitete währenddessen unter anderem bei Angélil Graham in Zürich und bei asymptote architecture in New York. Seit 2000 ist sie bei Sauerbruch Hutton tätig, seit 2020 als Partnerin und betreut und verantwortet Projekte mit dem Schwerpunkt im Bereich Wohnungs- und Bildungsbau. Neben der Planung von Neubauten zählt das Bauen im Bestand und die Innenarchitektur zu ihren Spezialgebieten.

©privat
Workshopleitende 2022

Mario Haunhorst

1967 geboren, studierte Kunstpädagogik, Kunstgeschichte und Germanistik. In seiner künstlerischen Arbeit und Forschung setzt er sich mit der Veränderung von Wahrnehmungsprozessen auseinander, entwirft Licht- und Rauminstallationen und Szenografien (Marktkirche Wiesbaden 2021, Marktkirche Bremen 2021, Stiftskirche Cappenberg 2022) und entwickelt Kunst im öffentlichen Raum (Bahnhofsunterführung Wiesbaden 2007). Er ist geschäftsführender Gesellschafter der silberstreif-planungsgruppe Krefeld und lehrt an der Hochschule Osnabrück. (WS 24)

©Alexandra Kowitzke
Workshopleitende 2022

Esther Ulli Heckmann

1987 in Duisburg geboren, studierte archäologische Wissenschaften, Kunstgeschichte sowie Ur- und Frühgeschichte im Master an der Ruhr-Universität Bochum. Von 2014 bis 2017 war sie als Architekturhistorikerin in einem Essener Architekturbüro mit Schwerpunkt Bauen im Bestand, historische und denkmalgeschützte Gebäude tätig. Seit 2017 ist sie als Projektleiterin bei Baukultur Nordrhein-Westfalen (ehemals StadtBauKultur NRW) für das Projekt »Zukunft – Kirchen – Räume. Kirchengebäude erhalten, anpassen und umnutzen« verantwortlich. (WS 6)

©EKiR
Workshopleitende 2022

Antje Hieronimus

1967 geboren, studierte Rechtswissenschaften und Geschichte in Würzburg, Caen und Bonn. Seit 1997 Juristin bei der EKiR, wurde sie 2011 als stellvertretende Leiterin der Abteilung Recht und Kirchenkreise zum Mitglied des Kollegiums des Landeskirchenamtes berufen. Zuständigkeiten betreffen u.a. die Verwaltungsstrukturreform mit der Einrichtung von Liegenschaftsverwaltungen, Genehmigung von Bauangelegenheiten, Entwidmungen und Nutzungsverträgen sowie Beratung von Kirchenkreisen und -gemeinden in strukturellen und rechtlichen Belangen. (WS 4)

©
Workshopleitende 2022

Johanna Kalinna

1989 geboren, studierte Theologie in Münster, Jerusalem und Göttingen. Als Pfarrerin arbeitet sie in einer Gemeinde und beim Projekt Erprobungsräume, wo sie sich für eine Mixed Economy engagiert – das vielfältige Miteinander von Kirche und neuen Formen. Gespeist aus Erfahrungen und langjähriger Wahrnehmung von Fresh Expressions of Chruch in England und ihrer Arbeit bei die.beymeister, einer Initiative außerhalb von Kirchenmauern und Netzwerken zu deutschlandweiten Initiativen, unterstützt und begleitet sie Pionier-Prozesse. (WS 8)

©Katholische Arbeitsstelle für missionarische Pastoral
Workshopleitende 2022

Stephan Ch. Kessler

1959 geboren, studierte Geschichte, Philosophie, Theologie und Sprachwissenschaften in Freiburg i. Br, Dublin, München und Innsbruck und promovierte zur spätantiken Schrifthermeneutik. Seit 1986 ist er Mitglied der Gesellschaft Jesu (Jesuiten) und arbeitet im Bereich der Jugendarbeit und Ausbildungsverantwortung für Seelsorgende. Seit 2017 ist er Pfarrer und Leiter der Kunst-Station Sankt Peter Köln. Veröffentlichungen: »Missionarisch durch den Verzicht auf Mission.« »Gegenwärtigkeit als ästhetischer und pastoraler Stil der Kunst-Station Sankt Peter Köln.« (WS 21)

©Fotografin Alexandra Roth, evangelischer Kitaverband Essen
Workshopleitende 2022

Ellen Kiener

1964 geboren, studierte Evangelische Theologie. Seit 1993 arbeitet sie als Pfarrerin in Altenessen-Karnap. Im Jahr 2017 konnte das neue Gemeindezentrum an der Alten Kirche Altenessen nach einem intensiven Prozess in der Gemeinde und einem gelungenen Wettbewerb in Dienst genommen werden.
Das neue Gemeindezentrum wurde mit Preisen aus Kirche, Architektur und Stadt bedacht. Sie leitet den Ausschuss für Immobilienentwicklung im Kirchenkreis Essen. (WS 13)

©privat
Workshopleitende 2022

Gerald Klahr

1980 geboren, studierte Architektur und Design an der BU Wuppertal, der AA London und der AdBK Stuttgart und ist Mitbegründer des Büros Prinzmetal, das sich auf Kirchenräume und deren inhärente soziale Prozesse spezialisiert.
Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kirchbauinstitut der EKD in Marburg und dem Institut für Stadt und Landschaft am KIT in Karlsruhe und hatte Lehraufträge an der HfT Stuttgart sowie Gastprofessuren an der Technischen Universität Irkutsk und der Kunstakademie Beirut. (WS 10)

© PicturePeople
Vorbereitungsstab 2022

Maren Kockskämper

1982 geboren, studierte Wirtschaft, Schwerpunkt Kultur-, Medien- und Freizeitmanagement in der Vertiefung Marketing und ist seit 2016 Referentin für Marketing der Evangelischen Kirche im Rheinland. Als solche ist sie für Events, Kunst- und Kulturprojekte sowie strategische Kommunikations- und Marketingberatung zuständig. Derzeit befasst sie sich besonders mit den Themen Mitgliederorientierung und digital gestützter systematischer Begleitung von Mitgliedern auf ihrer Lebensreise.

©ASG-Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH
Workshopleitende 2022

Michael Kress

1963 geboren, ist Architekt und seit über 25 Jahren in der Planung und Projektleitung von kirchlichen, sozial-diakonischen und Mietwohnungsbauten tätig. Seit 2017 ist er technischer Leiter und Prokurist der Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region (ASG), die zu 100 Prozent der Evangelischen Kirche gehört. Die Gesellschaft steht in der Tradition, Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen zur Verfügung zu stellen und nimmt diese Aufgabe in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche und Diakonie wahr. (WS 9)

© Jörg Lauster
Vortragende 2022

Jörg Lauster

1966 geboren, studierte evangelische Theologie, Philosophie und Romanistik in München, Heidelberg und Tübingen, ist Professor für Systematische Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und forscht über die Kultur- und Sinngeschichte des Christentums. Er ist Autor zahlreicher Bücher. Besonders bekannt wurde er mit »Die Verzauberung der Welt. Eine Kulturgeschichte des Christentums« (München, 2014), das die christliche Kultur als den Schlüssel zum Verständnis des Abendlands offenbart.

©Foto Malik
Workshopleitende 2022

Monika Lepel

1962 geboren, ist Innenarchitektin und studierte an der Peter Behrens School of Architecture in Düsseldorf sowie der internationalen Sommerakademie in Salzburg. Mit ihrem Mann Reinhard Lepel führt sie seit 1994 das Innen- und Architekturbüro LEPEL & LEPEL in Köln. New Work, nachhaltiges Bauen und Kirchenräume sind zentrale Themen ihrer Arbeit. Ihre Projekte wurden mit international renommierten Preisen ausgezeichnet - darunter der IF Award, Best Architects Award, Red Dot Design Award, der Deutsche Innenarchitekturpreis und der EKiR-Architekturpreis. (WS 12)

©Hans Jürgen Landes
Workshopleitende 2022

Stefanie Lieb

1966 in Krefeld geboren, studierte Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, Deutsche Philologie und Philosophie in Düsseldorf und Köln und habilitierte sich im Fach Kunstgeschichte. Sie ist außenplanmäßige Professorin an der Universität Köln und seit 2011 Studienleiterin für Kunst an der Katholischen Akademie Schwerte. In der DFG-Forschungsgruppe TRANSARA leitet sie seit 2020 das kunsthistorische Projekt an der Universität Köln. Zahlreiche Publikationen zum Kirchenbau wie »Die Sakralbauten der Architektenfamilie Böhm«. (WS 22)

© Gerhard Matzig
Vortragende 2022

Gerhard Matzig

1963 geboren, studierte Medizin, Rechtswissenschaft, Politische Wissenschaften und Architektur. Er ist leitender Redakteur der Süddeutschen Zeitung, hat Gastprofessuren für Architekturtheorie in Wien und Lübeck inne und veröffentlicht daneben zahlreiche Bücher. 2013 erhielt er den DAI-Literaturpreis 2013 und 2018 den BDA-Preis für Architekturkritik. Gerhard Matzig ist verheiratet und hat drei Kinder, trat wieder in die katholische Kirche ein und hegt Sympathie für das Antizyklische.

©Foto Birgit Franz
Workshopleitende 2022

Georg Maybaum

1960 geboren, studierte Bauingenieurwesen und Wirtschaftswissenschaften. Er ist Professor für Geotechnik an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim (HAWK) sowie öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger im Grundbau. Im kirchlichen Kontext bekannt wurde er durch seine Forschungen zur Bestattungskultur, insbesondere zu Kolumbarien in Kirchen und Kapellen, die in zahlreichen Publikationen, Workshops, Moderationen und Vorträgen präsentiert wurden. (WS 15)

©Christian Boerger
Workshopleitende 2022

Kerstin Menzel

1981 geboren, studierte Evangelische Theologie in Marburg, New York, Leipzig und Berlin. Nach Promotion zum Pfarrberuf in ländlichen Gemeinden Ostdeutschlands arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Leipziger Teilprojekt der Forschungsgruppe 2733 »Sakralraumtransformation im säkularen Kontext am Beispiel hybrider Räume« und assistiert am Lehrstuhl für Praktische Theologie der Universität Leipzig. Demnächst erscheint von ihr und Alexander Deeg der Band zu »Diakonischer Kirchen(um)nutzung«.
(WS 22)

© EKD-Kultur, Ralf Klöden
Vorbereitungsstab 2022, Workshopleitende 2022

Josephine Paetzel

1993 geboren, studierte Architektur und Städtebau an der Technischen Universität Dortmund und anschließend Kunstgeschichte und italienische Philologie an der Freien Universität zu Berlin.
Nach ersten Erfahrungen im kulturellen Bereich und mehrjähriger sozialer Tätigkeit ist Josephine Paetzel seit Mai 2021 als Assistenz im Kulturbüro des Rates der EKD tätig. Dort agiert sie vor allem im Bereich kultureller Bildung im Kontext von Sakralarchitektur und in der publizistischen Aufbereitung aktueller Themen des Kulturbüros. (WS 14)

©Paul Ott
Workshopleitende 2022

Annette Paul

1968 geboren, studierte Architektur an der RWTH in Aachen. Seit 1996 arbeitet sie als freiberufliche Architektin und Stadtplanerin mit Gerd Lorber (Lorber Paul Architekten) in Köln. Neben Wohnungs- und Bildungsbau ist sakrale Architektur eines ihrer Anliegen. Ihr Projekt »Neugestaltung der Heilandkirche« in Bonn-Mehlem erhielt 2017 eine Anerkennung bei »Gute Bauten Bonn« und 2018 den EKiR-Architekturpreis. Sie ist Mitglied in mehreren Gestaltungsbeiräten und als Jurorin bei unterschiedlichen Architektur- und Städtebauwettbewerben tätig. (WS 18)

©KD-Bank_Andreas Buck
Workshopleitende 2022

Carsten Pierburg

1970 in Mülheim geboren, ist nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann seit 1993 bei der Bank für Kirche und Diakonie eG – KD-Bank beschäftigt.
Als leitender Vertriebsmanager ist er unter anderem für die bedarfsgerechte Finanzierung von Bauprojekten bei Kirche und Diakonie zuständig.
Dabei kann er sowohl seine Erfahrung aus über 20 Jahren Kundenbetreuung der kirchlichen Sozialwirtschaft als auch als Finanzkirchmeister einer westfälischen Kirchengemeinde einbringen. (WS 9)

@VG-Bildkunst Bonn
Workshopleitende 2022

Johanna Reich

1977 geboren, studierte Freie Kunst an der Kunstakademie Münster, der HfBK Hamburg und der Kunsthochschule für Medien Köln. Sie wurde u.a. mit dem Konrad-von-Soest-Preis, dem Luise-Straus-Preis und dem Nam June Paik Award ausgezeichnet. Ihre Arbeiten sind in zahlreichen Ausstellungen und Sammlungen vertreten wie der Sammlung Goetz München, im Tokyo Metropolitan Museum of Photography und der Jerry Speyer Collection in New York. Seit 2020 hat sie eine Gastprofessur an der Akademie der Bildenden Künste München. (WS 16)

©privat
Workshopleitende 2022

Daniel Rossa

1989 geboren, studierte Evangelische Theologie in Marburg und Nottingham. Er ist Assistent am Lehrstuhl für Systematische Theologie/Hermeneutik an der Universität Bonn und schreibt derzeit seine Dissertationsschrift zu einer Negativen Theologie ästhetischer Gestaltung.
Dazu experimentiert er in Lehre und Forschung mit Kunst, Liturgie und Architektur als Gestalt von Theologie. Seine Aufsätze »Leere voller Gott« und »Between Realistic Disillusionment and Virtual Enchantment« sind Ausdruck davon. (WS 1)

©privat
Workshopleitende 2022

Gabriele Salberg

1963 geboren, studierte Architektur in Köln und war studienbegleitend im Architekturbüro Dr. Bruno Wasser, mit Schwerpunkt Denkmalpflege tätig. Seit 1997 ist sie mit eigenem Büro in Lindlar ansässig mit den Tätigkeitsfeldern Wohnungsbauten, Projekte im Industrie-, Gewerbe- und Verwaltungsbau, öffentliche Bauten für Kultur, Gesundheitswesen, Schulerweiterungsbauten und Betriebskindergärten.
Seit Ende der 1990er Jahre ist sie Mitglied im Arbeitskreis für Baufragen der EKiR und als Fachpreisrichterin tätig. (WS 3)

©ekir_wichert
Workshopleitende 2022

Markus Schaefer

1966 geboren, studierte Evangelische Theologie. Nach dem Gemeindepfarramt in Rheinbach und 9 Jahren als Pfarrer der Auslandsgemeinde in Paris war er Landespfarrer für internationale Gemeinden. Seit 2017 ist er als Ökumenedezernent der Evangelischen Kirche im Rheinland u.a. zuständig für die Beziehungen zu den anderen christlichen Kirchen und für die EKD Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland. Er hat an mehreren Projekten zur ökumenischen Nutzung von Gebäuden mitgearbeitet. (WS 5)

©privat
Workshopleitende 2022

Harald Schlüter

ist stellvertretender Leiter im DOMFORUM in Köln und als Referent für Dom- und Kirchenführungen für die Organisation der Führungen im Kölner Dom und in den romanischen Kirchen zuständig. Seit über 20 Jahren ist er Mitorganisator der Arbeitsgemeinschaft Netzwerk Kirchenführung, seit 2019 ist er Mitglied in der Katholischen Arbeitsgemeinschaft Freizeit und Tourismus (KAFT) und seit vielen Jahren für den Bundesverband Kirchenpädagogik als Ansprechpartner für NRW (Köln) beauftragt. (WS 23)

©privat
Workshopleitende 2022

Tilmann Späth

1984 in Freiburg geboren, erlernte nach dem Besuch der Holzfachschule von 2001 bis 2004 den Beruf des Orgelbauers bei »Rensch Orgelbau« in Lauffen am Neckar und ist seit 2004 Mitarbeiter der Firma »Freiburger Orgelbau« Hartwig und Tilmann Späth OGH. 2008 legte er die Meisterprüfung in Ludwigsburg ab und ist seit Herbst 2008 Mitinhaber des »Freiburger Orgelbau«. Von 2008 bis 2009 besuchte er die Akademie für Betriebsmanagement im Handwerk und ist seit 2015 im Beirat im »Bund Deutscher Orgelbaumeister« (BDO). (WS 18)

© Gisela Steinhauer
Vortragende 2022

Gisela Steinhauer

1960 geboren, studierte Germanistik, Publizistik und Theologie und fand schon während des Studiums den Weg zum Journalismus. Sie ist Moderatorin beim WDR und beim Deutschlandfunk (WDR 2, WDR 5 und DLF-Kultur) und Buchautorin. Zuletzt veröffentlichte sie »Der schräge Vogel fängt mehr als den Wurm: Von Menschen mit Mut zum Neuanfang« (Frankfurt am Main, 2021). Für ihre journalistische Arbeit wurde sie unter anderem mit dem Kurt Magnus Preis und dem Deutschen Radiopreis ausgezeichnet.

©ASG-Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH
Workshopleitende 2022

Guido Stephan

1965 geboren, hat nach der Ausbildung zum Immobilienkaufmann den Immobilienfachwirt und den Bilanzbuchhalter (IHK) erlangt und ist seit 40 Jahren in der Immobilienwirtschaft tätig. Seit 1997 ist er Geschäftsführer der Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region (ASG), die zu 100 Prozent der Evangelischen Kirche gehört. Die Gesellschaft steht in der Tradition, Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen zur Verfügung zu stellen und nimmt diese Aufgabe zusammen mit der Evangelischen Kirche und Diakonie wahr. (WS 9)

©privat
Workshopleitende 2022

Thomas Tebruck

1964 in Duisburg geboren, studierte Architektur an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und arbeitet seit 2002 als Architekt im Bischöflichen Generalvikariat des Bistums Essen. 2006 wurde er zum Abteilungsleiter der Bauabteilung ernannt und 2014 zum Diözesanbaumeister berufen. In seiner Wirkungsbereich als Architekt und Diözesanbaumeister liegt der Schwerpunkt seiner Aktivitäten von Anfang weniger auf Neubau, sondern in der Denkmalpflege, in Baugeschichte und Bauen im Bestand. (WS 5)

©privat
Workshopleitende 2022

Rolf Theobold

1961 geboren, ist seit 1993 Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Porz. Von 1997 bis 2003 war er unmittelbar involviert in die Vorplanung und Umsetzung der Pauluskirche in Köln-Porz-Zündorf. Dieser moderne Rundbau wurde entworfen und verwirklicht von Professor Johannes Kister. Seit 2015 hat sich seine Zuständigkeit auch auf die Lukaskirche ausgeweitet. Seitdem ist er federführend engagiert in dem Prozess, der dieser einzigartigen und vom Jugendstil geprägten Kirche eine Zukunft ermöglichen soll. (WS 6)

©privat
Workshopleitende 2022

Rudolf Thieme

1964 geboren, studierte Bauingenieurwesen mit Vertiefung des Baubetriebes. Seit 2003 ist er Geschäftsführer der Danielzik Baumanagement GmbH, seit 2020 im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Außergerichtliche Streitbeilegung in der Bau- und Immobilienwirtschaft e.V. Als verantwortlicher Projektsteuerer hat er mehrere Gemeindezentren, wie z.B. das 2018 mit dem Architekturpreis der Landeskirche ausgezeichnete Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde St. Tönis, wo er seit 2017 Bau-, und Finanzkirchmeister ist, realisiert. (WS 3)

©privat
Workshopleitende 2022

Sonja Tinney

1974 geboren, studierte Architektur an der Leibniz Universität in Hannover sowie der IUAV in Venedig. Seit 2007 arbeitet sie freiberuflich als Architektin in unterschiedlichen Kooperationen mit verschiedenen Architekturbüros. Parallel war sie seither in der Lehre an der Universität Hannover, der Alanus Hochschule in Bonn und seit 2018 als Lehrbeauftragte an der HAWK Hildesheim tätig. Neben dem experimentellen Entwerfen und Konstruieren zählt das Bauen im Bestand zu ihren Schwerpunkten. (WS 15)

©privat
Workshopleitende 2022

Frank Vogelsang

1963 geboren, ist Evangelischer Theologe, Diplom-Ingenieur, Leiter der Stabsstelle »Gesellschaftliche Verantwortung« im Landeskirchenamt der EKiR sowie Direktor der Evangelischen Akademie im Rheinland. Schwerpunkte bilden hier Wissenschaftliche Moderne und Weltanschauungsfragen sowie Philosophische und theologische Publikationen zur Deutung der Wirklichkeit mit einem Schwerpunkt auf der Leibphänomenologie von Merleau-Ponty und Waldenfels. Letzte Publikation: »Soziale Verbundenheit. Das Ringen um Gemeinschaft und Solidarität in der Spätmoderne.« (WS 16)

©privat
Workshopleitende 2022

Aaron Werbick

1980 geboren, studierte Architektur und Design an der AdBK Stuttgart und ist Mitbegründer des Büros Prinzmetal, das sich auf Kirchenräume und deren inhärente soziale Prozesse spezialisiert.
Als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der HfG Karlsruhe leitete er die fächerübergreifende Grundlagenlehre mit Schwerpunkt Ausstellungsdesign und Szenografie. In Kooperationen mit Künstlern und Architekten realisierte er u.a. Ausstellungen am HKW Berlin, MMK Frankfurt sowie Inszenierungen an der Staatsoper Stuttgart. (WS 10)

©privat
Workshopleitende 2022

Reinhard Wiesemann

1959 in Wuppertal geboren, studierte Elektrotechnik an der Bergischen Universität Wuppertal, ist ursprünglich Erfinder im Bereich Computertechnik und agiert heute als Sozialunternehmer und Kulturförderer. Seit 20 Jahren engagiert er sich für freiheitliche, vielfältige Strukturen und gründete unter anderem das »Unperfekthaus«, eine Einrichtung, die kreativen Menschen mit möglichst kostenlosen Ressourcen Unterstützung bietet, und ein Mehrgenerationenhaus in Essen. Seit 2018 ist er Stifter und im Vorstand der VielRespektStiftung. (WS 4)

©privat
Workshopleitende 2022

Gabriele Wilpers

1953 geboren, studierte nach der Ausbildung zur Fotografin freie Malerei an der Folkwang Hochschule in Essen. Sie lebt und arbeitet als freiberufliche bildende Künstlerin in Geseke. Zuletzt war sie erste Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe für den öffentlichen Raum. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit – neben Malerei und Fotografie – sind raumbezogene Konzepte, in denen sie mit unterschiedlichen künstlerischen Mitteln (Installation, Objekte, Film, architektonische Glasgestaltung) Grundbedingungen menschlicher Existenz reflektiert. (WS 20)

© Christoph Stein
Vortragende 2022, Workshopleitende 2022

Susanne Zimmermann

1963 geboren, studierte evangelische Theologie, ist seit 1992 Gemeindepfarrerin in Köln und Team-Bauherrin der neuen Erlöserkirche Köln-Weidenpesch. Neben ihrer Gemeindepraxis vertiefte sie ihr Interesse am Kirchenbau der Zeit durch ein Studiensemester am EKD-Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart an der Philipps-Universität Marburg und die Kirchenführerausbildung des Ev. Erwachsenenbildungswerkes Westfalen und Lippe e.V. in Kooperation mit der Kölner Melanchthon-Akademie. (WS 19)

Akteur:innen

Selection-2022
  • Alle Akteur:innen
  • Vorbereitungsstab 2022
  • Vortragende 2022
  • Workshopleitende 2022
©Thomas Ott
Workshopleitende 2022

Dorothee Bielfeld

1973 geboren, studierte nach der Ausbildung zur Steinbildhauerin Architektur in Darmstadt und London. Seit 2000 ist sie freiberufliche Bildhauerin mit Projekten im öffentlichen Raum, für die Bühne und im Sakralraum sowie Ausstellungen und Wettbewerben. Von 2009 bis 2020 war sie Mitglied im Gestaltungsbeirat der Stadt Dortmund, seit 2010 Dozentin für Bühnenbild am Theater Total Bochum. Seit 2013 ist sie Mitglied im Gestaltungsbeirat der Evangelische Landeskirche im Rheinland und Dozentin für Bildhauerei an der Ruhr-Universität Bochum. (WS 2)

©privat
Workshopleitende 2022

Martin Bock

1966 geboren, ist Pfarrer in der EKiR und seit 2008 Leiter der Kölner Melanchthon-Akademie und dort verantwortlich für die Arbeitsbereiche Christlich-jüdischer Dialog und Ökumene. Er ist Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln, Mitglied des Vorstandes der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und Teil der Arbeitsgemeinschaft »Der Dom und die Juden«. Er gehört der Fachgruppe Christen und Juden der Evangelischen Kirche im Rheinland an, von 2017-2021 war er deren Vorsitzender. (WS 23)

©EKiR
Workshopleitende 2022

Cornelia Böhm

1968 geboren, studierte Jura in Köln und arbeitete zunächst als Rechtsanwältin. Seit 2014 ist sie Juristin im Landeskirchenamt, seit 2016 Mitglied der Grundstücks- und Baurechtskommission der EKD. Ihre Zuständigkeit betrifft insbesondere die Beratung von Kirchengemeinden und Genehmigungsverfahren nach kirchlichem Recht. Nach der Miterarbeitung von kirchlichen Vertragsmustern für die ökumenische Nutzung von Kirchen, begleitet sie diese Projekte in der rechtlichen Beratung im Team mit dem Dezernat Theologie und der landeskirchlichen Bauberatung. (WS 5)

©EKiR
Workshopleitende 2022

Gernot Bräker

1962 geboren, nach Tischlerausbildung und mehrjähriger Tätigkeit mit anschließender Meisterprüfung Studium der Architektur in Wuppertal. Während des Studiums und danach Arbeit in einem Architekturbüro mit Schwerpunkt kirchliches Bauen. Nach Erfahrung im kommunalen Bereich 2001 Wechsel ins Baudezernat der EKiR mit den Schwerpunkten Unterhaltung und Weiterentwicklung des landeskirchlichen Gebäudebestands, Beratung von Kirchengemeinden in baulichen und ge-
stalterischen Fragen sowie Begleitung in Gebäudestrukturprozessen. (WS 3)

© Christian Brand, Monika Nonenmacher
Vorbereitungsstab 2022

Christian Brand

1967 geboren, studierte Medienwissenschaften an der Technischen Universität Berlin. Im Anschluss war er zunächst Produktionsleiter in der Filmbranche und in einer Agentur für Medienbeobachtung tätig, dann im Organisationsbüro der Evangelischen Kirchentage in Bremen (2009) und Dresden (2011), ehe er als Referent bei einem medizinischen Dienstleister der DKMS in Köln und Fundraiser für gemeinnützige Organisationen in Düsseldorf und Bonn aktiv war. 2021 übernahm er die Geschäftsführung des Kirchbautages 2022 in Köln.

©privat
Workshopleitende 2022

Claudia Breinl

1959 in Düsseldorf geboren, studierte Germanistik und Komparatistik in München und Mainz. Es folgten die Ausbildung zur Paramentenstickerin und anschließend die Leitung der Textilwerkstatt Elisabethenstift in Darmstadt. Von 1990 bis 2022 war sie Mitarbeiterin am Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart an der Philipps-Universität Marburg, jetzt im Kulturbüro der EKD. Seit 2017 verantwortet sie den Berichtsteil des Quartalmagazins »Kunst und Kirche«, das sich aktuellen Themen aus Kunst und Architektur im kirchlichen Kontext widmet. (WS 20)

© EKD-Kultur, Ralf Klöden
Vorbereitungsstab 2022, Workshopleitende 2022

Klaus-Martin Bresgott

1967 geboren, studierte Germanistik und Kunstgeschichte, parallel Chorleitung. Nach freiberuflicher Tätigkeit ist er seit 2009 im Kulturbüro der EKD für die Initiierung und Beratung bundesweiter Projekte im Bereich kultureller Bildung aktiv. Er veröffentlichte unter anderem »Neue sakrale Räume – 100 Kirchen der klassischen Moderne« (Zürich, 2019) und die Reihe »Sehen lernen – die Sprache der Künste in der Welt der Kirche«. Für CD-Einspielungen erhielt er 2009 den »Preis der Deutschen Schallplattenkritik«, 2019 den »choc de classica«. (WS 14)

© EKD-Kultur, Andreas Schoelzel
Vorbereitungsstab 2022, Workshopleitende 2022

Johann Hinrich Claussen

1964 geboren, studierte evangelische Theologie in Tübingen, Hamburg und London. Er promovierte und habilitierte in Systematischer Theologie, ist Honorar-Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin, publiziert zu kulturtheologischen Themen in überregionalen Zeitungen und ist seit 2016 Kulturbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. Bekannt wurde er mit einer Geschichte des Kirchenbaus und der Kirchenmusik, zuletzt (2021) mit Ulrich Lilie »Für sich sein: Ein Atlas der Einsamkeiten.« (WS 14)

©EKiR
Workshopleitende 2022

Oliver Conzelmann

1970 geboren, absolvierte eine Ausbildung zum Restaurator für moderne Kunst im Restaurierungszentrum in Düsseldorf. 2000 folgte der Abschluss des Architekturstudiums an der FH Düsseldorf. Anschließend arbeitete er im Architekturbüro Hentrich Petchnigg und Partner in Köln. Seit 2008 ist er Architekt in der Bauberatung der Ev. Kirche im Rheinland. 2010 wurde er Mitglied im Presbyterium der Evangelischen Erlöserkirchengemeinde Holsterhausen und arbeitet seit 2018 in der Gemeinde- und Organisationsentwicklung. (WS 13)

© Thomas Erne
Vorbereitungsstab 2022

Paul Thomas Erne

1956 geboren, studierte evangelische Theologie und Schulmusik in Stuttgart, war nach seiner Promotion zunächst Gemeindepfarrer und wurde 2007 Professor für Praktische Theologie und Leiter des EKD-Instituts für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart an der Philipps-Universität Marburg. Diese Stelle hatte er bis zur Schließung des Instituts und seiner Emeritierung 2022 inne. Bekannt wurde er unter anderem durch »Grundwissen Christentum: Kirchenbau« (2012) und »Hybride Räume der Transzendenz. Wozu wir heute noch Kirchen brauchen.« (2017)

©Bernd Stoll, Fotostudio Deidesheim
Workshopleitende 2022

Birgit Franz

1960 geboren, studierte Architektur und ist Professorin für Denkmalpflege und Bauwerkserhaltung an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim (HAWK).
Im kirchlichen Kontext bekannt ist sie durch ihre langjährige Mitarbeit in der Initiative »Kirchen öffnen und erhalten für eine erweiterte Nutzung der Evangelischen Akademikerschaft in Deutschland«, außerdem durch ihre Tätigkeiten als Preisrichterin, sowie zahlreiche Vorträge, Workshops, Moderationen und Publikationen. (WS 15)

©privat
Workshopleitende 2022

Marie-Luise Frey

1958 geboren, studierte nach der Ausbildung zur Paramentenstickerin freie Textilkunst und Flächendesign an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Neben temporären Raum- und Lichtinstallationen lässt sie unter anderem auch Lichtobjekte in Verbindung mit textilem Material für den öffentlichen Raum entstehen. Seit 2004 ist sie Werkstattleiterin und Geschäftsführerin der Textilwerkstatt am Elisabethenstift in Darmstadt, wo sie vorher künstlerisch beratend tätig war. (WS 20)

©privat
Workshopleitende 2022

Ilka Gebauer

1968 geboren, studierte Architektur und Kommunikationsdesign in Wuppertal. Seitdem arbeitete sie überwiegend als Architektin. 2000 gewann sie den ersten Preis bei Stadt, Land Form im Bergischen Land und den Red Dot Award für höchste Designqualität in Essen. Seit 2017 ist sie als Architektin in der Bauberatung der Evangelischen Kirche im Rheinland tätig und berät Kirchengemeinden in baulichen Angelegenheiten und in der Neuorientierung kirchlicher Gebäude. (WS 3)

©privat
Workshopleitende 2022

Albert Gerhards

1951 in Viersen-Dülken geboren, studierte Katholische Theologie in Innsbruck, Rom und Trier. Nach Promotion und Pfarrdienst von 1984 bis 2017 war er Professor für Liturgiewissenschaft an den Universitäten Bochum und Bonn. Von 1985 bis 1995 leitete er die Arbeitsgruppe für kirchliche Architektur und sakrale Kunst der DBK und ist Mitglied des Ökumenischen Arbeitskreises evangelische und katholische Theolog:innen.
Er ist Sprecher der DFG-Forschungsgruppe Sakralraumtransformation (Transara). (WS 22)

© EKiR, Michael Schier
Vorbereitungsstab 2022

Gudrun Gotthardt

1964 geboren, studierte nach einer Schreinerausbildung Architektur in Aachen. Nach dem Referendariat in der staatlichen Bauverwaltung war sie in Architekturbüros und der kommunalen Bauverwaltung tätig, bevor sie 2001 zur EKiR kam. Das dortige Baudezernat leitet sie seit 2009. Zu ihren Aufgaben zählen die Erhaltung und Weiterentwicklung des landeskirchlichen Gebäudebestandes sowie die Beratung der Kirchengemeinden und -kreise bei deren Bauvorhaben, insbesondere an Kirchen und Denkmälern.

© Joel Harris
Vortragende 2022

Joel Harris

1963 geboren, studierte Architektur an der University of Portsmouth und an der TU Stuttgart, war zunächst in verschiedenen Architekturbüros und am Institut für Städtebau der TU Stuttgart im Lehramt tätig und eröffnete 2000 in Partnerschaft mit Volker Kurrle ein eigenes Büro in Stuttgart. Zwei Wettbewerbserfolge waren Ausgangspunkt für die gemeinsame Arbeit, die seitdem von der Planung öffentlicher Gebäude bestimmt wird. 2005 wurde er in den BDA berufen und ist seit 2008 auch als Fachpreisrichter tätig.

© Urban Zintel
Vortragende 2022

Vera Hartmann

studierte Architektur an der BTU Cottbus, an der ETSAB in Barcelona sowie an der UdK Berlin. Sie arbeitete währenddessen unter anderem bei Angélil Graham in Zürich und bei asymptote architecture in New York. Seit 2000 ist sie bei Sauerbruch Hutton tätig, seit 2020 als Partnerin und betreut und verantwortet Projekte mit dem Schwerpunkt im Bereich Wohnungs- und Bildungsbau. Neben der Planung von Neubauten zählt das Bauen im Bestand und die Innenarchitektur zu ihren Spezialgebieten.

©privat
Workshopleitende 2022

Mario Haunhorst

1967 geboren, studierte Kunstpädagogik, Kunstgeschichte und Germanistik. In seiner künstlerischen Arbeit und Forschung setzt er sich mit der Veränderung von Wahrnehmungsprozessen auseinander, entwirft Licht- und Rauminstallationen und Szenografien (Marktkirche Wiesbaden 2021, Marktkirche Bremen 2021, Stiftskirche Cappenberg 2022) und entwickelt Kunst im öffentlichen Raum (Bahnhofsunterführung Wiesbaden 2007). Er ist geschäftsführender Gesellschafter der silberstreif-planungsgruppe Krefeld und lehrt an der Hochschule Osnabrück. (WS 24)

©Alexandra Kowitzke
Workshopleitende 2022

Esther Ulli Heckmann

1987 in Duisburg geboren, studierte archäologische Wissenschaften, Kunstgeschichte sowie Ur- und Frühgeschichte im Master an der Ruhr-Universität Bochum. Von 2014 bis 2017 war sie als Architekturhistorikerin in einem Essener Architekturbüro mit Schwerpunkt Bauen im Bestand, historische und denkmalgeschützte Gebäude tätig. Seit 2017 ist sie als Projektleiterin bei Baukultur Nordrhein-Westfalen (ehemals StadtBauKultur NRW) für das Projekt »Zukunft – Kirchen – Räume. Kirchengebäude erhalten, anpassen und umnutzen« verantwortlich. (WS 6)

©EKiR
Workshopleitende 2022

Antje Hieronimus

1967 geboren, studierte Rechtswissenschaften und Geschichte in Würzburg, Caen und Bonn. Seit 1997 Juristin bei der EKiR, wurde sie 2011 als stellvertretende Leiterin der Abteilung Recht und Kirchenkreise zum Mitglied des Kollegiums des Landeskirchenamtes berufen. Zuständigkeiten betreffen u.a. die Verwaltungsstrukturreform mit der Einrichtung von Liegenschaftsverwaltungen, Genehmigung von Bauangelegenheiten, Entwidmungen und Nutzungsverträgen sowie Beratung von Kirchenkreisen und -gemeinden in strukturellen und rechtlichen Belangen. (WS 4)

©
Workshopleitende 2022

Johanna Kalinna

1989 geboren, studierte Theologie in Münster, Jerusalem und Göttingen. Als Pfarrerin arbeitet sie in einer Gemeinde und beim Projekt Erprobungsräume, wo sie sich für eine Mixed Economy engagiert – das vielfältige Miteinander von Kirche und neuen Formen. Gespeist aus Erfahrungen und langjähriger Wahrnehmung von Fresh Expressions of Chruch in England und ihrer Arbeit bei die.beymeister, einer Initiative außerhalb von Kirchenmauern und Netzwerken zu deutschlandweiten Initiativen, unterstützt und begleitet sie Pionier-Prozesse. (WS 8)

©Katholische Arbeitsstelle für missionarische Pastoral
Workshopleitende 2022

Stephan Ch. Kessler

1959 geboren, studierte Geschichte, Philosophie, Theologie und Sprachwissenschaften in Freiburg i. Br, Dublin, München und Innsbruck und promovierte zur spätantiken Schrifthermeneutik. Seit 1986 ist er Mitglied der Gesellschaft Jesu (Jesuiten) und arbeitet im Bereich der Jugendarbeit und Ausbildungsverantwortung für Seelsorgende. Seit 2017 ist er Pfarrer und Leiter der Kunst-Station Sankt Peter Köln. Veröffentlichungen: »Missionarisch durch den Verzicht auf Mission.« »Gegenwärtigkeit als ästhetischer und pastoraler Stil der Kunst-Station Sankt Peter Köln.« (WS 21)

©Fotografin Alexandra Roth, evangelischer Kitaverband Essen
Workshopleitende 2022

Ellen Kiener

1964 geboren, studierte Evangelische Theologie. Seit 1993 arbeitet sie als Pfarrerin in Altenessen-Karnap. Im Jahr 2017 konnte das neue Gemeindezentrum an der Alten Kirche Altenessen nach einem intensiven Prozess in der Gemeinde und einem gelungenen Wettbewerb in Dienst genommen werden.
Das neue Gemeindezentrum wurde mit Preisen aus Kirche, Architektur und Stadt bedacht. Sie leitet den Ausschuss für Immobilienentwicklung im Kirchenkreis Essen. (WS 13)

©privat
Workshopleitende 2022

Gerald Klahr

1980 geboren, studierte Architektur und Design an der BU Wuppertal, der AA London und der AdBK Stuttgart und ist Mitbegründer des Büros Prinzmetal, das sich auf Kirchenräume und deren inhärente soziale Prozesse spezialisiert.
Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kirchbauinstitut der EKD in Marburg und dem Institut für Stadt und Landschaft am KIT in Karlsruhe und hatte Lehraufträge an der HfT Stuttgart sowie Gastprofessuren an der Technischen Universität Irkutsk und der Kunstakademie Beirut. (WS 10)

© PicturePeople
Vorbereitungsstab 2022

Maren Kockskämper

1982 geboren, studierte Wirtschaft, Schwerpunkt Kultur-, Medien- und Freizeitmanagement in der Vertiefung Marketing und ist seit 2016 Referentin für Marketing der Evangelischen Kirche im Rheinland. Als solche ist sie für Events, Kunst- und Kulturprojekte sowie strategische Kommunikations- und Marketingberatung zuständig. Derzeit befasst sie sich besonders mit den Themen Mitgliederorientierung und digital gestützter systematischer Begleitung von Mitgliedern auf ihrer Lebensreise.

©ASG-Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH
Workshopleitende 2022

Michael Kress

1963 geboren, ist Architekt und seit über 25 Jahren in der Planung und Projektleitung von kirchlichen, sozial-diakonischen und Mietwohnungsbauten tätig. Seit 2017 ist er technischer Leiter und Prokurist der Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region (ASG), die zu 100 Prozent der Evangelischen Kirche gehört. Die Gesellschaft steht in der Tradition, Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen zur Verfügung zu stellen und nimmt diese Aufgabe in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche und Diakonie wahr. (WS 9)

© Jörg Lauster
Vortragende 2022

Jörg Lauster

1966 geboren, studierte evangelische Theologie, Philosophie und Romanistik in München, Heidelberg und Tübingen, ist Professor für Systematische Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und forscht über die Kultur- und Sinngeschichte des Christentums. Er ist Autor zahlreicher Bücher. Besonders bekannt wurde er mit »Die Verzauberung der Welt. Eine Kulturgeschichte des Christentums« (München, 2014), das die christliche Kultur als den Schlüssel zum Verständnis des Abendlands offenbart.

©Foto Malik
Workshopleitende 2022

Monika Lepel

1962 geboren, ist Innenarchitektin und studierte an der Peter Behrens School of Architecture in Düsseldorf sowie der internationalen Sommerakademie in Salzburg. Mit ihrem Mann Reinhard Lepel führt sie seit 1994 das Innen- und Architekturbüro LEPEL & LEPEL in Köln. New Work, nachhaltiges Bauen und Kirchenräume sind zentrale Themen ihrer Arbeit. Ihre Projekte wurden mit international renommierten Preisen ausgezeichnet - darunter der IF Award, Best Architects Award, Red Dot Design Award, der Deutsche Innenarchitekturpreis und der EKiR-Architekturpreis. (WS 12)

©Hans Jürgen Landes
Workshopleitende 2022

Stefanie Lieb

1966 in Krefeld geboren, studierte Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, Deutsche Philologie und Philosophie in Düsseldorf und Köln und habilitierte sich im Fach Kunstgeschichte. Sie ist außenplanmäßige Professorin an der Universität Köln und seit 2011 Studienleiterin für Kunst an der Katholischen Akademie Schwerte. In der DFG-Forschungsgruppe TRANSARA leitet sie seit 2020 das kunsthistorische Projekt an der Universität Köln. Zahlreiche Publikationen zum Kirchenbau wie »Die Sakralbauten der Architektenfamilie Böhm«. (WS 22)

© Gerhard Matzig
Vortragende 2022

Gerhard Matzig

1963 geboren, studierte Medizin, Rechtswissenschaft, Politische Wissenschaften und Architektur. Er ist leitender Redakteur der Süddeutschen Zeitung, hat Gastprofessuren für Architekturtheorie in Wien und Lübeck inne und veröffentlicht daneben zahlreiche Bücher. 2013 erhielt er den DAI-Literaturpreis 2013 und 2018 den BDA-Preis für Architekturkritik. Gerhard Matzig ist verheiratet und hat drei Kinder, trat wieder in die katholische Kirche ein und hegt Sympathie für das Antizyklische.

©Foto Birgit Franz
Workshopleitende 2022

Georg Maybaum

1960 geboren, studierte Bauingenieurwesen und Wirtschaftswissenschaften. Er ist Professor für Geotechnik an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim (HAWK) sowie öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger im Grundbau. Im kirchlichen Kontext bekannt wurde er durch seine Forschungen zur Bestattungskultur, insbesondere zu Kolumbarien in Kirchen und Kapellen, die in zahlreichen Publikationen, Workshops, Moderationen und Vorträgen präsentiert wurden. (WS 15)

©Christian Boerger
Workshopleitende 2022

Kerstin Menzel

1981 geboren, studierte Evangelische Theologie in Marburg, New York, Leipzig und Berlin. Nach Promotion zum Pfarrberuf in ländlichen Gemeinden Ostdeutschlands arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Leipziger Teilprojekt der Forschungsgruppe 2733 »Sakralraumtransformation im säkularen Kontext am Beispiel hybrider Räume« und assistiert am Lehrstuhl für Praktische Theologie der Universität Leipzig. Demnächst erscheint von ihr und Alexander Deeg der Band zu »Diakonischer Kirchen(um)nutzung«.
(WS 22)

© EKD-Kultur, Ralf Klöden
Vorbereitungsstab 2022, Workshopleitende 2022

Josephine Paetzel

1993 geboren, studierte Architektur und Städtebau an der Technischen Universität Dortmund und anschließend Kunstgeschichte und italienische Philologie an der Freien Universität zu Berlin.
Nach ersten Erfahrungen im kulturellen Bereich und mehrjähriger sozialer Tätigkeit ist Josephine Paetzel seit Mai 2021 als Assistenz im Kulturbüro des Rates der EKD tätig. Dort agiert sie vor allem im Bereich kultureller Bildung im Kontext von Sakralarchitektur und in der publizistischen Aufbereitung aktueller Themen des Kulturbüros. (WS 14)

©Paul Ott
Workshopleitende 2022

Annette Paul

1968 geboren, studierte Architektur an der RWTH in Aachen. Seit 1996 arbeitet sie als freiberufliche Architektin und Stadtplanerin mit Gerd Lorber (Lorber Paul Architekten) in Köln. Neben Wohnungs- und Bildungsbau ist sakrale Architektur eines ihrer Anliegen. Ihr Projekt »Neugestaltung der Heilandkirche« in Bonn-Mehlem erhielt 2017 eine Anerkennung bei »Gute Bauten Bonn« und 2018 den EKiR-Architekturpreis. Sie ist Mitglied in mehreren Gestaltungsbeiräten und als Jurorin bei unterschiedlichen Architektur- und Städtebauwettbewerben tätig. (WS 18)

©KD-Bank_Andreas Buck
Workshopleitende 2022

Carsten Pierburg

1970 in Mülheim geboren, ist nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann seit 1993 bei der Bank für Kirche und Diakonie eG – KD-Bank beschäftigt.
Als leitender Vertriebsmanager ist er unter anderem für die bedarfsgerechte Finanzierung von Bauprojekten bei Kirche und Diakonie zuständig.
Dabei kann er sowohl seine Erfahrung aus über 20 Jahren Kundenbetreuung der kirchlichen Sozialwirtschaft als auch als Finanzkirchmeister einer westfälischen Kirchengemeinde einbringen. (WS 9)

@VG-Bildkunst Bonn
Workshopleitende 2022

Johanna Reich

1977 geboren, studierte Freie Kunst an der Kunstakademie Münster, der HfBK Hamburg und der Kunsthochschule für Medien Köln. Sie wurde u.a. mit dem Konrad-von-Soest-Preis, dem Luise-Straus-Preis und dem Nam June Paik Award ausgezeichnet. Ihre Arbeiten sind in zahlreichen Ausstellungen und Sammlungen vertreten wie der Sammlung Goetz München, im Tokyo Metropolitan Museum of Photography und der Jerry Speyer Collection in New York. Seit 2020 hat sie eine Gastprofessur an der Akademie der Bildenden Künste München. (WS 16)

©privat
Workshopleitende 2022

Daniel Rossa

1989 geboren, studierte Evangelische Theologie in Marburg und Nottingham. Er ist Assistent am Lehrstuhl für Systematische Theologie/Hermeneutik an der Universität Bonn und schreibt derzeit seine Dissertationsschrift zu einer Negativen Theologie ästhetischer Gestaltung.
Dazu experimentiert er in Lehre und Forschung mit Kunst, Liturgie und Architektur als Gestalt von Theologie. Seine Aufsätze »Leere voller Gott« und »Between Realistic Disillusionment and Virtual Enchantment« sind Ausdruck davon. (WS 1)

©privat
Workshopleitende 2022

Gabriele Salberg

1963 geboren, studierte Architektur in Köln und war studienbegleitend im Architekturbüro Dr. Bruno Wasser, mit Schwerpunkt Denkmalpflege tätig. Seit 1997 ist sie mit eigenem Büro in Lindlar ansässig mit den Tätigkeitsfeldern Wohnungsbauten, Projekte im Industrie-, Gewerbe- und Verwaltungsbau, öffentliche Bauten für Kultur, Gesundheitswesen, Schulerweiterungsbauten und Betriebskindergärten.
Seit Ende der 1990er Jahre ist sie Mitglied im Arbeitskreis für Baufragen der EKiR und als Fachpreisrichterin tätig. (WS 3)

©ekir_wichert
Workshopleitende 2022

Markus Schaefer

1966 geboren, studierte Evangelische Theologie. Nach dem Gemeindepfarramt in Rheinbach und 9 Jahren als Pfarrer der Auslandsgemeinde in Paris war er Landespfarrer für internationale Gemeinden. Seit 2017 ist er als Ökumenedezernent der Evangelischen Kirche im Rheinland u.a. zuständig für die Beziehungen zu den anderen christlichen Kirchen und für die EKD Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland. Er hat an mehreren Projekten zur ökumenischen Nutzung von Gebäuden mitgearbeitet. (WS 5)

©privat
Workshopleitende 2022

Harald Schlüter

ist stellvertretender Leiter im DOMFORUM in Köln und als Referent für Dom- und Kirchenführungen für die Organisation der Führungen im Kölner Dom und in den romanischen Kirchen zuständig. Seit über 20 Jahren ist er Mitorganisator der Arbeitsgemeinschaft Netzwerk Kirchenführung, seit 2019 ist er Mitglied in der Katholischen Arbeitsgemeinschaft Freizeit und Tourismus (KAFT) und seit vielen Jahren für den Bundesverband Kirchenpädagogik als Ansprechpartner für NRW (Köln) beauftragt. (WS 23)

©privat
Workshopleitende 2022

Tilmann Späth

1984 in Freiburg geboren, erlernte nach dem Besuch der Holzfachschule von 2001 bis 2004 den Beruf des Orgelbauers bei »Rensch Orgelbau« in Lauffen am Neckar und ist seit 2004 Mitarbeiter der Firma »Freiburger Orgelbau« Hartwig und Tilmann Späth OGH. 2008 legte er die Meisterprüfung in Ludwigsburg ab und ist seit Herbst 2008 Mitinhaber des »Freiburger Orgelbau«. Von 2008 bis 2009 besuchte er die Akademie für Betriebsmanagement im Handwerk und ist seit 2015 im Beirat im »Bund Deutscher Orgelbaumeister« (BDO). (WS 18)

© Gisela Steinhauer
Vortragende 2022

Gisela Steinhauer

1960 geboren, studierte Germanistik, Publizistik und Theologie und fand schon während des Studiums den Weg zum Journalismus. Sie ist Moderatorin beim WDR und beim Deutschlandfunk (WDR 2, WDR 5 und DLF-Kultur) und Buchautorin. Zuletzt veröffentlichte sie »Der schräge Vogel fängt mehr als den Wurm: Von Menschen mit Mut zum Neuanfang« (Frankfurt am Main, 2021). Für ihre journalistische Arbeit wurde sie unter anderem mit dem Kurt Magnus Preis und dem Deutschen Radiopreis ausgezeichnet.

©ASG-Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH
Workshopleitende 2022

Guido Stephan

1965 geboren, hat nach der Ausbildung zum Immobilienkaufmann den Immobilienfachwirt und den Bilanzbuchhalter (IHK) erlangt und ist seit 40 Jahren in der Immobilienwirtschaft tätig. Seit 1997 ist er Geschäftsführer der Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region (ASG), die zu 100 Prozent der Evangelischen Kirche gehört. Die Gesellschaft steht in der Tradition, Wohnraum für alle Bevölkerungsgruppen zur Verfügung zu stellen und nimmt diese Aufgabe zusammen mit der Evangelischen Kirche und Diakonie wahr. (WS 9)

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Workshopleitende 2022

Thomas Tebruck

1964 in Duisburg geboren, studierte Architektur an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und arbeitet seit 2002 als Architekt im Bischöflichen Generalvikariat des Bistums Essen. 2006 wurde er zum Abteilungsleiter der Bauabteilung ernannt und 2014 zum Diözesanbaumeister berufen. In seiner Wirkungsbereich als Architekt und Diözesanbaumeister liegt der Schwerpunkt seiner Aktivitäten von Anfang weniger auf Neubau, sondern in der Denkmalpflege, in Baugeschichte und Bauen im Bestand. (WS 5)

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Workshopleitende 2022

Rolf Theobold

1961 geboren, ist seit 1993 Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Porz. Von 1997 bis 2003 war er unmittelbar involviert in die Vorplanung und Umsetzung der Pauluskirche in Köln-Porz-Zündorf. Dieser moderne Rundbau wurde entworfen und verwirklicht von Professor Johannes Kister. Seit 2015 hat sich seine Zuständigkeit auch auf die Lukaskirche ausgeweitet. Seitdem ist er federführend engagiert in dem Prozess, der dieser einzigartigen und vom Jugendstil geprägten Kirche eine Zukunft ermöglichen soll. (WS 6)

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Workshopleitende 2022

Rudolf Thieme

1964 geboren, studierte Bauingenieurwesen mit Vertiefung des Baubetriebes. Seit 2003 ist er Geschäftsführer der Danielzik Baumanagement GmbH, seit 2020 im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Außergerichtliche Streitbeilegung in der Bau- und Immobilienwirtschaft e.V. Als verantwortlicher Projektsteuerer hat er mehrere Gemeindezentren, wie z.B. das 2018 mit dem Architekturpreis der Landeskirche ausgezeichnete Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde St. Tönis, wo er seit 2017 Bau-, und Finanzkirchmeister ist, realisiert. (WS 3)

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Workshopleitende 2022

Sonja Tinney

1974 geboren, studierte Architektur an der Leibniz Universität in Hannover sowie der IUAV in Venedig. Seit 2007 arbeitet sie freiberuflich als Architektin in unterschiedlichen Kooperationen mit verschiedenen Architekturbüros. Parallel war sie seither in der Lehre an der Universität Hannover, der Alanus Hochschule in Bonn und seit 2018 als Lehrbeauftragte an der HAWK Hildesheim tätig. Neben dem experimentellen Entwerfen und Konstruieren zählt das Bauen im Bestand zu ihren Schwerpunkten. (WS 15)

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Workshopleitende 2022

Frank Vogelsang

1963 geboren, ist Evangelischer Theologe, Diplom-Ingenieur, Leiter der Stabsstelle »Gesellschaftliche Verantwortung« im Landeskirchenamt der EKiR sowie Direktor der Evangelischen Akademie im Rheinland. Schwerpunkte bilden hier Wissenschaftliche Moderne und Weltanschauungsfragen sowie Philosophische und theologische Publikationen zur Deutung der Wirklichkeit mit einem Schwerpunkt auf der Leibphänomenologie von Merleau-Ponty und Waldenfels. Letzte Publikation: »Soziale Verbundenheit. Das Ringen um Gemeinschaft und Solidarität in der Spätmoderne.« (WS 16)

©privat
Workshopleitende 2022

Aaron Werbick

1980 geboren, studierte Architektur und Design an der AdBK Stuttgart und ist Mitbegründer des Büros Prinzmetal, das sich auf Kirchenräume und deren inhärente soziale Prozesse spezialisiert.
Als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der HfG Karlsruhe leitete er die fächerübergreifende Grundlagenlehre mit Schwerpunkt Ausstellungsdesign und Szenografie. In Kooperationen mit Künstlern und Architekten realisierte er u.a. Ausstellungen am HKW Berlin, MMK Frankfurt sowie Inszenierungen an der Staatsoper Stuttgart. (WS 10)

©privat
Workshopleitende 2022

Reinhard Wiesemann

1959 in Wuppertal geboren, studierte Elektrotechnik an der Bergischen Universität Wuppertal, ist ursprünglich Erfinder im Bereich Computertechnik und agiert heute als Sozialunternehmer und Kulturförderer. Seit 20 Jahren engagiert er sich für freiheitliche, vielfältige Strukturen und gründete unter anderem das »Unperfekthaus«, eine Einrichtung, die kreativen Menschen mit möglichst kostenlosen Ressourcen Unterstützung bietet, und ein Mehrgenerationenhaus in Essen. Seit 2018 ist er Stifter und im Vorstand der VielRespektStiftung. (WS 4)

©privat
Workshopleitende 2022

Gabriele Wilpers

1953 geboren, studierte nach der Ausbildung zur Fotografin freie Malerei an der Folkwang Hochschule in Essen. Sie lebt und arbeitet als freiberufliche bildende Künstlerin in Geseke. Zuletzt war sie erste Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe für den öffentlichen Raum. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit – neben Malerei und Fotografie – sind raumbezogene Konzepte, in denen sie mit unterschiedlichen künstlerischen Mitteln (Installation, Objekte, Film, architektonische Glasgestaltung) Grundbedingungen menschlicher Existenz reflektiert. (WS 20)

© Christoph Stein
Vortragende 2022, Workshopleitende 2022

Susanne Zimmermann

1963 geboren, studierte evangelische Theologie, ist seit 1992 Gemeindepfarrerin in Köln und Team-Bauherrin der neuen Erlöserkirche Köln-Weidenpesch. Neben ihrer Gemeindepraxis vertiefte sie ihr Interesse am Kirchenbau der Zeit durch ein Studiensemester am EKD-Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart an der Philipps-Universität Marburg und die Kirchenführerausbildung des Ev. Erwachsenenbildungswerkes Westfalen und Lippe e.V. in Kooperation mit der Kölner Melanchthon-Akademie. (WS 19)